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Hermes, DPD und GLS stellen Paketbox vor Wohin mit unseren Paketen?

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Deutschlandweit 2.750 Packstationen

Noch einfacher macht es sich die Post mit ihrer Packstation. Acht Millionen Menschen – also etwa jeder zehnte Deutsche – hat sich nach Angaben des Bonner Konzerns bereits für die Benutzung großen Schließfachsysteme registriert,  an die sich Kunden einfach ihre Sendungen liefern lassen können. 2750 der Automaten hat die Post mittlerweile auf Supermarktparkplätzen oder an Bahnhöfen in ganz Deutschland errichtet. Damit haben mittlerweile 1600 Städte eine Packstation, an die sich die Kunden Sendungen liefern lassen können.

Deutschland ist Logistik-Weltmeister
Platz zehn: JapanDie Weltbank hat rund 6000 Logistikunternehmen rund um den Globus befragt, wie ihre Erfahrungen mit der Zollabfertigung, der Nachverfolgung von Paketen und der Pünktlichkeit von Dienstleistern in verschiedenen Ländern sind. Die Unternehmen konnten in den Kategorien Zollabfertigung, Handels- und Transportinfrastruktur, Lieferungen, Zufriedenheit mit regionalen Logistikunternehmen, Pünktlichkeit und Transparenz Punkte von eins bis fünf vergeben. Daraus ergibt sich der Logistics Performance Index (LPI).Japan liegt mit einem LPI von durchschnittlich 3,91 auf Rang zehn. Am höchsten ist die Einzelwertung Japans in der Kategorie Pünktlichkeit mit 4,24 von fünf möglichen Punkten. Quelle: AP
Platz neun: USAMit nur 0,01 Punkten mehr ziehen die USA im Logistik-Ranking an Japan vorbei: 3,92 Punkte vergaben die befragten Logistiker an Amerika. Die höchste Punktzahl gab es für die Qualität der Handels- und Transportinfrastruktur (4,18 Punkte), am schlechtesten bewertet wurde das Arrangieren von Lieferungen zu arrangieren (3,45 Punkte). Quelle: REUTERS
Platz acht: LuxemburgAn Luxemburg gingen je 3,82 Punkte für die Effizienz der Zollabfertigung und das problemlose Arrangieren von Lieferungen, 3,91 Punkte für die Qualität der Infrastruktur an sich, 3,78 Punkte für die Qualität der regionalen Logistikdienstleister, 3,68 Punkte für die Nachverfolgung von Sendungen und 4,71 Punkte für die Pünktlichkeit. Insgesamt erreicht Luxemburg 3,95 von fünf Punkten. Quelle: dpa
Platz sieben: NorwegenNorwegen tat sich insbesondere bei der Qualität der Zollabfertigung mit 4,21 Punkten hervor. Insgesamt ergatterte Norwegen mit 3,96 Punkten Platz sieben - im Jahr 2012 belegte das skandinavische Land noch Rang 22. Quelle: AP
Platz sechs: SchwedenAuch Schwedens Logistik kann sich sehen lassen. Bestnoten gab es für die Pünktlichkeit (4,26 Punkte). Insgesamt erzielte Schweden eine LPI von 3,96 Punkten. Quelle: AP
Platz fünf: Singapur Singapur hat sich gegenüber dem Logistik-Ranking der Weltbank aus dem Jahre 2012 verschlechtert. Vor zwei Jahren belegte Singapur noch Platz eins, heute reicht es mit einem LPI von vier von fünf möglichen Punkten nur noch für Platz fünf. Die beste Wertung bekam Singapur mit 4,28 Punkten übrigens für die Qualität der Handels- und Transportinfrastruktur. Quelle: dpa
Patz vier: GroßbritannienInsgesamt gingen 4,01 Punkte an das Vereinigte Königreich. Im einzelnen bekam England folgende Punkte: Qualität der Zollabfertigung: 3,94 Qualität der allgemeinen Infrastruktur: 4,16 Qualität von Logistikdiensten: 4,03 Sendungsnachverfolgung: 4,08 Pünktlichkeit: 4,33 Quelle: REUTERS

Auch in anderen Ländern testen Anbieter die Packstation. Doch so erfolgreich wie in Deutschland sind die zentralen Abholstationen dort noch lange nicht, sagt Experte Oliver Lierow. In vielen Ländern gibt es Sicherheitsbedenken – schließlich könnte sich in einem der Paket auch eine Bombe verbergen. Doch noch größer sind die wirtschaftlichen Hindernisse: „Angebote wie die Packstation sind nicht immer profitabel“, sagt Lierow. „Zum einen wegen den Kosten für die Aufstellung, das System und die Überwachung. Aber auch, weil viele Kunden ihre Pakete nicht schnell genug abholen.“ Dann versperren die Sendungen die Fächer tagelang, ohne dass die Paketboten neue dort ablagern können. Die Kunden müssen dann trotz ihrer Anmeldung bei der Packstation wieder bis zur nächsten Filiale fahren.

Was die Post mit ihrer Strategie 2020 erreichen will

Um solche Probleme zu vermeiden, wollen die Paketdienste die Zeiten besser abpassen, in denen die Kunden auch zuhause sind. Deshalb sind viele Paketfahrer mittlerweile auch am Samstag unterwegs. Und wochentags können Kunden ihre Lieferungen per App umleiten oder bestimmte Zeitfenster angeben, in denen sie ihr Paket erhalten wollen. Der Paketdienst DPD, eine Tochter der französischen La Poste, verspricht zum Beispiel, den Zeitpunkt der Zustellung auf eine halbe Stunde genau eingrenzen zu können. Und der Hamburger Konkurrent Hermes, die Logistik-Sparte des Versandhandelsriesen Otto, testet die Zustellung am selben Tag.

Zustellung zwei Stunden nach Bestellung

Noch schneller ist der Onlineriese Amazon: In den USA wirbt Amazon gerade Privatleute an, die für den Onlineriesen Pakete ausliefern sollen. Wie schon der Taxi-Dienst Uber setzt Amazon dabei auf eine App, mit der die Fahrer die nächsten Aufträge einsehen können. Dann holen die Zusteller mit ihren eigenen Autos die Sendungen am nächsten Amazon-Lager ab und bringen sie in die umliegenden Großstädte. Zwei bis drei Stunden nach der Bestellung können die Kunden dann ihre Pakete in Empfang nehmen.

Wie Drohnen die Wirtschaft verändern
Medikamente per DHL PaketkopterErst im November 2014 hat die Deutsche Post DHL eine Testphase mit Paketdrohnen beendet. Den allerersten Testflug absolvierte der „DHL-Paketkopter“ von einer Apotheke in Bonn zur Konzernzentrale auf der anderen Rheinseite. Anschließend kam eine DHL-Paketdrohne zum Einsatz, die die Notfallversorgung einer Inselapotheke auf Juist sicher stellen sollte. Das hat aus Sicht der Deutschen Post im Alltagsbetrieb gut funktioniert. Die ersten Versuchsflüge des Paketkopters vom Festland zur Insel Juist und zurück waren nach Angaben des Unternehmens erfolgreich. 20 Flüge seien störungsfrei verlaufen, sagte der DHL-Paketchef für Deutschland und Europa, Andrej Busch. Das unbemannte Fluggerät habe auch bei Dunkelheit, Regen und Nebel funktioniert und Medikamente transportiert. Auch Amazon, UPS und Google testen in den USA die Paketzustellung per Minihubschrauber. Quelle: Deutsche Post DHL
Drohnen in der LandwirtschaftAktuell wird vor allem in den USA intensiv über den Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft diskutiert. Luft- oder Satellitenaufnahmen des Pflanzenbestandes zu machen, war bisher teuer. Mit dem Einsatz einer Drohne könnten die Landwirte viel Geld sparen. Denn statt einer ganzen Mannschaft bedürfte es nur einer Person, die die Drohne in die Luft bringt und sie am Ende wieder einsammelt. Per Wärmebildkamera ließen sich kranke Pflanzen im Bestand frühzeitig erkennen. Das Unternehmen " Precision Hawk" bietet derartige Datensammlungen aus der Luft bereits an. Quelle: dpa
Luftaufnahmen ohne viel AufwandOb beim „Tatort“, „Alarm für Cobra 11“ oder Michael „Bully“ Herbigs neuem Kinofilm „Buddy“: Drohnen kommen zunehmend für Filmaufnahmen zum Einsatz. Wo früher Kräne klobige Filmkameras über den Drehort schwenkten oder Filmteams einen Hubschrauber besteigen mussten, machen heute zunehmend Kamera-Drohnen hochauflösende Aufnahmen aus der Luft. Quelle: dpa
Schnelle Lieferung mit „Amazon Prime Air“Wer seine Bestellung beim Online-Shop Amazon besonders dringend haben will, soll sie innerhalb der nächsten fünf Jahre über eine Drohne erhalten können.  In einem Unternehmensfilm zeigte Amazon Anfang  Dezember, wie der Schnelllieferdienst „Amazon Prime Air“ funktionieren soll.  Dabei sollen Kunden nur 30 Minuten auf ihre Bestellung warten müssen. Der Service sei betriebsbereit, heißt es aus dem Unternehmen. Es fehle noch die Genehmigung der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration. Quelle: AP
Künstliche DNA an Stromleitungen anbringenImmer wieder fallen Stromleitungen Kupferdieben zum Opfer. Im Kampf gegen Kupferdiebe setzt die Deutsche Telekom zunehmend auf künstliche DNA, um die Kabel zu markieren. Das soll sie unverkäuflich machen. Für die Markierung setzt die Telekom Drohnen ein, wie dieses Foto  vom Juni in Berlin zeigt. Quelle: dpa
Den Transport in Afrika verbessernDer Packesel soll fliegen lernen, finden die Forscher von Afrotech. Die Forschungseinrichtung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne will den in Afrika weit verbreiteten Esel als Transportmittel durch Drohnen ersetzen. So wollen die Schweizer den Wohlstand in Afrika ankurbeln, dessen Verbreitung bisher auch am beschwerlichen Transport scheitert . Denn ein Bauer, der seine Ernte verkaufen will, und kein Auto besitzt, kommt in den Weiten des Kontinents nicht weit. Mit „The Flying Donkey Challenge“ haben die Schweizer einen Wettbewerb gestartet, in dem Tüftler eine Drohne entwickeln sollen, die bis zu 60 Kilogramm über lange Strecken befördern kann. Ein ähnliches Projekt ist Matternet, das ebenfalls Entwicklungsländer mit Drohnen versorgen will. Quelle: AP
Wie Drohnen die Pizzaboten ersetzenEine düstere Zukunft für Pizzaboten: Pizzen, Döner, Tacos und Burritos – all diese Speisen könnten künftig Drohnen ausliefern. Im Juni hat die Schnellrestaurantkette Domino’s Pizza in Großbritannien ihren ersten Drohnen-Testflug mit einer Pizza absolviert. Im März 2012 kündigten die Macher von „TacoCopter“ an, in den USA einen Lieferdienst für Tacos starten zu wollen. Dahinter steckt jedoch vermutlich ein PR-Gag. Konkreter ist die  Tüftler-Gruppe „Darwin Aeropsace“, die im Dezember 2012 Pläne für einen sogenannten „Burrito Bomber“ veröffentlicht hat. Wie die Burrito-Lieferung per Drohne funktionieren soll, ist öffentlich einsehbar, sodass jeder seinen eigenen „Burrito Bomber“ bauen kann. Im August 2012 haben sich Unternehmer, Ingenieure und Designer in Freiburg zusammen getan, um den sogenannten „DönerCopter“ auf die Beine zu stellen, der unbemannt Kebap ausliefern soll. Quelle: Screenshot

Amazon Flex nennt der Onlineriese die Idee, durch die der Konzern Millionen sparen will. Weder um Fahrzeuge noch um Sozialverträge muss Amazon sich kümmern, weil die Fahrer selbstständig arbeiten. Dafür verspricht der Handelsgigant flexible Arbeitszeiten und einen Stundenlohn von 18 bis 25 Dollar. „Das ist für Amazon nicht teurer, als einen Paketdienst zu beauftragen. Und dafür sind die Flex-Fahrer viel schneller – im Prinzip zu jeder Tages- und Nachtzeit“, sagt Oliver Wyman-Experte Lierow.

Amazon wird damit vom wichtigsten Kunden zum Konkurrenten der Paketdienste. Der Onlineriese hat bereits bewiesen, dass seine Absichten ernst sind. In China, Indien, aber auch in Großbritannien hat Amazon bereits eigene Fahrer. Gleichzeitig experimentiert Amazon wie auch DHL mit Drohnen, die in Zukunft die Zustellung in abgelegenen Gebieten übernehmen könnten.

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Auch Lebensmittel liefert der Onlineriese mit seinem Service Amazon Fresh bereits aus. Experten vermuten, dass der Dienst noch dieses Jahr in Deutschland startet – vielleicht mit Fahrern, die Amazon über sein Flex-Programm anwirbt. „Das macht auch in Deutschland Sinn, Amazon hat seine Lager hier sehr regional aufgestellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Amazon das Flex-Programm hier noch vor Weihnachten startet.“

Für die Paketdienste ist das ein zusätzlicher Ansporn, die Zustellung schnell zu verbessern. Sonst könnte es sein, dass Amazon die Logistiker noch auf den letzten Metern des Wettlaufs überholt.

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