Im Schnitt 2,5 Prozent teurer Bahn erhöht Preise für Fahrkarten und Reservierungen

Bahnfahren wird erneut teurer. Die Karten für Intercity und ICE kosten ab dem Fahrplanwechsel im Dezember im Schnitt 2,5 Prozent mehr. Gleiches gilt für die Bahncard50.

An diesen Bahnhöfen surfen Sie umsonst
Gute Nachrichten für Pendler: An deutschen Bahnhöfen können sie täglich 30 Minuten kostenlos das WLAN nutzen. Wer länger als 30 Minuten das Internet nutzt, surft anschließend zum Telekom-Tarifen weiter. Zu den 100 Bahnhöfen, an denen dies möglich ist, gehören unter anderem die Berliner Bahnhöfe Hauptbahnhof, Ostbahnhof, Zoologischer Garten, Gesundbrunnen, Lichtenberg, Spandau und Wannsee. Quelle: dpa
Auch in Bremen können Pendler 30 Minuten lang kostenlos surfen. Wenn die Verspätung nicht allzu extrem ist, sollte das ausreichen. Quelle: dapd
Auch in immer mehr Innenstädten deutschlands können Smartphone- und Tablet-Nutzer kostenfrei Surfen. Jetzt geht das unter anderem auch am Hauptbahnhof Dresden sowie Dresden-Neustadt. Quelle: dpa
Wer am Hamburger Hafen unterwegs ist, kann ab sofort kostenfrei mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop im Internet surfen. Um am Projekt "HotSpot-City" der Telekom teilnehmen zu können, müssen Nutzer sich nur ein Profil auf der Online-Seite der Telekom anlegen und schon sollen sie lossurfen können. Für mobile Endgeräte gibt es eine App. Gleiches funktioniert nun auch an den Bahnhöfen Hamburg-Hauptbahnhof, Hamburg-Altona und Hamburg-Harburg. Quelle: dpa
Auch Reisende am Hauptbahnhof Hannover beziehungsweise Hannover-Messe können sich künftig ganz einfach für eine halbe Stunde gratis einwählen: WLAN-Netz "Telekom" wählen und verbinden. Dann die Handynummer auf der Startseite (Hotspot-Portal) eingeben. Der Zugangscode kommt dann per SMS aufs Handy. Quelle: dpa
„Wir wollen den Aufenthalt im Bahnhof für unsere Kunden noch attraktiver machen. Die kostenlose WLAN-Nutzung ermöglicht es, während der Zeit am Bahnhof zum Beispiel Smartphone oder Tablet mit der Cloud zu synchronisieren“, sagt Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG. Das geht jetzt auch an am Frankfurter Hauptbahnhof, dem Bahnhof am Regional- und Fernbahnhof des Frankfurter Flughafen sowie dem Bahnhof Hauptwache. Quelle: dpa
„Der umfangreiche Ausbau von HotSpots ermöglicht es künftig noch mehr Reisenden, an Bahnhöfen drahtlos im Internet zu surfen und E-Mails zu verschicken. Damit kommen wir unserer Vorstellung vom vernetzten Leben und Arbeiten wieder ein Stück näher“, sagt Dirk Backofen, Leiter Marketing Geschäftskunden Telekom Deutschland. Davon profitieren auch Pendler am Düsseldorfer Hauptbahnhof sowie dem Bahnhof am Flughafen Düsseldorf. Quelle: AP

Zugfahren mit der Deutschen Bahn wird wieder teurer. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember steigen die Preise. Die Bahncard25 wird um 1,6 Prozent teurer. In den roten Zügen des Nahverkehrs steigen die Preise mit 2,9 Prozent noch stärker. Wer sich einen Sitzplatz sichern will, muss zusätzlich tiefer in die Tasche greifen: Die Reservierung kostet künftig 4,50 Euro statt 4,00 Euro. Die Bahn begründete die Preiserhöhungen ab 15. Dezember mit den im ersten Halbjahr 2013 um vier Prozent gestiegenen Personalkosten im Fernverkehr. Die sonst genannten Energiekosten wurden diesmal nicht erwähnt.
Keine Preisänderungen soll es auf der Verbindung von Köln oder Düsseldorf nach Berlin geben. Wegen des Elbehochwassers im Juni ist dort die Haupttrasse noch bis November gesperrt, was um rund eine Stunde längere Fahrtzeiten bedeutet. Unverändert bleiben zudem die Spezial-Sonderpreise, die ermäßigte Bahncard für Jugendliche und Senioren sowie die Bahncard100. Personenverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg sagte, somit verteuerte sich die Tickets im Fernverkehr für rund die Hälfte der Fahrten nicht.

Freuen dürfen sich vor allem die Besitzer der Bahncard100, die auch im kommenden Jahr eine Flatrate fürs Bahnreisen kaufen wollen. Sie zahlen heute 4090 Euro für eine Bahncard100 in der zweiten Klasse. Wer Erste Klasse reisen will, zahlt 6890 Euro. An diesen Preisen ändert sich auch nach dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember nichts.
Der Fahrgastverband "Pro Bahn" kritisierte die Erhöhungen: "Wir hätten es sehr begrüßt, wenn die Deutsche Bahn das Preis-Karussell gestoppt hätte", sagte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Gerd Aschoff. Er verwies auf die wegen der Hochwasserfolgen verspäteten Züge, den viel zu knappen Wagenpark sowie auf mangelhafte Reinigung und Wartung. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bezeichnete die Preiserhöhungen als unverständlich, da sich die Leistungen im Fernverkehr nicht verbessert hätten. Die Bahn sei mit sehr alten Zügen unterwegs, die zudem immer voller seien.

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In den vergangenen Jahren legten die Passagierzahlen gerade im Fernverkehr deutlich zu. Die Sparte konnte so ihren Gewinn 2012 mehr als verdoppeln. Gerade dieser Passagierzuwachs sowie die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Spritkosten für Autofahrer machten es aber der Bahn auch möglich, die Preise zu erhöhen, erklärte der VCD.
Die Bahn hatte 2003 die Ticket-Kosten im Fernverkehr im Zuge einer verunglückten Preisreform um gut zehn Prozent gesenkt. Seitdem hat sie die Preise jedes Jahr - bis auf 2010 - stärker als die Inflationsrate angehoben. Dies gilt auch für die jetzige Anhebung.

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