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Expansion Carpooling offeriert Mitfahrgelegenheiten auch in USA

Exklusiv

Der deutsche Marktführer Carpooling (mitfahrgelegenheit.de) expandiert mit seiner Mitfahrzentrale in die USA und geht dafür eine Kooperation mit dem umstrittenen Fahrdienst Uber ein.

Eine Hand hält ein Smartphone mit der Startseite von Mitfahrgelegenheit.de Quelle: dpa

"Was Kunden an Uber und Co. schätzen gelernt haben, bieten wir nun auf mittleren und langen Strecken", sagte Carpooling-Chef Markus Barnikel der WirtschaftsWoche und ergänzte: "In den USA war es bislang die größte Herausforderung, überhaupt zum Treffpunkt zu gelangen". Während in Deutschland interessierte Mitfahrer meist mit Bus oder Bahn zum Autobesitzer kämen, könnten Carpooling-Kunden für ihre Fahrt zum Sammelpunkt Uber buchen.

Im Gegensatz zu Deutschland können Mitfahrer das Carpooling-Angebot in den USA nur über die Smartphone-App buchen und nicht online. Für eine vermittelte Fahrt kassiert Carpooling 19 Prozent des Fahrpreises, hierzulande sind es nur elf Prozent. "In kurzer Zeit wollen wir eine Million Nutzer erreichen", skizzierte Barnikel seine Pläne. Mittelfristig wolle er wie in Europa sechs Millionen registrierte Kunden erreichen.

Die zehn teuersten Taxistädte
Platz 10: MelbourneIm australischen Melbourne kostet eine drei Kilometer lange Taxifahrt 6,26 Euro. Damit landet die Metropole auf dem zehnten Platz der Städte mit den teuersten Taxifahrten und liegt unter dem Städte-Durchschnitt von 6,83 Euro. Dies hat die Strategieberatung Simon-Kucher & Partners anhand der Grund- und Kilometerpreise in 18 Städten ohne Berücksichtigung der Wartezeiten ermittelt. Die dabei herausgekommenen Preise für eine Drei-Kilometer-Fahrt hat sie außerdem mit den Kosten für eine Einzelfahrt im öffentlichen Nahverkehr verglichen. In Melbourne kostet eine Taxifahrt etwa zweieinhalb mal so viel, wie eine Fahrt mit Bus und Bahn. Damit gehört Melbourne zu den günstigeren Städten: Im weltweiten Durchschnitt sind Fahrgäste im Taxi drei mal teurerer unterwegs. Quelle: dpa
Platz 9: SydneyTeurer sind Taxifahrgäste in Sydney unterwegs: Hier müssen sie umgerechnet 7,02 Euro zahlen, um drei Kilometer voran zu kommen. Damit übersteigt Australiens größte Stadt den weltweiten Durchschnitt von 6,83 Euro. Taxifahrgäste zahlen hier das 2,63-fache einer Einzelfahrt mit Bus und Bahn. Quelle: REUTERS
Platz 8: FrankfurtDie erste deutsche Stadt im Ranking ist Frankfurt. Fahrgäste, die hier drei Kilometer zurücklegen wollen, zahlen im Taxi 8,05 Euro und damit 3,1 mal mehr als im öffentlichen Nahverkehr. Allerdings geht es in Deutschland auch deutlich teurer, wie die weiteren Platzierungen zeigen. Quelle: dpa
Platz 7: WienMit einem Cent sind Taxifahrgäste in Wien minimal teurer unterwegs als in Frankfurt: 8,06 kostet hier eine Fahrt. Das sind 3,66 mal so viel, wie im öffentlichen Nahverkehr. Damit liegt Wien deutlich über dem weltweiten Durchschnitt vom dreifachen Aufschlag bei Taxifahrten. Quelle: dpa
Platz 6: BerlinEinen deutlichen Sprung gegenüber Wien, legt die deutsche Bundeshauptstadt hin. Drei Kilometer im Taxi kosten in Berlin 8,66 Euro, also das 3,37-fache einer Einzelfahrt mit Bus und Bahn. Eine andere deutsche Stadt ist allerdings noch teurer. Quelle: dpa
Platz 4: Stockholm8,81 Euro müssen Fahrgäste in Stockholm für drei Kilometer im Taxi hinlegen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist in Schwedens Hauptstadt verhältnismäßig teuer. Die Kosten machen das 2,36-fache der Bus- und Bahnpreise aus. Da haben andere Städte mit hohen Taxipreise einen deutlich höheren Taxiaufschlag. Quelle: AP
Platz 4: LondonDie typischen schwarzen Taxis im Londoner Stadtbild versprühen einen Flair, den sich Fahrgäste etwas kosten lassen müssen. 8,88 Euro kostet eine drei Kilometer lange Taxifahrt umgerechnet in der britischen Hauptstadt. Günstiger und genau so typisch sind die roten Doppeldecker-Busse. Der Londoner Taxipreis entspricht dem 3,2-fachen Wert einer Fahrt im öffentlichen Nahverkehr. Quelle: dpa

Europaweit ist Carpooling inzwischen in neun Ländern aktiv, darunter Großbritannien, Frankreich und Spanien. Für die Expansion in den USA sei Carpooling derzeit mit Kapitalgebern in Gesprächen über eine neue Finanzierungsrunde. Zu den bisherigen Investoren gehören der Wagnisfinanzierer Earlybird und der Autokonzern Daimler.

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