WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Filmbranche Angst vor Hollywood

Seite 2/2

Das deutsche Fördersystem entrümpeln

Die umsatzstärksten Filme aller Zeiten
Platz zehn: The Dark Knight RisesDer dritte Teil der Batman-Trilogie spielte rund 1,084 Milliarden US-Dollar ein. Quelle: StatistaStand: 18.7.2014 Quelle: dpa
Platz neun: James Bond SkyfallDer neuste Bond mit Daniel Craig in der Hauptrolle brillierte nicht nur durch den Soundtrack von Adele. Auch die Einspielergebnisse können sich sehen lassen. Insgesamt wurden 1,108 Milliarden US-Dollar eingespielt. Quelle: dpa
Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs Quelle: dpa
Transformers 3 Quelle: dpa
Platz sechs: Iron Man 3Der dritte Streifen über Tony Stark und sein Heldenleben spielte insgesamt 1,215 Milliarden US-Dollar ein. Der Erfolgreichste Film 2013 wurde er so aber nicht... Quelle: AP
Platz fünf: Die Eiskönigin Völlig unverfrorenDer neuste Erfolg aus den Pixar-Studios wurde der erfolgreichste Film 2013. Er spielte insgesamt 1,259 Milliarden US-Dollar ein. Quelle: AP
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Quelle: dpa

An die Einnahmen amerikanischer Studios kommen deutsche Filmemacher nicht heran, schon weil sich englischsprachig Filme weltweit besser vermarkten lassen. Doch wären die Verhandlungen zwischen der EU und den USA Anlass genug, das deutsche Fördersystem zu entrümpeln. Deutschland braucht keine 13 Filmfördergesellschaften mit 13 Gremien. Schluss mit dem Filmtourismus.

Studioaufnahmen in Babelsberg, Außendrehs  in Köln und Vertonung in München – und schon kann ein Produzent bei fünf Gesellschaften Beihilfen beantragen - beim DFFF des Bundes,  bei der nationalen Filmförderanstalt, bei Filmförderung in Berlin-Brandenburg, bei der Filmförderung in Nordrhein-Westfalen  und beim bayerischen Filmförderfonds. Getreu dem Motto: Wo ich arbeite, kann ich Knete einfordern.

Selbst Amerikaner sind vom deutschen Filmfördersystem begeistert , reisen für ein paar Drehs nach Deutschland, möglichst noch in mehrere Bundesländern, und kassieren auch Subventionen – als Beitrag zur deutschen Filmkultur.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Hinzu kommt nach, dass die meisten deutschen Filme Koproduktionen mit öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern sind und darum auch von diesen  Geld bekommen. Die Bundesbürger zahlen also mehrfach: als Steuerzahler und als Rundfunkgebührenzahler. Mehr noch: Viele Sender sind auch Mitglieder der Fördergesellschaften und finanzieren Filmprojekte doppelt - als Förderer und als Ko-Produzent.

Sicher wäre mancher erfolgreiche Film ohne Förderung nicht entstanden, aber die muss dann transparent sein. Wer will, muss nachvollziehen können, welche Subventionen in welches Werk geflossen sind.

13 Fördergesellschaften, die getrennt tagen und entscheiden, sind zwölf zu viel.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
Diesen Artikel teilen:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%