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Innovationen Deutschland wird 3D-Druck-Land

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Das Verfahren wird schneller

Schicht für Schicht trägt eine Drucker bei der Cebit in Hannover die Kunststoffmasse auf. Quelle: dpa

Eisenhut ist sicher, dass das Verfahren schneller wird. „Wir rechnen damit, dass sich die Aufbaugeschwindigkeit in den nächsten vier bis fünf Jahren vervierfachen lässt.“ Etwa indem drei oder vier Laser gleichzeitig in einem Drucker arbeiten. Auch die Leistungsstärke der Laser sei noch nicht ausgereizt. „Mehr Laser mit mehr Power im gleichen Maschinengehäuse erhöht sicherlich den Maschinenpreis. Allerdings wird die Maschine nicht drei oder vier Mal so teuer, sondern nur um 30 oder 40 Prozent“, erklärt Eisenhut. Die Gesamtherstellkosten für diese Technologie, so seine Berechnungen, werden in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent sinken, in den darauffolgenden fünf Jahren voraussichtlich um weitere 30 Prozent nachlassen.

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Der große Profit für die deutschen Maschinenbauer soll aber nicht durch die Anwendung der 3D-Druckverfahren kommen, sondern durch den Bau der 3D-Druck-Geräte selbst. „Von den zehn führenden Unternehmen im Bereich der metallischen 3D-Drucktechnologie sitzen fünf in Deutschland. Schauen wir aber auf die Umsatzverteilung, dann sitzen 80 Prozent der Hersteller in Deutschland.“, weiß Eisenhut.  Zu den führenden Unternehmen zählen die weltweit agierende EOS e-Manufacturing aus dem bayerischen Krailing, Concept Laser aus Lichtenfels und SLM Solutions aus Lübeck.

Eisenhut: „Im Kunststoff-3D-Druck könnte ich mir vorstellen, dass sich auch Unternehmen aus Asien stärker positionieren, aber was den metallischen 3D-Druck angeht, da liegt die Kernkompetenz heute ganz klar im deutschen Maschinenbau.“

Ihrem Ruf als Weltmarktführer wollen die deutschen auch bei der neuen Technologie gerecht werden. Wie bemüht man ist, möglichst rasch Kompetenzen aufzubauen, macht auch der VDMA – der Verband der Deutschen Maschinen und Anlagenbauer klar. Eine eigene Website rund um die Neuheiten im 3D-Druck ist bereits eingerichtet und am 22. Januar steigt die dazugehörige Fachtagung. Nach dem Motto „Von den Besten lernen“  sprechen hier  unter anderem Vertreter von Arburg, SLM Solutions und Concept Laser.

Wer bis dahin im heimischen Wohnzimmer ausprobieren möchte, was mit einem 3D-Drucker alles möglich ist, kann das mit einem der neuesten Modelle wie Delta Tower, Ultimaker, Solidoole, I3-Berlin oder Makerbot tun. Diese Geräte sind schon ab 800 Euro zu haben. Wer die Hoffnung hat, mit einem 3D-Drucker zehn weitere herzustellen wird allerdings enttäuscht. Damit sich ein Drucker „selbst fortpflanzen kann“, braucht es schon ein großes „erwachsenes“ Modell.

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