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Ernährung Bleibt bei McDonald's die Küche kalt?

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Deutsche haben keine Zeit zum Essen


Das Erfolgsrezept von McDonald's
"Golden Arches" Quelle: dapd
Ray Kroc Quelle: dpa
Der McDonalds-Clown Quelle: AP
McDonald's in Deutschland
McDrive Quelle: AP
Günter Wallraff Quelle: dapd
McCafé Quelle: REUTERS

Seit der Erstausstrahlung des ARD-Markenchecks im Januar 2012 beobachtet Geißler einen schleichenden Abwärtstrend in der Imagekurve des Schnellrestaurants. Unter anderem führt er diesen auf ein neues Gesundheitsbewusstsein der Deutschen zurück. So ist der Umsatz mit Bioprodukten in Lebensmittelhandel und Drogeriemärkten 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen, wie eine Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen ergab. Überraschend auch: Im Vorjahr waren die Erlöse noch um 2,3 Prozent zurückgegangen.

Bio-Burger wären zu teuer

Geißler sieht einige Versäumnisse bei McDonald's: „Den Trend zu Bioprodukten bedient McDonalds aktuell weniger denn je. Früher gab es noch Aktionen wie den Veggie-Burger, jetzt gibt es als „gesunde“ Mahlzeiten lediglich Wraps und Salate. Und von den Wraps weiß man ja mittlerweile, dass sie mehr Kalorien enthalten als Burger.“ McDonald's-Deutschland-Chef Bane Knezevic mag das so nicht stehen lassen. Im Kindermenü bietet McDonald's sowohl Bio-Apfelsaft, als auch Bio-Milch an. Mit Biofleisch tut sich der Systemgastronom schwer. "Gemessen an unseren Mengenbedürfnissen reicht die Verfügbarkeit von Bio-Ware am Markt schlicht nicht aus. Eine Umstellung würde sich zudem signifikant auf die Preise unserer Produkte auswirken", erklärt ein Unternehmenssprecher gegenüber WirtschaftsWoche Online.

Am 4. März hat McDonalds erneut den "Mein Burger"-Wettbewerb gestartet und in diesem Jahr ruft die Buletten-Braterei explizit zu neuen Ideen für vegetarische Produkte wie den 2010 kreierten Veggie-Burger auf. Die fleischlosen Angebote sollen vor allem mehr Frauen in die Schnell-Restaurants locken. Allein: ein vegetarischer Burger ist per se weder gesünder, noch kalorienärmer als gebratenes Fleisch. Doch kommt es den Deutschen darauf an?

Familien besonders im Imbiss-Stress

Vieles spricht dafür, dass wir ein Volk von Schnell-Schlemmern bleiben. Bei einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse gaben die Befragten an, dass die größte Hürde auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung die Zeit sei. "So nennt die Hälfte der Bevölkerung fehlende Ruhe als den Hauptgrund für die regelmäßigen kleinen Sünden beim Essen". Und weiter: "Vor allem Familien sind zu sehr im Stress, viel mehr als Singles übrigens. Je mehr Kinder in einer Familie sind, desto weniger Zeit bleibt, sich in Ruhe um die Ernährung zu kümmern", heißt es in der Studie. Das dürfte die Burgerkette, die mit ihrer Familienfreundlichkeit wirbt, besonders freuen.

Nun muss schnelles Essen nicht gleichzeitig ungesund sein. Ein schneller Salat ist zweifelsohne bekömmlicher als ein frittiertes Stück Hähnchenformfleisch. Leider gibt es wenig verlässliche Daten darüber, wie sich der Konsum von Junk-Food in Deutschland im Laufe der Zeit verändert hat.

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