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Flugzeuge Lufthansa möbelt die Businessclass auf

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40.000 Euro für 90 Kilo

Die neue Lufthansa First Class
Gesunde Reisen Quelle: Lufthansa
Obergeschoss Quelle: Lufthansa
Kein Schnickschnack Quelle: Lufthansa
Dezente Farben Quelle: Lufthansa
Funktion und Luxus Quelle: Lufthansa
Monitore Quelle: Lufthansa
Betten Quelle: Lufthansa

All die gestiegenen Anforderungen an das fliegende High-Tech-Gestühl konnte der ehemalige Lufthansa-Sitz-Lieferant Recaro Airseating aus Schwäbisch Hall nicht mehr bieten. Die neuen Stühle hat die Lufthansa daher mit dem amerikanischen Hersteller B/E-Aerospace entwickelt, der die High-Tech-Sitze des Modells mit dem Arbeitstitel Diamond jetzt in Irland baut.

Ein kompliziertes Unterfangen: Mehrere Tage dauert es, bis der 90 Kilo schwere Sitz mit seinem vielteiligen Innenleben zusammengeschraubt und verkabelt ist. Aus dem nordirischen Kilkeel südlich von Belfast werden die 40.000 Euro teuren Sessel dann nach Everett bei Seattle geflogen, wo sie eingebaut werden. Im Rahmen des Umrüstungsprogramms will die Lufthansa in den nächsten vier Jahren ihre mehr als 100 Langstreckenjets mit 4000 Diamond-Sitzen ausstatten – immerhin eine Investition von etwa 160 Millionen Euro.

Dabei ändert die Lufthansa die gesamte Aufteilung ihrer Flieger. War in den alten Modellen der 747 das Oberdeck der First Class mit 16 Plätzen vorbehalten, zieht diese jetzt nach unten in die Nase mit nur noch acht Plätzen. Die Businessclass wiederum wird in beiden Stockwerken auf insgesamt 92 Sitze erweitert.

Harmonisch gestalteter Bewegungsablauf

Auf der Strecke Frankfurt–New York mit der Flugnummer LH 400/401 wurden die neuen Sitze bereits im vergangenen Jahr probeweise montiert. Um diesmal auch wirklich den Geschmack der Kunden zu treffen, hat die Lufthansa während des zweimonatigen Transatlantik-Testlaufs zudem die Meinungen von 1340 repräsentativ ausgewählten Vielfliegern eingeholt.

Auch wissenschaftlichen Rat holte die Lufthansa ein. Das Ergonomie Institut München begleitete knapp zwei Jahre nahezu jeden Entwicklungsschritt der High-Tech-Sessel. „Dabei haben wir vor allem darauf geachtet, den Bewegungsablauf der unterschiedlichen Sitzelemente so harmonisch zu gestalten, dass er natürliche Körperbewegungen nachbildet“, sagt Geschäftsführer Florian Heidinger.

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