Fernsehkonzern Schwaches Quartal, trübe Aussichten: RTL kappt die Ergebnisprognose

Wirtschaftsabkühlung und Ukraine-Krieg sorgen für schlechte Stimmung auf dem Werbemarkt. Der Fernsehkonzern RTL muss daher die Prognose senken.

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Die Aussichten auf den meisten europäischen Werbemärkten haben sich weiter eingetrübt. Quelle: imago images / Future Image

Der Fernsehkonzern RTL hat nach einem schwachen zweiten Quartal und wegen trüber Aussichten die Prognose für den operativen Gewinn gesenkt. Nachdem sich der deutsche Werbemarkt im März und April – wie bereits bekannt – schwächer als erwartet entwickelt hatte, haben sich die Buchungen und die Aussichten auf den meisten europäischen Werbemärkten weiter eingetrübt.

Der Krieg in der Ukraine, die Inflation und die Energieversorgungs- sowie Lieferkettenprobleme sorgten für Unsicherheit, teilte die im MDax gelistete Bertelsmann-Tochter am Freitag in Luxemburg mit.

Aus diesem Grund rechnet der Konzern beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Werte (Ebita) nur noch mit einem Wert zwischen 1,05 Milliarden Euro und 1,15 Milliarden Euro.

Bisher hatte RTL einen Wert auf der Höhe des Vorjahresniveaus von rund 1,15 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten haben bisher einen Anstieg des operativen Gewinns auf dem Zettel. Für den Umsatz prognostiziert RTL jetzt einen Wert zwischen 7,3 Milliarden Euro und 7,5 Milliarden Euro nach zuvor rund 7,4 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte RTL rund 6,6 Milliarden Euro erlöst.

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