Entega, FES, Stadtwerke Mainz Hackerangriff legt Emails und Websites hessischer Versorger lahm

In der Nacht zu Sonntag wurde der gemeinsame IT-Dienstleister der Unternehmen angegriffen. Die kritischen Infrastrukturen sind nicht betroffen.

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Mehrere hessische Versorgungsbetriebe wurde Opfer eines Angriffs auf den IT-Dienstleister, den sie gemeinsam nutzen. (Symbolbild) Quelle: Unsplash

Der Darmstädter Energieversorger Entega, die Frankfurter Entsorgungs- und Servicegruppe (FES) und die Unternehmensgruppe Mainzer Stadtwerke sind Opfer eines Hackerangriffs auf ihren gemeinsamen IT-Dienstleister geworden.

Bei Entega sind vor allem die E-Mailkonten der rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Internetseiten des Unternehmens betroffen, wie Sprecher Michael Ortmanns am Sonntag mitteilte. Da gleiche gilt laut einer Mitteilung des Unternehmens vom Sonntagabend für die Stadtwerke Mainz. Bei FES habe der Angriff die Online-Anmeldung für Sperrmüll sowie den Zugriff auf das Kundenportal für die Bürgerinnen und Bürger lahmgelegt, wie die Stadt Frankfurt am Montag mitteilte.

Die kritische Infrastruktur und Kundendaten sind bei keinem der Unternehmen von dem Angriff betroffen. Die Strom-, Gas- und Wasserinfrastruktur der Darmstädter Entega und der Mainzer Stadtwerke werden jeweils über gesondert geschützte Systeme betrieben. Auch alle kommunalen Dienstleistungen der FES-Gruppe wie Entsorgung, Straßenreinigung und das Müllheizkraftwerk sind weiter uneingeschränkt möglich.

„Es besteht keine Gefahr von Versorgungsausfällen“, betonte Entega-Sprecher Ortmanns. Die Stadt Frankfurt teilte mit: „FES ist auf solch einen Fall gut vorbereitet.“ Wann die Dienste wieder erreichbar sein werden, hänge davon ab, „wann das Rechenzentrum in Darmstadt seinen Betrieb wieder aufnehmen kann.“

Ein Expertenteam des hessischen Innenministeriums sowie des Landes- und Bundeskriminalamtes mache sich ein umfassendes Bild und habe umgehend wirksame Gegenmaßnahmen gegen den kriminellen Angriff eingeleitet. Die Attacke habe sich in der Nacht ereignet, wie Entega-Sprecher Ortmanns mitteilte. Über den Hintergrund des Hackerangriffs gebe es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

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