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Internationale Luftfahrtausstellung Wie sich Flugzeugbauer und Grüner zanken

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Staatliche Unterstützung statt Regulierung

Eine Eingliederung des Flugverkehrs in das europäische Emissionssystem könne keine Lösung für die europäischen Airlines sein, fährt Enders fort. Es brauche globale Abkommen, „sonst entstehen zusätzliche Wettbewerbshürden, unter denen die europäischen Airlines leiden.“

Statt neuer Regulierung wünscht sich der Konzernchef staatliche Unterstützung: „Deutschland soll endlich eine steuerliche Förderung für Forschung und Entwicklung einführen.“ In Frankreich habe sich das bereits als ein „starker Innovationstreiber“ erwiesen. „ Warum traut sich die deutsche Politik nicht zu, dieses Thema endlich energisch und konsequent anzugehen?“

Und überhaupt: 90 Prozent der Forschungsmittel bei Airbus gingen in die Verbesserung der Ökoeffizienz der Flieger. Allein in die Entwicklung von Elektro- und Hybridantriebe wolle der Konzern in den nächsten fünf Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Derlei Innovationen seien notwendig, „wenn wir die Lizenz zum Wachstum haben wollen.“ Und da gebe es in den nächsten 20 Jahren enormes Potential - vor allem durch den Aufstieg reisefreudiger asiatischer Mittelschichten.

Aufträge von Airbus und Boeing im Vergleich

Dass der Flugverkehr künftig zunehmen wird, davon geht auch Böll-Stiftungschef Fücks aus. Doch er fordert nicht nur radikale Innovationen - sondern auch Verzicht. „Man muss nicht bei jeder Gelegenheit zum Kurzurlaub nach Mallorca jetten“, sagt der Grüne. Frage zurück an den Airbus-Chef: Wie finden Sie Kurztrips nach Malle? Enders grinst: „Ich finde das dufte.“

Ganz einig werden sich der Grüne und der Konzernchef heute nicht mehr, und da ist das Thema Waffen noch nicht einmal zur Sprache gekommen. „Wer ja sagt zur Luft- und Raumfahrtindustrie“, sagt Enders, „kann sich am Ende nicht an der Rüstung vorbeimogeln. Ich bin sicher, dass wir den Dialog fortsetzen, Herr Fücks“. Fücks grinst vielsagend und nickt, dann schütteln sich beide die Hände, für die Kameras. Ein schönes Foto haben sie jetzt immerhin schon gemeinsam.

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