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Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Bahn will Warnstreik mit Vorschuss-Zahlung abwenden

Die Streik-Gefahr bei der Deutschen Bahn ist vorerst gebannt. Der Staatskonzern will den Mitarbeitern für die Zeit der monatelangen Verhandlungen einen Vorschuss zahlen. Der angedrohte Warnstreik ist somit hinfällig.

Ein ICE der Deutschen Bahn Quelle: dpa

Die Bahn will denjenigen Beschäftigten, deren Verträge Ende Juni ausgelaufen waren, mit dem Februar-Gehalt 750 Euro auszahlen. Das Reinigungs- und Sicherheitspersonal, das seit Ende Oktober ohne Tarifvertrag ist, erhält 300 Euro. Die Beträge sollen mit einem endgültigen Tarifabschluss dann verrechnet werden.

Mit der Zahlung reagierte das Unternehmen auf ein Ultimatum der EVG, die eine Zusicherung bis Freitag (heute) verlangt hatte, wonach die Bahn für jeden Verhandlungsmonat plus dem Februar eine Abschlagszahlung von 100 Euro leistet. Andernfalls hatte die Gewerkschaft mit Warnstreiks gedroht. EVG-Chef Alexander Kirchner wertete die Zahlungen als Erfolg: "Wir haben uns durchgesetzt." Das Einlenken der Bahn sei Folge der Kampfbereitschaft der Mitglieder, die auch weiterhin für ihre Forderungen eintreten würden. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber hatte bereits zuvor erklärt, für Streiks gebe es keinen Anlass, nun könne wieder sachlich verhandelt werden.

Die Gespräche sind schwierig, da EVG und die konkurrierende Lokführergewerkschaft GDL teils für die gleichen Beschäftigtengruppen Abschlüsse erzielen wollen. Da die Bahn unterschiedliche Verträge dort ablehnt, versucht sie mit beiden Gewerkschaften identische Abkommen auszuhandeln. So gelten jetzt auch die Zahlungen für alle Mitarbeiter unabhängig von der Gewerkschaftszugehörigkeit. Die GDL hatte zwar für ihre Mitglieder für das Jahr 2014 bereits eine Einmalzahlung von 510 Euro ausgehandelt. Diese werden nun aber mit den 750 Euro bis Februar verrechnet. Die GDL-Lokführer erhalten im Februar also noch 240 Euro zusätzlich ausgezahlt und bekommen so ebenso wie die übrigen insgesamt 750 Euro.

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