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Geschäftsreisen Krisen bringen positive Nebeneffekte

Kriege, Krisen und politische Umwälzungen beeinflussen auch die Geschäftsreisetätigkeit von Unternehmen. Sicherheit wird wichtiger. Dennoch dürften die Kosten 2017 nur moderat steigen.

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Flughafen Quelle: PHOTOMORPHIC PTE. LTD. - Fotolia

Im zu Ende gehenden Jahr verlief die wirtschaftliche Entwicklung auf den wichtigsten Märkten Europas und in den USA überwiegend positiv. Doch der Krieg in Syrien, die politische Unsicherheit in vielen Teilen der Welt, die nach wie vor nicht gelöste Euro-Krise, die anhaltende Terrorgefahr, der Brexit und zuletzt die Präsidentschaftswahlen in den USA haben aber für Verunsicherung gesorgt.

2017 wird das kaum anders sein: Die rückläufige Wirtschaftsentwicklung in China, anhaltend niedrige Ölpreise, die anstehenden Wahlen in Frankreich und Deutschland, der Erfolg nationalistischer Parteien mit ihren protektionistischen Forderungen und Auflösungserscheinungen innerhalb der EU bremsen die Weltmärkte, ein weltweiter Konjunktureinbruch ist jederzeit möglich.

So problematisch Rahmenbedingungen auch sind – die Zahl der Geschäftsreisen dürfte dennoch hoch bleiben: Gerade in schwierigen Zeiten müssen Geschäftsbeziehungen sorgfältig gepflegt werden. Auch wenn das zynisch klingt – die vielen Unsicherheiten haben einen wirtschaftlichen Nebeneffekt: Die zu erwartenden Preissteigerungen bei Flugtickets, Hotelzimmern, Bahnfahrkarten oder Mietwagen dürften moderat ausfallen. Das zumindest prognostiziert der Global Business Travel Forecast 2017 der internationalen Reisebürokette American Express.

Unterwegs für den Chef: Was Angestellte über ihre Rechte auf Geschäftsreisen wissen sollten

„Die Travel Manager der Unternehmen sollten sich auf deshalb auf die Themen Einkaufssteuerung, Compliance und Sicherheit und auf die Zufriedenheit der Reisenden konzentrieren“, empfiehlt Rodolfo Elizondo, Vice President und Head of Global Business Consulting bei American Express Global Business Travel (GBT).

Weltweit geht GBT davon aus, dass die Nachfrage nach Flugkapazitäten auf Rekordniveau bleibt. „Da der Ölpreis als Haupttreiber derzeit konstant niedrig ist, dürfen Einkäufer von Flugreisen nächstes Jahr durchaus mit einer positiven Preisentwicklung rechnen“, heißt es im Global Travel Price Outlook 2017 der internationalen Reisebürokette Carlson Wagonlit Travel (CWT). Allerdings nur, wenn sie gleichzeitig die wachsenden Zusatzgebühren im Griff behalten.

Die werden von den Fluggesellschaften für Zusatzleistungen wie etwa Sitzplatzreservierungen für Plätze mit mehr Beinfreiheit erhoben und machten schon 2016 fast acht Prozent aller Airline-Einnahmen aus.

Was Sie schon immer über Geschäftsreisen wissen wollten
Geschäftsreisen Quelle: dpa Picture-Alliance
Buchung Quelle: dpa
Worauf sollte ich bei der Buchung achten?Eine schnelle Reiseverbindung hat für die meisten Geschäftsreisenden oberste Priorität: Für 40 Prozent steht dies immer im Fokus der Buchung. Ebenso sehr wichtig ist den Befragten die Einhaltung der Reiserichtlinien Ihres Unternehmens, Komfort und stressfreies Reisen. Die Nachhaltigkeit der Reiseverbindung spielt dagegen eine verhältnismäßig untergeordnete Rolle. Gerade einmal 26 Prozent legen immer wert auf ein umweltfreundliches Verkehrsmittel. Unter den älteren Geschäftsreisenden spielen persönliche Präferenzen und Wünsche eine größere Rolle. 81 Prozent der über 40-Jährigen geben an, diese bei der Buchung zu berücksichtigen. Zum Vergleich: In der Gruppe der unter 40-Jährigen sind es gerade einmal 72 Prozent. Quelle: dpa
Welche Verkehrsmittel werden am Zielort benutzt?Am Zielort angekommen wird am häufigsten auf Taxis (42 Prozent), Mietwagen (41 Prozent) und Dienst- beziehungsweise Geschäftswagen (39 Prozent) zurückgegriffen. Auch der Öffentliche Nahverkehr wird viel zur Fortbewegung genutzt: 22 Prozent gaben ihn als das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel an. Eher selten wird auf Mietfahrräder oder Carsharing-Anbieter zurückgegriffen. Für nur 16 Prozent der Reisenden stellen diese beiden Möglichkeiten häufig genutzte Varianten dar. Während Unternehmensleiter überdurchschnittlich oft bequem in Shuttle- oder Chauffeur-Diensten reisen (61-65 Prozent), sind alternative Verkehrsmittel besonders für Geschäftsreisende interessant, die viel reisen. Quelle: dpa
Werde ich über Risiken im Ausland informiert?In der Regel werden Mitarbeiter bei der Suche nach Informationen zu Risiken im Ausland unterstützt. Das gaben 73 Prozent der befragten Geschäftsreisenden an. Die Auskünfte über das Zielland werden Mitarbeitern hauptsächlich über das Intranet verbreitet, zum Beispiel durch die Einbindung von Links zum Auswärtigen Amt oder Robert-Koch-Institut. Ebenso üblich ist die Verbreitung von Informationen über die Abteilung, die sich um die Buchung der Reisen kümmert. Übliche Vorkehrungen im Risikomanagement sind die Vergabe von zentralen Telefonnummern, die Verfügbarkeit von Ansprechpartnern und die Überwachung von eintretenden Naturereignissen, Epidemien oder politischen Unruhen im Zielland. Quelle: dpa
Passkontrolle Quelle: dpa
Reiseunterbrechung Quelle: dpa

In Anbetracht des wachsenden Preisdrucks werden die Fluglinien versuchen, diese Einnahmen weiter zu steigern. „Einkäufer sollten die ihnen zur Verfügung gestellten Reporting-Daten besonders sorgfältig auf diesbezügliche Einsparpotenziale prüfen, da sich so die für bestimmte Märkte prognostizierten Kostensteigerungen abfedern lassen“, rät CWT seinen Firmenkunden.

Auf vielbeflogenen Kontinentalstrecken sollten die Unternehmen mit vielen Geschäftsreisen außerdem das Sharing von Privatflugzeugen als kostengünstige Option prüfen. „Die Nutzung dieses Angebots wird künftig voraussichtlich signifikant zunehmen.“ Damit könnte Druck auf die etablierten Fluggesellschaften und deren Tarife ausgeübt werden. „Doch auch viele große Liniengesellschaften bieten Privatflüge an, so dass sich Geschäftsreiseeinkäufer auch direkt bei den Airlines attraktive Tarife sichern können“, heißt im CWT-Forecast.

Was bei der Geschäftsreise nervt
Vis-à-vis schlägt digital Quelle: Fotolia
Fremde Kulturen Quelle: REUTERS
Fremde Sprachen Quelle: Fotolia
Jugendherberge in Magdeburg Quelle: dpa
Zeitmange am Reiseziel Quelle: Fotolia
Reisezeiten Quelle: Fotolia
Planänderungen Quelle: Fotolia

Eine ähnliche Entwicklung erwarten die beiden Reisedienstleister in der internationalen Hotellerie, allerdings mit regionalen Unterschieden: In Lateinamerika werden die Zimmerpreise tendenziell eher nachgeben, in der Region Asien und Pazifik ist die Entwicklung je nach Land uneinheitlich. Bei der Bahn, in der Mietwagenbranche und im Taxigewerbe wiederum dürften die neuen Marktteilnehmer wie Airbnb oder Uber mit ihren Sharing-Economy-Angeboten dafür sorgen, dass die traditionellen Anbieter kaum Chancen haben, ihre Preise zu erhöhen.

Die teuersten Städte für Geschäftsreisende
10. Riad (Saudi-Arabien)In der Hauptstadt des Königreichs müssen Geschäftsreisende durchschnittlich mit 495 Dollar am Tag rechnen, vor allem das Essen ist teuer. Erstmals hat der Reiseanbieter BCD Travel die Kosten speziell für Business-Reisende berechnet. Dabei wurden Hotelpreise, sowie Transport- und Essenskosten verglichen. Quelle: REUTERS
9. Oslo (Norwegen)Eine vergleichsweise günstige Stadt, zumindest in Europa, ist die norwegische Hauptstadt Oslo. 497 Dollar kosten Transport, Verpflegung und Übernachtung hier. Quelle: dpa
8. Paris (Frankreich)502 Dollar am Tag geben Geschäftsreisende in der französischen Hauptstadt durchschnittlich aus. Auch für Unternehmen ist Paris besonders teuer: Angesichts sinkender Mieten, der Dollar-Aufwertung und des schwachen Euro ist die Stadt erstmals seit Mitte 2012 unter die 100.000er-Marke pro Mitarbeiter gerutscht. 97.198 Dollar kostete die Miete im Dezember 2014 im Durchschnitt. Quelle: dpa
7. London (Großbritannien)In der britischen Hauptstadt zahlen Business Traveler durchschnittlich 508 Dollar am Tag. Quelle: REUTERS
6. Zürich (Schweiz)Mit 509 Dollar am Tag ist Zürich nicht die teuerste Stadt der Schweiz - zumindest nicht für Geschäftsreisende. Einer Untersuchung des "The Economist-Instituts" zufolge ist sie allerdings mit Abstand die teuerste Stadt der Welt. Das Institut untersuchte 130 Städte, veröffentlichte aber immer nur die zehn teuersten und die zehn günstigsten Städte. Quelle: dpa
5. HongkongEine Geschäftsreise in die Sonderverwaltungszone kostet Reisende 523 Dollar am Tag. Quelle: dpa
4. Stavanger (Norwegen)Idyllisch sieht es im Hafen der viertgrößten Stadt Norwegens auf, in deren Großraum mehr als 200.000 Menschen leben. Sie ist übrigens eine der Städte mit einem hohen Anteil bebauten Stadtareals. Geschäftsreisende müssen tief in die Tasche kaufen: 524 Dollar kosten hier Übernachtung und Verpflegung am Tag. Quelle: gms

CWT sieht darüber hinaus längerfristig das Risiko von Preiserhöhungen durch die fortschreitende Konzentration in der internationalen Hotellerie. Die Übernahme der Holding FRHI Hotels & Resorts mit den Marken Fairmont, Raffles und Swissotels durch Accor und der Merger von Marriott und Starwood Ende 2015 sieht CWT als Schachzug der traditionellen Kettenhotellerie gegen die neuen Sharing-Anbieter wie Airbnb. Das veränderte Kräfteverhältnis sollten Firmenkunden aber im Auge behalten.

„Bei Hotels mit geringerem Buchungsvolumen können Einkäufer auch künftig die Möglichkeiten der dynamischen Preisgestaltung nutzen, vorausgesetzt, es lassen sich Rabatte von 15 bis 20 Prozent auf die beste verfügbare Rate aushandeln“, so die Empfehlung der CWT-Experten.

Unsicherheit in Europa, Nahost und Afrika

In Europa spüren die Fluggesellschaften weiterhin erheblichen Gegenwind: starke Schwankungen in der touristischen Nachfrage durch Angst vor Terror, auf Langstrecken der anhaltende Wettbewerbsdruck durch Golf-Fluglinien wie Emirates oder Etihad, auf Kurz- und Mittelstrecken die wachsende Präsenz von Low-Cost-Carriern wie Ryanair oder Easyjet und dazu die schwache Wirtschaftsentwicklung in Südeuropa machen den etablierten Linien wie Lufthansa, British Airways oder Air France das Leben schwer.

Der Wertverlust des britischen Pfunds nach der Brexit-Entscheidung führten kurzfristig zu einer Verteuerung von Reisen mit Start in Großbritannien, für Geschäftsreisende aus Deutschland wurde es billiger. Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Brexit auf Volumen und Preisentwicklung lassen sich nach Ansicht der GBT-Experten aber nur schwer abschätzen. Auf Kurz- und Mittelstrecken prognostiziert American Express für Großbritannien Tarife, die 2017 um etwa zwei Prozent niedriger ausfallen als im letzten Jahr, auf Langstrecken werden in der vor allem von Geschäftsreisenden genutzten Business Class sogar Preissenkungen um drei Prozent erwartet.

Deutsche Geschäftsreisende müssen dagegen mit leicht steigenden Flugtarifen rechnen: auf Kurz- und Mittelstrecken um rund drei Prozent, auf Langstrecken in der Business um 1,5 Prozent.

Sechs Tipps für umweltschonende Geschäftsreisen

Bei den Hotelpreisen in erwarten die Experten kaum Veränderungen. „Die politische und wirtschaftliche Verunsicherung in Europa ebnen die Hotelnachfrage ein, obwohl die Kapazitäten an vielen Orten zu knapp sind“, heißt es im GBT-Global-Forecast. Die Spekulation, dass der schwache Pfund-Kurs dazu führen könnte, dass mehr Briten ihren Urlaub in der Heimat verbringen und dadurch die Preise für Hotelzimmer steigen könnten, teilt American Express nicht.

Das erwarten Geschäftsreisende im Hotel
Platz 10: Apple-TV    Ihre eigenen iTunes-Medien auf dem Hotelfernseher abspielen wollen ein Prozent der Geschäftsreisenden. Somit ist Apple TV, die Set-Top-Box des US-Computerriesen, für die meisten nur ein nettes Extra. Was Geschäftsleute auf Dienstreise in ihrem Hotelzimmer wünschen, hat das ApartHotel „Residenz Am Deutschen Theater“ in Berlin 150 Stammgäste gefragt. Heraus kaum folgende Liste. Quelle: ApartHotel Residenz Am Deutschen Theater
Platz 9: BüromaterialPapier, Stifte, Klammern & Co. wünschen sich drei Prozent der Geschäftsleute in Hotels. Da die meisten das nötige Büromaterial ohnehin dabei haben, ist es in der Prioritätenliste weit unten angesiedelt. Quelle: Fotolia
Platz 8: KopiererDie Möglichkeit zur Kopie im Hotelzimmer hätten gerne fünf Prozent der Befragten. Auch dies ist somit eher ein nettes Extra. Wer seinem Geschäftspartner etwa ein Dokument in die Hand drücken will, kann es ihm schließlich auch abfotografieren und per Mail senden. Quelle: Fotolia
Platz 7: Fernseher im SchlafzimmerEin Fernseher im Wohnzimmer der Business-Suite allein reicht neun Prozent der Dienstreisenden nicht: Sie wollen auch in ihrem Schlafzimmer Fernsehen schauen. Quelle: dpa
Platz 6: HosenbüglerOb Seminare, Geschäftsessen, Konferenzen oder Präsentationen: Auf Geschäftsreisen wird hauptsächlich gesessen. Um die Hose danach schnell von Knitterfalten zu befreien, wünschen sich 17 Prozent einen Hosenbügler auf ihrem Zimmer. Quelle: Fotolia
Platz 5: LaserdruckerWer noch Dokumente für einen Geschäftstermin ausdrucken möchte, kann einen Drucker gut gebrauchen. Daher geben 22 Prozent in der Umfrage an, sich einen Laserdrucker in einem Business-Zimmer zu wünschen. Quelle: dpa
Platz 4: Pinnwand oder ein Whiteboard für NotizenUm wichtige Notizen aufzuschreiben und prominent im Zimmer zu platzieren, erwarten 28 Prozent der Befragten ein Whiteboard oder zumindest eine Pinnwand in ihrem Hotelzimmer. Quelle: Fotolia

Auch in  europäischen Ländern mit stark wachsender Nachfrage, wie Irland oder Russland, dürften die Preis nur moderat steigen, in den Emiraten wiederum hält der anhaltende Bauboom in der Hotellerie die Preise für Hotelzimmer stabil, trotz starker Nachfrage.

In der Mietwagenbranche registriert GBT strukturelle Verschiebungen: „Reisende, die in Europa ein Auto buchen, entscheiden suchen zunehmend für umweltfreundliche Angebote, zum Beispiel für Hybrid- oder Elektrofahrzeuge“, heißt im Global Forecast. Die Mietwagenanbieter würden sich darauf zwar mit der Umstellung ihrer Flotten anpassen, würden aber durch die fehlende Infrastruktur gebremst. Bei den Preisen seien nur minimale Steigerungen zu erwarten: „Das wirtschaftliche Wachstum trifft auf den starken Wettbewerb unter den Mietwagen-Anbietern, weil die ihre regionalen Marktanteile ausbauen wollen.“

Starker Wettbewerb am US-Himmel

Starker Wettbewerb am US-Himmel sorgt für fallende Tarife

In Nordamerika führen Überkapazitäten und starker Wettbewerb zwischen klassischen Fluggesellschaften und Low-Cost-Carriern auf stark frequentierten Strecken im kommenden zu tendenziell eher sinkenden Tarifen, GBT prognostiziert in den USA und Kanada Preisrückgänge um knapp vier Prozent auf Kurz- und Mittelstrecken und um 2,3 Prozent auf Langstrecken in der Business. Damit der Preiswettbewerb keine zu großen Löcher in die Kassen der Fluggesellschaften reißt, versuchen die allerdings ihre Einnahmen durch höhere Zusatzentgelte auszugleichen.

Die Fluggesellschaften beweisen bei der Suche nach neuen Umsatzquellen Phantasie: Snacks und Getränke kosten ebenso extra wie Platzreservierungen im Voraus oder zusätzliches Gepäck.

Noch stärker ist der Tarifverfall in Lateinamerika. Für Brasilien haben die Experten ein Minus von vier, für Argentinien sogar von 6,5 Prozent auf Kurz- und Mittelstrecken im Vergleich zu 2016 berechnet, auf Langstrecken in der Business sind nur Preissenkungen um bis zu zwei Prozent zu erwarten. Ausschlaggebend seien Überkapazitäten, politische Turbulenzen und der Währungsverfall. Ausgenommen von dieser Entwicklung sind nur Chile und Mexiko, wo American Express wegen der guten konjunkturellen Entwicklung Preissteigerungen um bis zu ein Prozent erwartet.

Zehn clevere Tipps für die Geschäftsreise
1. Akkus checkenWer in die USA reist, sollte kontrollieren, ob die Akkus von Smartphone, Tablet oder Laptop noch ausreichend aufgeladen sind. Wer eine leere Batterie hat, wird an der Sicherheitskontrolle Probleme bekommen. Die neue Regelung wurde vergangene Woche bekannt gegeben. Die USA wollen so verhindern, dass Sprengstoff in den Geräten ist und diese als Bombe benutzt werden. Quelle: Marcel Stahn
2. Hemden packenUm Anzughemden gut zu verpacken, gibt es einige Tricks. Zum einen bleiben sie länger glatt, wenn dünnes Seidenpapier zwischen die einzelnen Hemden kommt. Auch der Kragen hält den Langstreckenflug gut aus, wenn er mit Hilfe eines gerollten Gürtels „ausgelegt“ wird. Quelle: Marcel Stahn
3. Mit Kollegen reisenFliegen Sie mit Ihrem Kollegen gemeinsam, wählen Sie den Fenster- und den Gangplatz einer Reihe aus. Oft bleibt der Sitz in der Mitte dann frei. Sollte dennoch jemand dort reserviert haben, können Sie immer noch tauschen. Quelle: dpa
4. Koffer kennzeichnenEin großer „Zerbrechlich“-Kleber am Koffer kann die Wartezeit verkürzen. Mit etwas Glück achten die Flughafenmitarbeiter darauf und packen den Koffer auf das übrige Gepäck. Der Zwischenstopp an der Gepäckausgabe ist dann entsprechend kürzer. Quelle: dapd
5. Dokumente einscannenGerade auf Geschäftsreisen kann es hektisch werden, schnell wird auf einen anderen Flug oder Zug umgebucht. Geht in der Eile etwas verloren, kann das zum Problem werden – vor allem, wenn es sich um wichtige Dokumente wie Reisepass, Visum oder Ticket handelt. Wer Stress vermeiden will, scannt die Papiere vorher ein und speichert alles auf dem Tablet. Quelle: dpa
6. Notfallplan erstellenInsbesondere wer verreist und zu Hause Familie hat, sollte einen Notfallplan erstellen. Wer passt auf die Kinder auf, wenn Partner oder Partnerin ebenfalls weg müssen oder krankheitsbedingt ausfallen. Quelle: dpa
7. Ruhezonen nutzenInsbesondere für Introvertierte können Geschäftsreisen zum Problem werden, wenn die eigenen Rückzugsorte und Ruhezonen fehlen. Mit ein paar Tricks lassen diese sich allerdings wieder einbauen. Experten raten beispielsweise dazu, beim Mittag das Dessert wegzulassen und die Zeit lieber für einen kurzen Mittagsschlaf zu nutzen. Wer es sich leisten kann, fliegt natürlich Business Class, da ist in der Regel mehr Ruhe als in der Economy Class. Quelle: obs

Hotelzimmer werden in Nord- und Lateinamerika dagegen eher etwas teurer. In den USA, wo viele neue Hotels entstanden sind, dürften die Übernachtungspreise nach GBT-Berechnungen um 3,6 Prozent steigen, in Chile wegen der positiven Wirtschaftsentwicklung um 3,5 Prozent. Höhere Übernachtungsbudgets müssen Geschäftsreisende mit Ziel Argentinien einplanen: American Express erwartet hier Preissteigerungen um fast 16 Prozent.

Mietwagen sollten sowohl in Nord- wie in Lateinamerika nicht teurer werden, prognostiziert der Global Travel Forecast. In den USA bremsen die hohen Fahrzeugbestände der Autovermieter den Preiserhöhungsspielraum, in Lateinamerika die wirtschaftlich schwache Entwicklung. Wie die Fluggesellschaften werden aber auch die Autoverleiher versuchen, ihre Zusatzentgelte anzuheben. Taxi-Unternehmen und Limousinen-Services wiederum stehen besonders unter Druck, weil Sharing-Economy-Anbieter wie UberTM und LyftTM ihr Firmenkunden-Angebot ständig ausbauen.

Das sind die häufigsten Stolpersteine für Reisende
Geschäftsreisende sind ständig unterwegs, nur leider nicht immer auf dem direkten Weg von A nach B. Schuld sind die Fluggesellschaften, das Sicherheitspersonal oder technische Pannen. Der aktuelle „Cities & Trends Report“ zeigt allerdings: Es sind nicht immer nur die anderen. Oft machen es sich die Reisenden auch selbst schwer. BCD Travel die größten Stolpersteine analysiert. Quelle: dpa
Fast 60 Prozent der Ärgernisse gehen laut BCD Travel von den Fluggesellschaften aus. Die genauere Aufschlüsselung der Rückmeldungen zeigt: Unvorhersehbare Verspätungen, verpasste Anschlussflüge und komplette Flugausfälle sind mit Abstand das nervigste Problem beim Reisen. Und kommen viel zu häufig vor. Sie machen rund zwei Drittel der den Fluggesellschaften zuzurechnenden Probleme aus. Gerade im Winter sorgen vereiste Landebahnen oft für Verspätungen. Das können wir zwar verstehen, doch aufregen tut es uns trotzdem. Quelle: dpa
Sie stehen am Kofferband und warten auf Ihr Gepäck. Und warten. Und warten. Blöd gelaufen: Ihr Koffer mitsamt der wichtigen Unterlagen, die Sie vor dem nächsten Meeting noch durchsehen wollten, ist entweder noch in London oder schon auf dem Weg zum Ballermann. Auf jeden Fall hat er es nicht mit Ihnen bis nach Frankfurt geschafft. Bei immerhin 14 Prozent der den Fluggesellschaften zuzurechnenden Problemen handelt es sich um beschädigtes oder verlorengegangenes Gepäck. Quelle: dpa
Die verstellte Rücklehne des Vordermanns, viel zu geschwätzige Sitznachbarn, kreischende Kinder und unbequeme Sitze – Fliegen ist kein Zuckerschlecken. Wer das nötige Kleingeld (oder einen spendablen Arbeitgeber) hat, kann diesen Problemen leicht aus dem Weg gehen, indem er einen Platz in der ersten Klasse bucht. Blöd nur, wenn es zu einer ungewollten Umbuchung kommt und man sich plötzlich doch wieder mit den Reise-Alltagsquerelen rumschlagen muss. Quelle: REUTERS
Auch wer auf einen Mietwagen zurückgreift, muss sich auf Probleme einstellen: Am häufigsten ärgern sich die Befragten über Pannen mit dem Leihauto, Fehler bei der Abrechnung und nicht verfügbare Modelle. Darauf folgen Zeitverlust und Schwierigkeiten mit der Fahrzeuglieferung. So gab ein Reisender an, weder die Station noch das Auto vorgefunden zu haben, als er seinen online gebuchten Mietwagen abholen wollte. Die Erklärung: Der Betreiber hatte versäumt auf seiner Homepage anzugeben, dass die Station bereits seit längerem geschlossen war. Insgesamt sind die Mietwagenanbieter laut Studie für acht Prozent der Probleme verantwortlich. Quelle: dpa
Wenn man am Zielflughafen gelandet ist, hat man das Schlimmste bereits hinter sich. Das bedeutet allerdings nicht, dass nichts mehr schief gehen kann. Sechs Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Reise durch das Hotel problematisch wurde. Denkbar sind hier viele Ärgernisse: Schimmel an den Wänden, nervige Baustellen oder Rezeptionen, die Zimmer doppelt vergeben. Reisende haben ihren Trip erst dann problemlos überstanden, wenn sie wieder in ihrem eigenen Bett liegen. Quelle: dpa
Manchmal ist es auch eine höhere Gewalt, die einem einen Strich durch die Rechnung macht. Nicht zuletzt verhageln durch widrige Wetterbedingungen annullierte oder verspätete Flüge die Geschäftsreise (drei Prozent). Quelle: REUTERS

Stabile Flugtarife in Asien/Pazifik, Hotelzimmer etwas teurer

Die Flugpreise in der Region Asien/Pazifik werden sich 2017 gegenüber dem Vorjahr kaum ändern, nur auf einigen Kurz- und Mittelstrecken und in der Business Class sind moderate Tariferhöhungen um maximal 1,5 Prozent zu erwarten, heißt es im GBT-Global-Forecast. Überkapazitäten sorgen trotz steigender Nachfrage für Stabilität. Potenzieller Preistreiber ist die wachsende Mittelklasse in China und Indien, wo sich immer mehr Menschen einen oder mehrere Urlaube im Jahr leisten können. Indien hat inzwischen China als das am schnellsten wachsende Land der Region abgelöst.

„2017 dürfte die Kapazitätsentwicklung mit der wachsenden Nachfrage gerade noch Schritt halten“, glauben die GBT-Experten.

Zehn Tipps zum cleveren Kofferpacken
Man muss nicht immer alles falten. Eine platzsparende und faltenfreie Alternative ist das Aufrollen. Diese Methode eignet sich für alle weichen Kleidungsstücke, wie T-Shirts, Hosen und Hemden. Quelle: Marcel Stahn
Ein praktisches Hilfsmittel, um die Form des Hemdkragens zu erhalten, ist der Gürtel. Diesen einfach zusammenrollen und im Kragen platzieren. Das verhindert ebenso das lose Rumfliegen des Gürtels im Koffer. Quelle: Marcel Stahn
Das Jackett lässt sich während der Geschäftsreise nur schwierig auf die Schnelle reinigen. Deswegen lieber vorsorgen und Flusen und Flecken umgehen. Hierzu die Schulterpolster auf links drehen und die Außenseite das Jacketts nach Innen falten. Quelle: Marcel Stahn
Damit Ihr Shampoo nicht ausläuft, einfach ein Stück Frischhaltefolie zwischen Kosmetikflasche und Deckel platzieren. Quelle: Marcel Stahn
Die Flügelklammer bietet eine gute Möglichkeit um Schäden durch den Rasierer zu vermeiden. Die Klinge einfach mit der Klammer umschließen und so Kleidung und Elektrogeräte vor Kratzern schützen. Quelle: Marcel Stahn
Die in verschiedenen Größen erhältlichen Flügelklammern eignen sich außerdem sehr gut dazu, nervigen Kabelsalat zu vermeiden. Um den Überblick über sämtliche USB-Sticks, Ladekabel und so weiter zu behalten ist es ratsam diese in einer Box, zum Beispiel einem Brillenetui, zu verstauen. Quelle: Marcel Stahn
Sollten Sie den Ladestecker des Handys oder Tablets doch einmal vergessen, überprüfen Sie den Fernseher im Hotelzimmer. Die meisten Geräte verfügen über einen USB-Anschluss, der das Aufladen ermöglicht. Quelle: Marcel Stahn

Die Hotellerie der Region kann sich im neuen Jahr über steigende Zimmerpreise freuen, allerdings mit starken Unterschieden je nach Land. In Indien, Japan und Australien erwartet American Express Preissteigerungen um drei Prozent, in China und Singapur nur um ein bis 1,5 Prozent. Hauptursache sind wiederum die wachsende chinesische Mittelklasse und die gute Konjunkturentwicklung in Indien. Unabhängig von der Gesamtentwicklung müssen Reisende mit Ziel Sydney oder Tokio mit steigenden Zimmerpreisen rechnen, weil dort kaum neue Kapazitäten entstanden sind.

Wie in Europa und den USA spüren die Mietwagenunternehmen in vielen Ländern der Region Asien/Pazifik die wachsende Konkurrenz der Sharing-Economy-Anbieter: Vor allem in Indien und China gewinnen regionale Neugründungen wie internationale Anbieter aus diesen Segment Marktanteile. In Australien, dem größten Mietwagenmarkt der Region, sind Preisveränderungen eher unwahrscheinlich: „Die steigende Nachfrage von Besuchern, die vom schwachen australischen Dollar partizipieren, gleichen die konjunkturellen Schwächen aus.“

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