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Enge, Personal, Essen Was deutsche Passagiere im Flugzeug nervt

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Jeder Sechste langweilt sich an Bord

Kein großes Reizthema ist das Gepäck. Nur jeden achten Reisenden stört, dass er sich wegen der in den vergangenen Jahren immer strengeren Kofferregeln beim Packen zurücknehmen – oder gar für eine aufgegebene Tasche zahlen muss.

Zu guter Letzt deutet die Kritik am Unterhaltungsprogramm im Flieger darauf hin, dass zwar die Hälfte im Fluge liest, ein Fünftel mit Hilfe der eingebauten oder mitgebrachten Elektronik zockt oder Filme sieht – und nur ein Prozent arbeitet. Doch am Ende ist jedem Sechsten an Bord etwas langweilig. Das gilt freilich vor allem für die kürzeren Europaflüge. Auf der Langstrecke fühlen sich fast alle gut bewirtet und unterhalten.

Betriebskosten von Fluglinien

Doch inzwischen belassen es immer weniger Passgiere beim Kritisieren. Laut der Umfrage sind 54 Prozent der Befragten bereit, für mehr Platz an Bord oder andere Annehmlichkeiten wie besseres Essen oder eine schnellere Abfertigung am Flughafen draufzuzahlen. Da hilft die – wie der Urlauber auf dem Heimflug – notorisch klamme Branche gern. Denn bei den Extras bleibt am Ende fast die Hälfte vom Nettoumsatz als Gewinnbeitrag hängen. Vom Ticketpreis hingegen oft nur fünf Prozent übrig. 

Nun werden Spötter sagen, dass eine Verbandsumfrage die Stimmung naturgemäß etwas zu rosig zeichnet. Denn nach wie vor beim Gros der Bevölkerung löst der Gedanke an Flugzeuge so wenig Fernweh und Zufriedenheit aus, dass immerhin 44 Prozent der Befragten seit dem Frühjahr 2013 lieber gar nicht erst geflogen sind – und weitere 15 Prozent in ihrem Leben noch nie einen Flieger betreten haben.

Vielflieger sind hierzulande die Ausnahme

Doch das greift zu kurz. Denn wie die Umfrage zeigt, nutzen zwei Drittel der Befragten Flugzeuge für den Urlaub. Und da das Gros der Deutschen ihre Ferien regelmäßig im eigenen Land verbringt, kommen sie auch ohne Flieger aus.

Die hohe Urlauberdichte an Bord widerlegt zudem das Vorurteil, dass jeder seit dem Aufkommen der Billigflieger auf Teufel komm raus und ohne Rücksicht auf Umwelt und Klima durch die Gegen jettet. Zwar bescheinigen 27 Prozent der Befragten dem Fliegen das beste Preis/Leistungsverhältnis und trotz Fernbus-Boom nur 25 Prozent dem Bus und gar nur 13 Prozent der Bahn. Doch an das Klischee der Billigstfliegerei konnte schon bislang keiner glauben, der mal versucht hat für weniger als 100 Euro ans Mittelmeer und zurück zu kommen.

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Nun zeigt die Umfrage, dass trotz aller Prahlereien Vielflieger hierzulande die Ausnahme sind. Die weit überwiegende Mehrheit fliegt nur einmal im Jahr. Lediglich 12 Prozent der Befragten sind zuletzt aus geschäftlichen Gründen gereist. Und die von Fluggegnern gern als Symbol für unnötiges Reisen gebrandmarkten Wochenend-Jetsetter stellen gar nur drei Prozent der fliegenden Bevölkerung.

Zu guter Letzt kann sich der Flugverband dann eine Spitze gegen die Konkurrenz am Boden nicht verkneifen. Auf die Frage, welches Verkehrsmittel die Befragten in den vergangenen zwei Jahren so geärgert hat, dass sie es am liebsten meiden möchten, antworten nur sechs Prozent mit dem Flugzeug, 13 Prozent mit dem eigenen Auto – aber satte 80 Prozent mit der Bahn.

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