Hapag-Lloyd Containerreederei nimmt Kurs auf die Börse

Die Containerreederei Hapag-Lloyd will noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse. Von dem Gang aufs Parkett erwartet die Gesellschaft Bruttoerlöse von 500 Millionen Dollar.

Das Hapag-Lloyd-Containerschiff

Die Containerreederei Hapag-Lloyd strebt noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse. Von dem Gang aufs Parkett erwartet die Gesellschaft Bruttoerlöse von 500 Millionen Dollar (rund 450 Millionen Euro). 400 Millionen Dollar würden dabei aus dem Verkauf neu ausgegebener Aktien an institutionelle Investoren und Privatanleger stammen, teilte Hapag-Lloyd am Montag mit.

Darüber hinaus beteiligten sich die Ankeraktionäre Kühne Maritime und Compania Sud Americana de Vapores (CSAV) mit 100 Millionen Dollar am Börsengang, indem diese jeweils Aktien im Wert von 50 Millionen Dollar zeichnen. Die Einnahmen aus dem Börsengang will Hapag-Lloyd für weitere Investitionen in Schiffe und Container verwenden. Zudem solle die Kapitalstruktur, das langfristige Wachstum sowie die Profitabilität gestärkt werden.

Der letzte Anlauf von Hapag-Lloyd an die Börse war 2011 nach der Explosion des Atomreaktors im japanischen Fukushima abgesagt worden. Größter Aktionär der Reederei mit etwa 200 Schiffen und einem Umsatz von neun Milliarden Euro ist der chilenische Partner CSAV mit 34 Prozent, gefolgt von der Stadt Hamburg mit 23 Prozent und dem Unternehmer Klaus-Michael Kühne (Kühne & Nagel ) mit 21 Prozent.

Der Reisekonzern TUI hält knapp 14 Prozent. Das Angebot wird den Angaben zufolge auch weitere Aktien aus dem Bestand von TUI sowie eine übliche Mehrzuteilungsoption enthalten.

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