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Eurowings-Tarifkonflikt Neuer Streik der Flugbegleiter droht

Der Tarifkonflikt bei Eurowings geht in die nächste Runde: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat für nächste Woche einen neuen Streik angekündigt. Der Streik fällt in einigen Bundesländern in die Ferienzeit.

Bei Eurowings drohen weitere Streiks. Quelle: dpa

Bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings rückt ein Streik der Flugbegleiter näher. "Wir bereiten für nächste Woche einen massiven Arbeitskampf bei Eurowings vor", sagte Nicoley Baublies, Tarifvorstand der Kabinenpersonalgewerkschaft Ufo. Mit der Eurowings-Spitze habe es seit zehn Tagen keinen Kontakt gegeben. Von einem neuen Tarifangebot, das Eurowings in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Mitarbeiterbrief erwähnt, habe er keine Kenntnis. Eine Nachfrage bei Eurowings sei ergebnislos geblieben.

"Das Angebot liegt uns nicht vor." In dem Schreiben spricht Eurowings-Topmanager Jörg Beißel von einem angepassten Tarifangebot an Ufo. Die Firmenspitze sei zuversichtlich, auf der Basis bald Tarifverhandlungen aufnehmen zu können.

Die Eurowings-Flotte zählt 90 Flugzeuge, die hauptsächlich kleinere Flughäfen wie Hamburg, Düsseldorf, Köln und Berlin anfliegen. Davon können nach früheren Aussagen der Airline nur 23 Jets bestreikt werden. Sollte Ufo Ernst machen, wäre es nicht der erste Streik bei Eurowings: Vor zwei Wochen legten ebenfalls die Flugbegleiter nach einem Aufruf von Verdi die Arbeit nieder. Die Flugausfälle und Verspätungen blieben aber sehr überschaubar.

Europas größte Billigflieger
Platz 10: Jet 2Jet 2 ging aus der 1978 gegründeten Channel Express hervor und nahm im Jahr 2013 ihren Flugbetrieb auf. Sie fliegt vor allem Urlaubsdestinationen am Mittelmeer sowie europäische Hauptstädte an. Der britische Billigflieger mit Sitz in Leeds startete im Juli 1846 Mal, verfügte über 345.414 Sitze und flog 516 Strecken. Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt; Ranking auf Grundlage der Starts im Juli 2017
Transavia Quelle: REUTERS
 Aer Lingus Quelle: AP
Wizz Air Quelle: AP
Norwegian Air Shuttle Quelle: REUTERS
Flybe Quelle: REUTERS
Eurowings/Germanwings Quelle: dpa

Hintergrund der Streikdrohung von Ufo ist ein lange Zeit schwelender Konflikt. Die Gewerkschaft und die Eurowings-Spitze versuchten zwei Jahre lang, sich auf neue Tarifverträge über die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung zu einigen. Damit sollte sichergestellt werden, dass das geplante Wachstum von Eurowings nicht auf Kosten der Mitarbeiter stattfindet. Die letzte Gehaltserhöhung gab es bei Eurowings 2009.

Ufo ist dafür bekannt, Forderungen mit Streiks durchzusetzen. Voriges Jahr legte die Gewerkschaft die Lufthansa selbst eine Woche lahm - es war der größte Streik in der Geschichte der Kranich-Linie. Eurowings ist Kernpunkt der neuen Strategie von Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Ein großer Wachstumsschritt war die Anmietung von 40 Fliegern vom Rivalen Air Berlin. Die Lufthansa gibt bei der Expansion Gas, um den Vormarsch von Billiganbietern wie Ryanair und Easyjet stoppen.

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