Fund Kokain in Berliner Aldi-Filialen entdeckt

In Berliner Aldi-Filialen sind große Mengen Kokain entdeckt worden. Einem Bericht des Online-Dienstes der Berliner Tageszeitung „B.Z.“ zufolge soll es sich um mehr als 140 Kilogramm handeln.

Wer hinter No-Name-Produkten steckt
Ostmann-GewürzeMartina Schneider, Autorin des Buches "Welche Marke steckt dahinter?", schreibt, dass sich die Billig-Klone der Markenprodukte für die Unternehmen lohnen: Sie können ihre Produktionskapazitäten voll ausschöpfen und haben ein zweites Standbein. Allerdings sind die Billigmarken, oft auch vertrieben durch Tochterunternehmen, nicht das Lieblingsthema der Unternehmen. Die Gefahr, dass die Kunden statt auf das Original auf die billige Kopie zurückgreifen, ist zu hoch. So spart ein Kunde, der Kräuter oder Gewürze der Marke Basta kauft, 80 Prozent gegenüber den Ostmann-Gewürzen. Dabei kommen die Würzmischungen aus dem gleichen Haus. Einziger Unterschied: Verpackung und Preis. Basta-Gewürze werden übrigens bei der Supermarktkette Norma vertrieben. Quelle: Screenshot
Gallo Cabernet SauvignonÄhnlich hoch ist die Ersparnis für Kunden, die statt dem "Gallo Cabernet Sauvignon" auf den Wein der Marke "Burlwood Cabernet Sauvignon" bei Aldi kaufen. Der Wein stammt vom selben Familienunternehmen in Californien, kostet bei Aldi aber rund 70 Prozent weniger.
ZentisDer Marmeladen- und Konfitürenhersteller Zentis produziert auch für die Rewe-Marke "Ja!". Kunden, die zur Ja!-Marmelade oder Schokocreme greifen, bezahlen für das gleiche Markenprodukt also deutlich weniger. Der Grund für die krassen Preisunterschiede ist die starke Marktposition der Discounter gegenüber den Herstellern. Aldi, Rewe und Co können Unternehmen wie Zentis zwar nicht den Preis für die hauseigenen Marken, wohl aber den Preis für die Billigmarmelade vorschreiben. Quelle: dpa/dpaweb
ToastSo kostet das Label Golden Toast von Lieken rund 59 Prozent mehr als das Lidl-Produkt "Grafschafter Butter Toast" der Firma Kornmark - dabei ist Kornmark eine Tochterfirma von Lieken. Es handelt sich also um dasselbe Weißbrot. Unter dem Namen "Mühlengold Buttertoast" verkauft die Firma Lieken ihren Toast übrigens auch beim Discounter Aldi. Quelle: Screenshot
Dickmann'sAuch das Unternehmen Storck produziert seine "Super Dickmann's" und "Schokostrolche" nicht nur unter dem eigenen Label. Das Aldi-Produkt "Scholetta Mini Schokoküsse" kommt aus der gleichen Fabrik wie alle anderen Storck-Süßigkeiten. Zu denen gehören neben Dickmann's übrigens auch Nimm2, Werther's Echte und Storck Riesen. Quelle: Screenshot
Leibniz-Kekse & CoAuch die Firma Bahlsen produziert zweigleisig: Hinter Aldis "Van Botta Keksen" versteckt sich der "Leibniz"-Keks, die "Bahlsen Waffeletten" tarnen sich beim Discounter als "Favorini Zartes Waffelgebäck" und auch die billigen Schoko-Waffelröllchen der Firma Choco Bistro stammen aus dem Hause Bahlsen. Quelle: dpa
Müller MilchreisGleiches gilt für den Milchreis der Firma Müller, der getarnt als "Gut und Günstig" bei Kaufland im Regal steht. Und auch bei Aldi gibts den Original Müller Milchreis unter anderem Namen zu kaufen - zum halben Preis. Quelle: Screenshot
FrostaWer bei Aldi Tiefkühlgerichte der Marke "Eskimo" kauft, legt sich tatsächlich Frosta-Produkte in den Einkaufswagen. Die Gemüsekonserven bei Aldi stammen im Übrigen von der Firma Bonduelle. Quelle: dpa
MeßmerUnd auch die Marken der Ostfriesische Tee Gesellschaft gibt es bei Aldi deutlich günstiger. Statt Meßmers "Feinstem Earl Grey" müssen Kunden nur den "Cornwall Earl Grey" kaufen. Die Ersparnis beträgt 69 Prozent. Quelle: Screenshot

Ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte am Dienstag einen Kokainfund bei einem Discounter ohne eine Menge zu nennen. „B.Z.de“ zufolge soll das Rauschgift in Bananenkisten bei Aldi versteckt gewesen sein. Ein Sprecher des Zollfahndungsamts kündigte an, dass die Behörden im Laufe des Dienstags bei einer Pressekonferenz im Landeskriminalamt über den Fall informieren wollen. Auch nach dpa-Informationen wurde das Rauschgift bei dem Discounter Aldi in mindestens vier Supermärkten gefunden. Möglicherweise ist auch eine weitere Lebensmittel-Kette betroffen. Das Landeskriminalamt untersucht, wer hinter dem Kokain-Schmuggel steckt.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Immer wieder entdecken Fahnder in Berlin große Mengen an Rauschgift mit einem Millionenwert. Das Landeskriminalamt ist eingeschaltet und untersucht nun, wer hinter dem Kokainschmuggel steckt. Ein LKA-Ermittler sagte der Zeitung, dass es sich um eine fehlgeleitete Lieferung handeln könne: "140 Kilo auf einen Schlag seien zu viel für den Berliner Markt".

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%