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Hotelier Rocco Forte Gratwanderung zwischen Design und Funktion

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Keine Namensschilder

Die exklusivsten Fünf-Sterne Hotels
Mandarin Oriental, New YorkDas Hotel sitzt zwischen der 38. und 54. Etage im Time Warner Center. Für viele Besucher dürfte der Ausblick auf Manhatten, den Hudson Fluss und den Central Park atemberaubend sein. Die Dekoration ist asiatisch, auch das Restaurant. Die Hotelkette der oberen Klasse verfügt zudem ein High-Tech-Entertainment System in allen Zimmern. Wer sich die 800 Quadratmeter Presidential Suite leisten kann, der darf ganz für sich allein ein Wohnzimmer, ein Esszimmer, Gourmetküche und ein Studio beanspruchen. (Quelle: Forbes Travel Guide 2013) Quelle: AP
The Peninsula, Hong Kong Die Hoteleinrichtung, von den Einheimischen nur "The Pen" genannt, wurde 1928 gebaut, und bietet den Gästen klassische englische Tee-Rituale und französische Küche an. Bei der Dekoration ist die Mischung aus Europa und Asien stets sichtbar. Die Zimmer sind modern: Flachbildschirme und Wlan gehören zur Ausstattung. Quelle: AP
China World Summit Wing, Beijing Es ist das einzige Fünf-Sterne-Hotel in der chinesischen Hauptstadt, den der Forbes Travel Guide auflistet. Das Hotel sitzt an der Spitze des China World Tower. Die Zimmer verfügen über den größten Luxus in Beijing, inklusive persönlichen Service. Vier Restaurants und drei Bars runden das Angebot ab. Quelle: Presse
Grand Del Mar, San DiegoMan kann hier Golf spielen oder einfach nur den Anblick des Anwesens im mediterranen Stil genießen. Das Fünf-Sterne-Hotel liegt außerhalb von San Diego und bietet vier Swimmingpools an, in den Zimmern gibt es Federbetten und Flachbildschirme. Ein besonderes Bonbon für Familien: Beim Explorer's Club können Eltern ihre Kinder vom Personal betreuen lassen. Quelle: Presse
ARIA Resort & Casino, Las VegasDas Aria Ressort & Casino hat seinen Sitzt im CityCenter Komplex. Ist man hier Gast, wird man am Flughafen mit einer Limousine abgeholt und direkt in die private Lobby gefahren. Dort wartet ein Willkommensdrink. Der Zimmerservice soll zum besten der Stadt gehören - egal ob man die Suite, ein Doppel- oder ein Einzelzimmer bewohnt. Quelle: Presse
Capella SingaporeDer Stadtstaat gehörte einst zum British Empire. Die architektonischen Spuren sind heute noch sichtbar. Zum Beispiel bei diesem Gästehaus. In der Vergangenheit ein Bungalow fürs Militär, ist das Capella nun ein modernes Fünf-Sterne-Hotel. Die Zimmer sind weiträumig, mit neutralen Tönen und dunklem Holz dekoriert. Das Essen: chinesisch. Doch es gibt auch Tee, gleich in 30 verschiedenen Sorten. Quelle: Presse
The St. Regis Hotel, New YorkShopping-Liebhaber werden diese Hotel mögen - die Fifth Avenue, Henri Bendel und die De Beers Boutique sind gleich um die Ecke. Das Gebäude ist allein schon eine Attraktion: 1904 wurde das Hotel im klassischen Stil errichtet - und 2006 für 100 Millionen US-Dollar renoviert. Die Lobby besteht aus italienischen Marmor, von der blauen Decke hängen Kronleuchter. Klassisch ist auch die Einrichtung: Seide an der Wand und antike Möbel im Zimmer. In jeder Etage steht ein 24-Stunden Zimmerservice bereit. Quelle: Presse

Reisen Sie eigentlich meist ohne Ihre Frau? In vielen Zimmern ist nur ein Waschbecken vorhanden – da gibt es zu zweit am Morgen doch Gedränge.

Ich bin offen gesagt kein großer Freund des gemeinsamen Zähneputzens. Aber in den Suiten und größeren Zimmern sind bei uns und auch in vielen anderen Hotels selbstverständlich zwei Waschbecken eingebaut.

Kissen gibt es dagegen oft so viele, dass man sie abends erst vom Bett räumen muss, um Platz zum Schlafen zu finden. Warum sind Kissenmenüs der letzte Schrei?

Ich hasse sie. Deshalb gibt es sie in unseren Hotels auch nicht. Wir finden es einfach nur lästig, wenn sich der Gast erst eine Reihe von Beschreibungen, vom Daunen- bis zum Polyester- oder Seitenschläferkissen, durchlesen muss, bevor er ein Kissen auswählt. Aber auch das zählt zu den typischen Marketingideen. Schokolade liegt übrigens auch nicht auf unseren Kissen, das hat inzwischen jede einfache Herberge, damit kann man sich nicht hervorheben.

Was gibt es noch für Dinge, die Sie ablehnen?

Wir verzichten zum Beispiel beim Personal auf Namensschilder an den Revers. Wenn Sie zu einer privaten Feier eingeladen sind, trägt auch keiner ein Namensschild.

Viel dramatischer ist es für viele Gäste, dass heutzutage nicht genug Steckdosen vorhanden sind.

Ich selber nutze zwar nur selten mobile Geräte – aber Sie haben recht, es ist eine technische Herausforderung für uns, dass Gäste heutzutage mit Smartphone, iPad und Laptop anreisen und sie im Zimmer erst mal laden wollen.

Die größten Hotelbetreiber weltweit
Das Meridien Hotel in Warschau Quelle: REUTERS
Ein Clarion Hotel Quelle: REUTERS
Das Hilton in Cartagena Quelle: REUTERS
Ein Novotel in Tunesien Quelle: REUTERS
Das Days Inn in Brooklyn, sieht billig aus, ist es nicht Quelle: AP
Das Ritz-Carlton Hotel am Potsdamer Platz in Berlin Quelle: AP
Die Empfangshalle des Intercontinental Hotel in Bukarest Quelle: dpa

Und dann auf allen Vieren kriechen, um eine Steckdose zu finden. Oder feststellen, dass am Nachttisch nur eine frei ist.

Das Problem haben vor allem Hotels, die in Altbauten untergebracht sind. Wenn dann nachträglich die Anzahl der Steckdosen erhöht werden soll, müssen Wände aufgerissen, Tapeten erneuert werden – das ist ein gewaltiger Aufwand. Neue Hotels können dergleichen schon bei der Planung berücksichtigen. Aber nicht alles an technischer Entwicklung ist vorherzusehen, wenn ein Hotel eröffnet wird.

Das gilt wohl besonders für WLAN, eines der größten Ärgernisse für Reisende. Klar, es kann für den Gast nie schnell genug gehen. Viel schlimmer sind für viele jedoch die saftigen Preise für 24 Stunden Internet.

Wir kennen das Problem. Ein stabiles, schnelles und sicheres Netz mit hoher Bandbreite im Hotel zur Verfügung zu stellen, bedeutet aber auch hohe Kosten, die erst mal erwirtschaftet müssen.

Jedes Starbucks oder McDonald’s bietet freies WLAN für wenigstens eine Stunde. Und in Luxushotels kostet das bisweilen mehr als 20 Euro?

Hotelzimmer kosten Geld. Und es gibt da eine Entwicklung, die es den Hotels schwer macht, ihre Kosten reinzuholen. Früher konnte die Luxushotelbranche noch davon ausgehen, dass große Unternehmen mit Rahmenverträgen einen Basisumsatz garantierten. Mittlerweile hat sich jedoch bei der Zimmerbuchung das gleiche Verfahren durchgesetzt, das man aus der Flugbranche kennt. Die Preise werden verglichen, das beste Angebot genommen. Welches Hotel genommen wird, ist zweitrangig, solange die Kategorie stimmt.

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