Erster Linienflug des neuen Airbus Qatar greift mit A350 die Lufthansa an

Der A350 von Airbus ist am Donnerstag zu seinem ersten kommerziellen Flug gestartet. Das jüngste Flugzeug in der internationalen Luftfahrtindustrie fliegt zunächst auf der Strecke zwischen Frankfurt und Doha.

Was der neue A350 alles aushalten muss
Foto von Airbus 350 Quelle: Presse
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April 2014: PanikübungIn der Airbus-Basis in Hamburg schaffen es fast 400 Insassen, die Maschine in nur 90 Sekunden zu verlassen. Weil bei Notlandungen oft Ausgänge blockiert sind, öffnen sich bei dem Test nur vier der acht Türen. Quelle: dpa
Foto von Airbus 350 Quelle: Presse
Foto von Airbus 350 Quelle: Presse
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Die schnell wachsende Fluglinie Qatar Airways greift die Lufthansa am Heimatflughafen Frankfurt mit dem ersten Modell des neuen Airbus -Langstreckenfliegers A350 an. Der neue Jet werde ab Donnerstag zwischen Frankfurt und Doha am Persischen Golf pendeln, teilte Qatar Airways mit. Es ist die erste Linienverbindung des A350 weltweit.

Das Flugzeug bietet Platz für 247 Passagiere in der Economy-Klasse und für 36 Business-Gäste. Aufgrund der Bauweise und der vielen leichten Kunststoffteile soll der Jet etwa ein Fünftel weniger Sprit verbrauchen als vergleichbare Maschinen.

Nach Ansicht des Luftfahrt-Experten John Strickland von der Beratungsfirma JLS Consulting wird der neue Airbus die Speerspitze des rasch wachsenden Qatar-Airways-Netzwerks bilden. "Wegen der Sprit-Effizienz und der überschaubaren Sitzzahl ermöglicht der A350 es einer Airline, relativ gefahrlos neue Routen auszuprobieren."

A350 - neuer Hoffnungsträger von Airbus

Die Fluglinie aus dem Golf-Emirat Katar fliegt den größten deutschen Airport Frankfurt zwei Mal täglich an. Ab März würden auf beiden täglichen Flüge der A350 eingesetzt, sagte Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker. Insgesamt habe die Fluglinie 80 der Prestigeflieger bestellt.

Schärferer Wettbewerb für Lufthansa

Zur Wahl des ersten Zielorts Frankfurt sagte er: "Manchmal möchte ich mein Produkt Airlines zeigen, die mir den Eintritt in den Markt verwehren wollen". Die Lufthansa gehört zu den größten Kritikern der rapiden Expansion der von ihren Heimatstaaten kontrollierten Golf-Airlines.

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Der Wettbewerb wird für die Lufthansa damit an ihrem Drehkreuz schärfer. Seit Herbst setzt die größte Golf-Airline Emirates erstmals den Airbus-Riesenflieger A380 auf Strecken von Dubai nach Frankfurt ein. Auch Etihad steuert Frankfurt an.

"Die Golf-Airlines sind derzeit in Sachen Qualität der Gold-Standard in der Branche", sagte Strickland. Europäische Airlines müssten als Reaktion ihre Flugzeuge und Flotten erneuern, um vor allem für zahlungskräftige Geschäftskunden attraktiv zu bleiben.

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