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Fluggesellschaft Anlegerschützer fordern Untersuchung bei Air Berlin

Weil Air Berlin mehrmals die Veröffentlichung seiner Bilanz verschoben hat, haben nun Anlegerschützer das Unternehmen im Visier. Sie fordern ein Eingreifen der BaFin.

Anlegerschützer monieren, dass Air Berlin gegen die Berichtspflichten verstoße. Quelle: dpa

Anlegerschützer haben laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ die Finanzaufsicht Bafin aufgefordert, die Fluggesellschaft Air Berlin näher zu untersuchen. Hintergrund ist, dass das Unternehmen bereits zweimal die Veröffentlichung seiner Bilanz für das Geschäftsjahr 2013 verschoben hat. „Air Berlin verstößt hier ganz klar gegen die Berichtspflichten“, zitiert das Blatt Michael Kunert von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger.

Aufstieg und Niedergang von Air Berlin
Kim Lundgren (l), Mitgründer und Präsident der 'Air Berlin Inc.' und Pilot, mit seinem Sohn Shane Lundgren, ebenfalls Pilot bei Air Berlin Inc. Quelle: airberlin
Joachim Hunold Quelle: airberlin
Einstieg ins Linienfluggeschäft Quelle: airberlin
Service an Bord von Air Berlin 2003 Quelle: airberlin
Niki Lauda (2009) Quelle: dpa
Airbus A 320 (2005) Quelle: airberlin
dba Air Berlin Quelle: AP

Es dränge sich der Verdacht auf, dass die Airline ihre Bilanz absichtlich zurückhalte, weil eine akute Insolvenzgefahr bestehe. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sollte Air Berlin mit Strafzahlungen belegen, forderte Kunert der Zeitung zufolge: „Es darf nicht sein, dass dieser Fall ohne Konsequenzen bleibt.“

Die Fluggesellschaft Air Berlin widerspricht den Vorwürfen: Man habe nicht gegen Berichtspflichten verstoßen. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag. Auch die Finanzaufsicht Bafin sieht keinen Handlungsbedarf: Jede Aktiengesellschaft habe bis Ende April Zeit, ihren Jahresabschluss vorzulegen, zitierte das Blatt eine Sprecherin.

„Die Behauptungen von Herrn Kunert sind falsch und unserer Meinung nach geschäftsschädigend“, betonte der Air-Berlin-Sprecher. Das Unternehmen schließe deshalb juristische Schritte nicht aus.

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Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft braucht dringend frisches Geld und hatte am Donnerstag zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ihre Bilanzvorlage verschoben - diesmal gleich um mehrere Wochen. Air Berlin arbeite weiter an Maßnahmen für eine Rekapitalisierung, die Eigenkapital und Liquidität des Unternehmens stärken würde, teilte das Unternehmen mit.

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