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Gewinnrückgang Amazon zahlt für rasantes Wachstum

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Ostdeutschland: Post bekommt Konkurrenz

Die 10 größten Onlinehändler in Deutschland
Apple Quelle: AP
Alternate.de Quelle: Screenshot
Platz 8: Conrad.de Quelle: Screenshot
Tchibo.de Quelle: dpa
Platz 6: Bonprix.de Quelle: Screenshot
Cyberport.de Quelle: Screenshot
Platz 4: Notebooksbilliger.de Quelle: Screenshot

Für die Deutsche Post gibt es hingegen eine unangenehme Neuerung beim Online-Versandhandel. In den ostdeutschen Bundesländern hat Amazon eine Kooperation mit Pin Mail angekündigt. Damit verliert der Branchenführer zumindest dort einen Teil des Geschäft mit einem seiner großen Kunden.

Bisher versendet Amazon seine Briefe und Pakete in Deutschland fast ausschließlich über die Deutsche Post. Der Umsatz wird auf ein bis zwei Millionen Euro jährlich geschätzt. Sollten die Tests im Osten Deutschlands also erfolgreich sein, drohen der Post Verluste. Im Amazon-Heimatland USA macht das Unternehmen dem örtlichen Branchenführer bereits Konkurrenz: Anstatt seine Pakete vom U.S. Postal Service liefern zu lassen, hat Amazon hier bereits eigene Paketstationen.

Amazons Kindle in Deutschland verfrüht
Das wichtigste Amazon-Produkt überhaupt: der E-Book-Reader Kindle, der seit 2007 in verschiedenen Versionen auf den weltweiten Markt gebracht wurden. Erst vor einer Woche überraschte Amazon damit, dass das Unternehmen das neue Modell des E-Book-Readers Kindle im europäischen Raum eine Woche früher als geplant an den Start gehen ließ. Am 20. April hieß es, der neue Kindle Touch und der Kindle Touch 3G werden von sofort an in Deutschland, Österreich und Luxemburg ausgeliefert. Ursprünglich war der Start für den 27. April geplant.

„Europa holt bei der Verbreitung digitaler Bücher schnell zum US-Markt auf“, sagte Amazons europäischer Manager für Kindle-Inhalte, Gordon Willoughby. Der Wechsel zu E-Readern bringe die Menschen in verschiedenen Ländern dazu, mehr Bücher zu kaufen, so Willoughby. „Schon 2010 stellten wir in den USA fest, dass Leser nach dem Kauf eines Kindle drei Mal mehr Bücher erwarben als vorher. In Großbritannien erreichten wir diese Zahl 15 Monate nach dem Start des dortigen Kindle-Stores, in Deutschland bereits nach sechs Monaten.“

Die Chancen für mehr E-Book-Verkäufe auf dem deutschen Markt scheinen generell gut zu sein: Fast jeder vierte Buchinteressierte in Deutschland hat einer aktuellen Umfrage zufolge schon einmal ein elektronisches Buch genutzt. 14 Prozent der Menschen, die ab und an ein Buch kaufen oder lesen, kauften im vergangenen Jahr mindestens ein E-Book, heißt es in einer Studie der Universität Hamburg.

Dies lässt sich auch am Beispiel des Online-Händlers belegen: Für Amazon hat sich der Tablet-Computer seit der Eröffnung des hauseigenen Kindle-Shops vor einem Jahr zum meistverkauften Produkt auf der deutschen Plattform entwickelt, heißt es beim Unternehmen. Konkrete Absatzzahlen dazu gibt es aber nicht.

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