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Germanwings Angela Merkel: "Es ist eine wahre Tragödie"

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Auswertung der Flugschreiberdaten

Bei den Bergungsarbeiten am Wrack der verunglückten Maschine ist der Flugdatenschreiber (Flight Data Recorder) geortet worden. Das umgangssprachlich Blackbox genannte Gerät zeichnet relevante Flugdaten wie Kurs, Geschwindigkeit, Flughöhe und Neigungswinkel auf. Damit liefert es entscheidende Hinweise für die Rekonstruktion des Unglücks. Wann detaillierte Erkenntnisse zum Unfallhergang bekanntgegeben werden, ist derzeit unklar. Die Auswertung der Daten könne bis zum Wochenende dauern, heißt es aus Industriekreisen.

Nicht nur die Bergung der Geräte ist aufwändig. Auch bei der Aufbereitung und Analyse der Daten müssen die Experten höchste Vorsicht walten lassen, um auf den durch das Unglück beschädigten Geräten keine Daten zu verlieren. Zudem müssen die ausgewerteten Daten auf ihre Plausibilität überprüft werden.

Warum Flugschreiber so wichtig sind

Flugzeugbesatzung tritt Dienst nicht an

Am Mittwoch werden Flüge der Lufthansa-Tochter Germanwings mit Hilfe der Konkurrenz bestritten. „Es wird Unregelmäßigkeiten geben“, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft am Mittwoch. „Es gibt Crewkollegen, die in der momentanen Situation nicht fliegen wollen, dafür haben wir auch Verständnis.“ Die Mitarbeiter hätten zum Teil gute Freunde aus der verunglückten Crew verloren.

In der Folge hatten Flugzeugbesatzungen der Lufthansa-Tochter ihren Dienst nicht angetreten. Davon waren am Dienstag in Köln 19 Flüge betroffen. Nach Angaben des Düsseldorfer Flughafens waren es in der Landeshauptstadt zwölf Starts und Landungen. Sechs Personen hätten daher die Nacht auf Feldbetten verbracht, sagte ein Flughafen-Sprecher. Einen Tag nach em Absturz hat die Fluglinie nach eigenen Angaben nur einen einzigen Flug gestrichen.

Neben der Germanwings-Mutter Lufthansa stellen auch Air Berlin, Tuifly und andere Fluglinien ihre Maschinen zur Verfügung. Etwa 40 Flüge würden am Mittwoch von anderen Airlines bedient. Bei dem gestrichenen Flug handele es sich um einen Flug von London-Stansted nach Köln. Alle anderen Flüge würden stattfinden - schätzungsweise seien es zwischen 200 und 300.

Am Airport in Düsseldorf kamen am Mittwochmorgen erneut Angehörige der Passagiere des verunglückten Airbus' zusammen. Der Flughafen stellte sich auf mehr Menschen ein als am Tag des Unglücks. „Die Menschen suchen einen Ort, an dem sie trauern können“, sagte ein Sprecher. Am Dienstag seien es etwa 50 Angehörige und Freunde gewesen. „Heute dürften es noch mehr werden.“ Abgeschirmt von der Öffentlichkeit würden sie von Seelsorgern und geschulten Spezialkräften des Airports, der Airline und der Stadt betreut.

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