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Gründer des TikTok-Eigners ByteDance tritt zurück Zhang Yiming hat kein Interesse „Menschen wirklich zu führen“

Unter Zhang hat sich das neun Jahre alte ByteDance zu einem Technologiegiganten entwickelt, der inzwischen weltweit mehr als 100.000 Mitarbeiter zählt. Quelle: REUTERS

Mit einem ungewöhnlichen Verweis auf fehlende Managerqualitäten ist der Gründer des chinesischen TikTok-Eigners ByteDance zurückgetreten. Er sei „nicht sehr gesellig“ und bevorzuge einsame Tätigkeiten.

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Der Gründer des chinesischen TikTok-Eigners ByteDance tritt mit dem ungewöhnlichen Verweis auf fehlende Managerqualitäten zurück. Zhang Yiming teilte seinen Mitarbeitern in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben mit, dass er sich stärker für Organisationsfragen und -Theorien interessiere, als „Menschen wirklich zu führen“. Zudem sei er „nicht sehr gesellig“ und bevorzuge einsame Tätigkeiten wie Lesen, Musikhören und online sein.

Der 38-Jährige will den Posten gegen Jahresende an seinen Freund, langjährigen Kollegen und früheren Mitbewohner Liang Rubo übergeben. Unter Zhang hat sich das neun Jahre alte ByteDance zu einem Technologiegiganten entwickelt, der inzwischen weltweit mehr als 100.000 Mitarbeiter zählt und mit dem sozialen Netzwerk TikTok und der chinesischen Version Douyin die Form der Kommunikation – vor allem von Jugendlichen – stark bestimmt.

Sein Rückzug auf einen noch nicht genauer benannten „Strategie-Schlüsselposten“ fällt in eine Zeit, in der die chinesische Regierung die Zügel enger anzieht und die Technologiefirmen stärker überwacht. Erst im April hatte ByteDance Pläne für einen Börsengang gestoppt.

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Unklar ist, wie der inzwischen zu den fünf reichsten Chinesen gehörende Manager mit seinen Stimmrechten nach dem Führungswechsel verfährt. Aktuell gehören ihm zwischen 20 und 30 Prozent an Bytedance und er verfügt über mehr als die Hälfte der Stimmrechte. In der Schwebe ist auch die Zukunft von TikTok in den USA, wo der frühere US-Präsident Donald Trump den Verkauf der amerikanischen Aktivitäten erzwingen wollte und schon Oracle und Walmart als Käufer benannt wurden.

Mehr zum Thema: Datenschutzskandale, Donald Trump und wütende Eltern: Das Netzwerk TikTok hat schon einiges an Ärger überstanden. Jetzt entdecken Firmen die App für Marketingzwecke. Das kann sich lohnen – oder im Shitstorm enden.

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