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Germanwings Angela Merkel: "Es ist eine wahre Tragödie"

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Bergung wird „Tage oder Wochen“ dauern

Am Schauplatz der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen laufen die Bergungsarbeiten weiter. Sie werden nach den Angaben des französischen Innenministeriums „Tage oder Wochen“ dauern.

Die Wucht des Aufpralls ließ den Airbus A 320 von Germanwings laut Rettungskräften in kleinste Trümmer zerbersten. „Alles ist pulverisiert. Man kann nichts mehr auseinanderhalten“, sagte ein Feuerwehr-Leutnant der Zeitung „Le Monde“.

Das ist die Unglücksmaschine A320

Die Witterungsbedingungen waren nach Berichten französischer Medien für die Rettungskräfte und Hubschrauber besser als zunächst befürchtet. Zentraler Ausgangspunkt in die schwer zugängliche Absturzregion ist Seyne-les-Alpes. Von dem Ort aus sollen die mehr als 300 Polizisten und 380 Feuerwehrleute operieren.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Nach Angaben der französischen Behörden hatte die Flugüberwachung kurz vor dem Crash noch vergeblich versucht, Kontakt zu den Piloten aufzunehmen. Erste Informationen zum Ablauf des Unglücks erwarten die Ermittler von der Auswertung eines Flugschreibers.

„Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt“, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dem Fernsehsender BFM TV. Seine Behörde nahm wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung Ermittlungen auf.

Unfälle bei der Lufthansa

In der westfälischen Stadt Haltern am See erinnerte auch am Morgen nach dem Absturz ein Lichtermeer vor dem Gymnasium an 16 Schüler und zwei Lehrerinnen, die bei dem Unglück ums Leben kamen. „Hier herrscht ein Schockzustand“, sagte ein Polizist am Mittwochmorgen. Die Schüler aus der Stadt am Rand des Ruhrgebiets wollten mit der abgestürzten Maschine nach einem Spanien-Aufenthalt wieder in die Heimat zurückkehren.

„An unserer Schule wird nichts mehr so sein, wie es vorher war“, sagte Ulrich Wessel, der Leiter des Joseph-König-Gymnasiums, am Mittwoch. Sein Mitgefühl gelte allen, die einen geliebten Menschen verloren hätten. „Das ist eine Tragödie, die macht einen sprachlos. Wir müssen lernen damit umzugehen.“

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Am Morgen hatte die Schule allen Mitschülern offen gestanden. Schulministerin Sylvia Löhrmann kündigte an, dass die Klassen auch in den kommenden Tagen nach Stundenplan zusammenkommen. Dann sei es den Klassen aber freigestellt, den Umgang mit der Trauer zu gestalten.

US-Präsident Barack Obama und Papst Franziskus drückten den Angehörigen ihr Beileid aus. Beileidsbekundungen kamen auch aus zahlreichen anderen Ländern.

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