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Info Was ist ein Behandlungsfehler, was nicht?

Auf die medizinische Komplikation folgt eine juristische. Wann ein Behandlungsfehler tatsächlich vorliegt.

Was tun im Streitfall?
Eine OP-Schwester greift nach dem OP-Besteck Quelle: dpa
Ein Röntgenbild einer Frau, bei der während der OP eine Schere in der Wunde vergessen wurde Quelle: AP
Viele Patienten sitzen in einem Wartezimmer Quelle: dpa
Die Versichertenkarten der deutschen Krankenkassen DAK, AOK, Barmer und Techniker Krankenkasse TK Quelle: dpa
Ein Mann beim Anwalt Quelle: gms
Die Richter des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts Quelle: dapd
Kalenderblätter Quelle: dpa

Eine Komplikation kann auch ein schicksalhaftes Ereignis sein. Ein Behandlungsfehler liegt juristisch erst vor, wenn eine unangemessene, unterlassene, nicht sorgfältige oder unsachgemäße Behandlung eines Patienten nachweislich zu einem Schaden geführt hat. Das kann bei Behandlung, Beratung, Medikation oder Transport geschehen sein. Juristen unterscheiden zwischen Diagnosefehler, Therapiefehler, Beratungsfehler, Organisationsfehler und vielem mehr. Kunstfehler ist dagegen kein juristischer Begriff.

Leichter oder grober Fehler

Beim einfachen Behandlungsfehler muss der Patient den ursächlichen Fehler nachweisen. Bei einem groben Fehler aber muss der Arzt seine Unschuld beweisen. Als grober Fehler gilt eine Handlung, die aus objektiver ärztlicher Sicht nach dem für Ärzte allgemein anwendbaren Ausbildungs- und Wissensstand unverständlich und unverantwortlich erscheint, weil ein solcher Fehler dem Arzt keinesfalls unterlaufen darf – zumindest theoretisch.

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