Flugverkehr: Airline-Verband IATA prognostiziert für 2024 neue Rekorde
Eine Frau wartet mit ihrem Koffer am Flughafen in München.
Foto: imago imagesDer internationale Airline-Verband IATA sagt für 2024 Umsatz und Passagierzahlen auf Rekordhöhe voraus. Die Erlöse aller Fluggesellschaften sollen nach der am Mittwoch veröffentlichten Prognose um 7,6 Prozent auf 964 Milliarden Dollar zunehmen und damit etwas stärker als die Kosten steigen.
Die Zahl der Passagiere werde mit 4,7 Milliarden über das Volumen von 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, steigen, und einen neuen Höchststand weltweit erreichen. Bei der Profitabilität erwartet der Verband mit 2,7 Prozent netto dagegen kaum eine Verbesserung.
Für das laufende Jahr sagt IATA einen Nettogewinn von 23,3 Milliarden Dollar voraus, was einer Nettomarge von 2,6 Prozent entspricht. „Bei einer beeindruckenden Erholung ist eine Nettorendite von 2,7 Prozent weit unter dem, was Investoren für fast jede andere Branche akzeptieren würden“, sagte IATA-Chef Willie Walsh. Pro Fluggast seien das nur 5,45 Dollar Gewinn, gerade soviel wie ein Caffe Latte in London koste. Das sei zu wenig, um sich gegen künftige Schocks zu wappnen. Die Airlines litten unter strenger Regulierung, einem zersplitterten Markt, hohen Infrastrukturkosten und einem Oligopol in der Lieferkette. Auch die mit den Zinsen gestiegenen Kapitalkosten seien Grund zur Sorge.
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Globale Instabilität, einschließlich des Krieges zwischen Israel und der Hamas und des Ukraine-Krieges, könnte sich negativ auf den Sektor auswirken, warnte der Branchenverband. Das könne die Ölpreise weiter in die Höhe treiben und Kerosin verteuern, das voraussichtlich 31 Prozent der Betriebskosten ausmachen werde.
Deutschland hinkt der internationalen Entwicklung weiterhin hinterher, wie die in Berlin veröffentlichte Verkehrsprognose des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft zeigt. Bis einschließlich Mai wird danach das Sitzplatzangebot von deutschen Flughäfen erst 84 Prozent des Niveaus von 2019 erreichen. Im übrigen Europa werden hingegen 102 Prozent erwartet. Mit einem Wachstum von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum wächst der deutsche Markt aber etwas schneller als in den übrigen europäischen Ländern, die um rund neun Prozent zulegen.
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