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Insolvenzverwalter-Ranking Die führenden Insolvenzkanzleien im ersten Halbjahr

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Ab 24 Verfahren in den Top-30

24 eröffnete Verfahren markierten im ersten Halbjahr 2017 das Tor zum Einstieg in die Top 30. Westhelle & Partner, D'Avoine Teubler Neu und Kebekus & Zimmermann durchschritten es. Johlke Niethammer & Partner sind ebenfalls dabei, auch wenn der Paradefall Rickmers, bei dem JNP-Partner Jens-Sören Schröder sachwaltet, erst mit Eröffnung des Verfahrens zählt, sprich im zweiten Halbjahr. Gleiches gilt für Georg F. Kreplin von Kreplin & Partner, der das im Mai gestartete Schutzschirmverfahren über die Modekette Biba beaufsichtigt. Dhpg-Partnerin Christine Frosch fahndete derweil nach Futtermitteln für Kleiner Donner, Pony-Star im Indianermusical Yakari, das die Dreamcatcher Live Entertainment GmbH auf die Bühne brachte. Doch selbst Großer Adler konnte bei der Investorensuche nicht helfen.    

Insolvenzverwalter-Ranking 2017 (erstes Halbjahr) - Kanzleien: Die Plätze 20 bis 12 im Überblick

Plätze 20 bis 11

Christoph Niering, Vorsitzender des VID, sieht seit „einigen Jahren einen Konzentrationsprozess im Markt, der bedingt durch Nachfolgethemen und die aktuell niedrigen Verfahrenszahlen sicherlich auch noch anhalten wird.“ Seine Kanzlei Niering Stock Tömp spielte mit 30 Verfahren im ersten Halbjahr im quantitativen Mittelfeld, sorgte aber mit den Fußballpleiten Alemannia Aachen und Sportfreunde Siegen für Begeisterung in der Fankurve. Konkurrenzverbandskollege Lucas Flöther von Flöther & Wissing, nebenberuflich Sprecher des Gravenbrucher Kreises, agierte zuletzt auf vertrautem Terrain. Er rang beim Fahrradhersteller Mifa mit jenem Eigentümer, an den er die Firma bei der Insolvenz 2014 verkauft hatte.

Mit einem Wiedergänger der besonderen Art durfte sich auch Rolf Rattunde befassen. Er steuerte die Euromar Kakaofabrik mit zuletzt fast einer Milliarde Euro Umsatz durchs Verfahren - inklusive rettendem Verkauf. Schon vor Jahren war Rattunde an der Wiederbelebung des Werks beteiligt. Auch sonst gab es in der Kanzlei Leonhardt Rattunde dieser Tage kaum Anlass zur Klage. Möglich macht’s die Berliner Start-up-Szene, in der momentan vieles eher nach Abbruch als nach Aufbruch aussieht. Partner Torsten Martini beerdigte die einstige Fintech-Hoffnung Cashboard. Kanzleikollege Danny Koch dampfte mit dem Fernzuganbieter Locomore aufs Abstellgleis.

Auch Opernfreunde mussten durchs „Tal der Tränen“ – beziehungsweise durften es nicht, nachdem die Art & Entertainment Live GmbH, Veranstalter der Aida-Stadiontour von Plácido Domingo, Insolvenz anmeldete. Dirk Andres von AndresPartner dirigiert das Verfahren.

Nach Trennung und anschließender Neuverpartnerung von Rolf-Dieter Mönning und Udo Feser taucht auch das neue Bündnis Mönning-Feser-Partner direkt im 20er-Reigen auf und liegt gleichauf mit Voigt-Salus und noch vor Dr. Beck & Partner, wo sich Hubert Ampferl vergebens um die Rettung des Kücherherstellers Allmilmö bemühte.

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