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Fastfood-Kette McDonald's wächst weiter

Fastfood-Fans bescheren McDonald's Deutschland das neunte Jahr in Folge ein Umsatzwachstum. Zugleich stagnieren aber die Besucherzahlen - trotz zahlreicher Neueröffnungen.

McDonald's Bane Knezevic Quelle: dpa

Der Fastfood-Gigant McDonald's konnte seinen Umsatz in Deutschland im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent steigern auf 3,2 Milliarden Euro. Damit wächst das Unternehmen in Deutschland das neunte Jahr in Folge. Vorstandsvorsitzender Bane Knezevic schrieb den Erfolg "weiteren Produktinnovationen und unserem Qualitätsanspruch" zu.

Trotz 25 Restaurant-Neueröffnungen stagnierte jedoch die Besucherzahl. "Die Gästezahl haben wir nicht erhöht, das können wir nicht einfach hinnehmen“, sagte Knezevic am Mittwoch in München. Für das Jahr 2013 sind 30 Neueröffnungen geplant. Der Konzern müsse "stärkere Impulse setzen, um wieder mehr Gäste für uns zu begeistern", so Knezevic.

Unter anderem solle die Produktpalette erweitert und in moderne Küchen- und Servicetechnologien investiert werden. Auch lokale Aktionen wie die "Hüttengaudi", der "Nürnburger" oder wie aktuell die "McCurrywurst" sollen das Speiseangebot bereichern. Am 4. März startet zudem wieder der Wettbewerb "Mein Burger", bei dem Burger-Fans ihre eigene Kreation basteln und von Internet-Benutzern bewerten lassen können - diesmal soll der Fokus besonders auf vegetarischen Angeboten liegen.

Was steckt in unserem Essen?
Gestreckter KaffeeUm mehr Geld zu verdienen kommt es immer wieder vor, dass Hersteller ihren Kaffee strecken. Dafür mischen sie laut einer NDR-Reportage den gemahlenen Bohnen zu etwa zehn Prozent den Stoff Maltodextrin bei. Dabei handelt es sich um eine Zuckerart, die in der Lebensmittelindustrie als günstiger Füllstoff eingesetzt wird. Auch Karamell wird zum Strecken verwendet. Kunden sollten im Supermarkt bei der Aufschrift "Melange" hellhörig werden. Auch im Kleingedruckten geben die Hersteller an, ob sie das Produkt gestreckt haben. Damit gibt es keine rechtlichen Konsequenzen. Quelle: dpa
Ewig frisches FleischSeit Tagen liegt das Hackfleisch im Kühlschrank und noch immer sieht es frisch aus. Die Lebensmittelindustrie macht es möglich, indem sie einfach ein Gasgemisch mit viel Sauerstoff in die Verpackung pumpt. Dadurch bleibt das Fleisch optisch frisch. Am Geschmack lässt sich das Alter dann aber doch erkennen. Das Max-Rubner-Institut hat herausgefunden, dass derartig behandelte Ware ranzig schmeckt. Außerdem soll das Gasgemisch das Wachstum bestimmter Bakterien fördern. Quelle: dpa
Gefärbte OlivenIm Handel werden sowohl schwarze als auch grüne Oliven vertrieben. Schwarze Oliven gelten dabei als besondere Delikatesse, da sie schon reif und damit vollmundiger im Geschmack sind. Die grünen Oliven sind noch sehr jung und damit eher herb und säuerlich im Geschmack. Weil sich die schwarzen Exemplare besser verkaufen lassen, sind findige Hersteller auf die Idee gekommen, grüne Oliven einfach schwarz zu färben. Rein optisch ist es sehr schwer die echten von den gefälschten schwarzen Oliven im Glas unterscheiden zu können. Wer wissen will, welche Oliven er kauft, muss einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Sind die Stabilisatoren Eisen-2-Gluconat oder Eisen-2-Lactat aufgelistet, handelt es sich um Trickserei. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Natürliche AromenVielen Verbrauchern ist es wichtig, dass in Produkten keine oder zumindest wenig Chemie enthalten ist. Wer aber darauf vertraut, dass in einer Erdbeermarmelade mit "natürlichen Aromen" nur Erdbeeren und Zucker enthalten sind, der kann sich täuschen. Natürliche Aromen können nämlich auch pflanzliche Öle sein, die dem Obstgeschmack nahe kommen. Quelle: dpa
PestoSo beklagt die Verbraucherorganisation Foodwatch, dass beispielsweise im Pesto Verde der Marke Bertolli (Unilever) Cashewnüsse, Pflanzenöl, Aroma und Säuerungsmittel enthalten sind. Dabei wirbt Unilever mit "original italienischer Rezeptur", "nur die besten Zutaten", "feinstes Bertolli Olivenöl" und Pinienkernen. Mehr als ein Fingerhut voll Olivenöl muss aber gar nicht drin sein und auch die teuren Pinienkernen müssen nur zu einem geringen Teil enthalten sein. Quelle: Fotolia
PuddingAuch im Pudding muss nicht drin sein, was draufsteht: So reicht es beispielsweise, wenn im Schokoladenpudding ein Prozent echtes Kakaopulver enthalten ist. Der Rest darf eine bunte Mischung aus Aromen, Zucker, Fett und Gelatine sein. Nur wenn weniger als ein Prozent Kakao - also Schokolade - im Schokopudding ist, muss das entsprechend deklariert werden. Quelle: dpa/dpaweb
FruchtsaftgetränkeAuch bei Fruchtsäften müssen Verbraucher aufmerksam sein. Nur, wenn auf der Packung "Fruchtsaft aus 100 Prozent Frucht" steht, ist tatsächlich nichts anderes drin. Die deutsche Fruchtsaftverordnung erlaubt allerdings auch die Verwendung von Fruchtsaftkonzentrat und 15 Gramm zusätzlichem Zucker pro Liter Saft. Saft aus Zitronen, Limetten, Bergamotten und schwarzen, roten oder weißen Johannisbeeren darf mehr Zucker zugesetzt werden. Beim Fruchtnektar handelt es sich dagegen um eine Mischung aus Fruchtsaft und/oder Fruchtmark, Wasser und Zucker. Der Fruchtanteil beträgt 25 bis 50 Prozent. Noch niedriger ist der Fruchtanteil bei Fruchtsaftgetränken: Bei Orangensaft liegt dieser bei sechs Prozent, bei Traubensaft und Apfelsaft bei 30 Prozent. Bei Eistees reicht es, wenn Obst auf der Packung abgebildet ist, enthalten sein muss keins. So beanstandet Foodwatch den Pfanner-Eistee "Zitrone-Physalis", in dem die Menge an Physalis ist so gering ist, dass sie nicht einmal deklariert werden muss. Im zwei-Liter-Karton sind außerdem enthalten: 44 Stück Würfelzucker, 15 Prozent gelber Tee, Aromen und E330 (Zitronensäure). Quelle: dapd

McDonald's Deutschland beschäftigt aktuell rund 64.000 Menschen. 2013 sollen 1000 Ausbildungsplätze geschaffen werden, auch sollen 1300 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Im Hinblick auf den Pferdefleisch-Skandal in Hackfleischprodukten gab Knezevic für McDonald's Entwarnung. Pferdefleisch habe "in unser System keinen Eingang gefunden“. Laut eines Sprechers hat McDonald's Vertrauen in seine jahrelangen Partner aus der Landwirtschaft. Die Kontrollen wurden wegen des Skandals nicht erhöht.

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Der Verkauf von Burgern ist durch den Pferdefleisch-Skandal in Großbritannien um 43 Prozent zurückgegangen, wie aus einer Studie des Marktforschungs-Unternehmens Kantar Worldpanel hervorgeht. Der Absatz von Fertiggerichten insgesamt ging seit dem Ausbruch des Pferdefleisch-Skandals am 15. Januar nur um 13 Prozent zurück, heißt es in der Erhebung. Dagegen habe sich der Skandal nicht auf die Auswahl der Läden ausgewirkt. Die Verbraucher gingen weiterhin bei betroffenen Supermarktketten wie Tesco, Iceland oder Aldi einkaufen.

Der Skandal hatte in Irland und Großbritannien seinen Anfang genommen. Vor allem in Tiefkühlspeisen mit Hackfleischanteil wie Burger, Lasagne oder Fleischbällchen wurden zum Teil erhebliche Anteile von Pferdefleisch statt Rind gefunden. Viele Supermärkte musste einen Teil ihres Sortiments aus den Regalen nehmen.

Mit Material von dpa

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