"Grüne Hölle Rock" Rockfestival wechselt nach Schalke

Jetzt ist es offiziell bestätigt: "Grüne Hölle Rock" am Nürburgring war einmal - das Festival geht unter neuem Namen als "Rock im Revier" nach Gelsenkirchen.

Aus am Nürburgring:

Ausgerechnet im Jubiläumsjahr geht das Traditionsfestival „Rock am Ring“ nicht an seinem angestammten Ort über die Bühne. An der Eifel-Rennstrecke Nürburgring sollte es ein neues Festival geben - doch auch daraus wird nichts. Jetzt freut sich das Ruhrgebiet: Das Festival „Grüne Hölle Rock“ wechselt als „Rock im Revier“ nach Schalke. Das teilte der Konzertveranstalter Deag am Donnerstag mit. Bereits zu Beginn der Woche hatten Insider gegenüber der WirtschaftsWoche bestätigt, dass sich die Verlegung des Veranstaltungsorts andeutet.

Dies ist ein neuer Rückschlag für den Nürburgring. Eigentlich sollte das Festival vom 29. bis 31. Mai an der Eifelrennstrecke steigen - als Ersatz für „Rock am Ring“, das ins nahe Mendig gezogen ist und kurze Zeit später über die Bühne gehen wird. Der Nürburgring hat in diesem Jahr bereits die Formel 1 verloren.

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Der Grund des Weggangs vom Nürburgring zur Veltins-Arena in Gelsenkirchen-Schalke ist ein Kostenstreit zwischen dem Rennstreckenbetreiber Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) und der Deag. Der Konzertveranstalter wirft der CNG Vertragsbruch vor: Sie habe sich nicht an den bisherigen Kosten etwa für Künstlergagen und Werbung beteiligt. Mit dem Nürburgring war ein Fünf-Jahres-Vertrag ausgemacht. Der CNG zufolge war der Ticketverkauf am Ring hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

„Ganz Schalke 04 und die Region werden das Revier in der Veltins-Arena rocken“, wird FC Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies von der Konzertagentur zitiert. Deag-Vorstandschef Peter Schwenkow zeigte sich erfreut: Die Fans hätten nun die Chance auf ein Rockspektakel mitten im Ruhrgebiet. Erwartet werden dort unter anderem die Bands Metallica, Muse und Kiss. Die Arena in Gelsenkirchen-Schalke habe eine lange Rocktradition und die Infrastruktur biete ideale Bedingungen - inklusive Zeltplatz, erklärte der Konzertveranstalter.

Alle Karten für „Der Ring - Grüne Hölle Rock“ gelten laut Deag für „Rock im Revier“ im Innenraum. Fans könnten ihre Karten auch für das Festival „Rockavaria“ in München umtauschen oder dort zurückgeben, wo sie gekauft wurden.

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