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Ernährung Bleibt bei McDonald's die Küche kalt?

Im vergangenen Jahr haben weniger Deutsche bei McDonalds Burger und Fritten gegessen als im Vorjahr. Auch das Image des US-Kette bröckelt. Haben die Deutschen die Burger-Kette satt?

Wer am meisten Kasse macht
Platz 20: Metro Group (Konzerngastronomie) Quelle: Presse
Roland Kuffler Quelle: dpa Picture-Alliance/Schellneg
Screenshot Marché Quelle: Screenshot
Deutsche Bahn Quelle: Creative Commons-Lizenz
Joey’s Pizza Service Quelle: Presse
Starbucks Quelle: REUTERS
LeBuffet Restaurant & Café Quelle: Presse

Die einen finden ihn zum Anknabbern, die andern einfach nur nervig. Wie man zur Berliner Komiker-Schnauze Mario Barth auch stehen mag, mit der Werbung für McDonald's Curry-Wurst scheint sich der TV-Star selbst keinen Gefallen getan zu haben. Kurz nach dem Verkaufsstart der deutschen Wurstspezialität bei der US-Burgerkette hagelte es Kritik von den Kunden: "eklig" wetterten die einen, "viel zu teuer" die anderen.

Aber wie im Fall Mario Barth lässt sich auch über den Geschmack der Berliner Wurst trefflich streiten. Von McDonald's heißt es jedenfalls, man sei mit den Verkaufszahlen "sehr zufrieden". Was das im Detail heißt, verrät der Konzern allerdings nicht. McDonald's steht nach eigener Aussage vor einem Jahr der Herausforderungen - zumindest in Deutschland. Weltweit kann sich die größte Frittenbude der Welt nicht über einen Mangel an Kundschaft beschweren.

Deutschen sind Burger immer öfter Wurst

27 Milliarden Dollar Umsatz machte der Fast-Food-Riese 2012 - rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Zu den größten Wachstumsregionen zählten dabei die USA mit 3,3 Prozent. In Europa haben die Kunden die Kette dagegen eher satt. "Nur noch" 2,4 Prozent Wachstum waren es auf dem alten Kontinent, in Deutschland legten die 243 Franchise-Nehmer beim Nettoumsatz um 1,6 Prozent zu. Das Plus verdankt die Kette einem Zuwachs des Umsatz pro Gast. Die Zahl der Kunden nahm im Vergleich zu 2011 ab und fiel unter eine Milliarde.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Das ist auf die Gesamtbevölkerung von rund 82 Millionen gerechnet immer noch eine Menge. Doch könnte der Rückgang ein erstes Anzeichen dafür sein, dass die Deutschen nach einer Reihe von Lebensmittelskandalen die Faxen dicke haben und schnellem wie ungesundem Essen abschwören?

Auf den ersten Blick lautet die klare Antwort "Nein". Im ersten Halbjahr 2012 legten die Gästezahlen von McDonald's nämlich noch ordentlich zu. Erst im zweiten Halbjahr entwickelte sich das Gästeaufkommen rückläufig. Eine klare Folge von Preiserhöhungen wie etwa beim besonders beliebten Cheeseburger, der in einigen Restaurants statt einem Euro auf einmal 1,39 Euro kostete. McDonald's sah sich wegen gestiegener Beschaffungskosten gezwungen aufzuschlagen - der Zorn der Kunden ließ nicht lange auf sich warten und sie scheinen nachhaltig verstimmt zu sein.

Im Markenmonitor BrandIndex des Kölner Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov sinkt das Image von McDonald's innerhalb eines Jahres um knapp neun Punkte und erreicht jetzt -5 Imagepunkte. "Das ist noch nicht dramatisch schlecht", erklärt Instituts-Vorstand Holger Geißler, "allerdings heißt dieser Wert, dass jetzt mehr Menschen die Marke generell negativ bewerten als positiv – vor einem Jahr war das noch anders herum."

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