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Hamburg-Köln-Express Erfolgreicher Start des Bahn-Wettbewerbers

Exklusiv

Der Start des Hamburg–Köln-Express (HKX), der seit fünf Wochen auf der Schiene mit der Deutschen Bahn konkurriert, ist geglückt.

Die Jungfernfahrt des HKX
Hochmodern ist anders, aber dennoch will der Bahn-Konkurrent „Hamburg-Köln-Express“ (HKX) besten Service bieten. Die Deutsche Bahn hat seit Juli 2012 einen neuen Konkurrenten im Fernverkehr ... Quelle: dpa
Auch für die Zugbegleiterinnen war es eine Premiere. Der Zug des Bahn-Konkurrenten HKX fährt unter anderem über Münster, Gelsenkirchen und Essen, hält aber nicht in Bremen. Quelle: dpa
Die Jungfernfahrt: Zugbegleiter Jean Pierre Knopp pfeift zur Abfahrt des ersten Zugs ... Quelle: dpa
Der „Hamburg-Köln-Express“ (HKX) startete um 6.35 Uhr von Hamburg-Altona nach Köln. Zurück ging es von Köln um 12.01 Uhr. Quelle: dpa
Große Hektik gab es nicht für die Passagiere - und auch keine „Jagd“ auf freie Plätze: Jeder Fahrgast hat eine Sitzplatzreservierung. Quelle: dpa
Der Charme früherer Tage: Der HKX fährt mit Intercity-Wagen der Ersten Klasse aus den 70er-Jahren täglich mindestens einmal zwischen beiden Großstädten hin und her. Quelle: dpa
Die HKX-Betreiber werben mit „Fahrzeiten so schnell wie der IC“ und günstigen Preisen. Die Fahrkarten werden über das Internet verkauft. Zum Start kostet die einfache Fahrt inklusive Reservierung zwischen 20 und 60 Euro. Quelle: dpa

Der Start des Hamburg–Köln-Express (HKX), der seit fünf Wochen auf der Schiene mit der Deutschen Bahn konkurriert, ist geglückt: „Die durchschnittliche Auslastung der Züge hat sich inzwischen bei 70 bis 80 Prozent eingependelt“, sagte HKX-Chefin Eva Kreienkamp der WirtschaftsWoche. „Wir sind damit sehr zufrieden.“ Zudem laufe der Betrieb stabil. Mehr als 80 Prozent der Züge kamen pünktlich oder mit einer leichten Verspätung von maximal sechs Minuten am Ziel an. Das entspricht der Pünktlichkeit der Deutschen Bahn im Fernverkehr.

Auch mit dem Umsatz „sind wir ganz zufrieden“, sagte Kreienkamp, räumte aber ein: „Die hohe Auslastung der Züge haben wir uns auch durch niedrige Preise erarbeitet.“ Im Schnitt sollen die Preise daher leicht steigen. Wer früh bucht, zahlt weiterhin weniger. Je voller die Züge, je später die Buchung, desto teurer wird es. Die Buchungslage sei konstant. Kunden buchen im Internet laut Kreienkamp schon Tickets für November.

Billiganbieter lockt junge Leute

HKX fährt ein- bis dreimal täglich zwischen Hamburg und Köln. Das Unternehmen, hinter dem ein amerikanischer Investor steckt, nutzt zurzeit unter anderem Rheingoldzüge aus den Siebzigerjahren. Ein Ticket für eine Fahrt von Köln nach Hamburg kostet zwischen 20 und 60 Euro. Der Billiganbieter lockt so besonders junge Leute, die bislang Mitfahrzentralen genutzt haben. „Unser Angebot erreicht eine neue Klientel, die das Bahnfahren nun als Alternative zum Autofahren kennenlernt“, sagt Unternehmenschefin Kreienkamp. Die Kunst bestehe darin, „die Kunden an HKX zu binden“.

Auch die Allianz pro Schiene, der 100 Unternehmen der Bahnbranche angehören, bewertet den Start des HKX als gelungen. „Die Resonanz der Fahrgäste ist positiv“, sagte Vorstand Karl-Peter Naumann der WirtschaftsWoche. „Das Angebot ist eine echte Alternative zur Deutschen Bahn.“

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