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Kälteeinbruch 70 Millionen gegen den Schnee

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Die Zahl der beheizten Weichen steigt auf 48.000

Bilder, die keiner wiederholt sehen möchte: Züge kommen wegen des Chaos auf der Schiene im Dezember 2010 zu spät. Quelle: dpa

Die Maßnahmen im Einzelnen:

  • Die Bahn richtete in sechs Fernverkehrswerken bundesweit – München, Frankfurt (Main), Köln, Dortmund, Hamburg und Berlin – Enteisungsanlagen ein, um das Abtauen der Züge zu beschleunigen.
  • Im Nahverkehr verstärken acht Abtauzelte neben den Werkshallen die Abtaukapazitäten bundesweit. Hinzu kommen 200 neue Heizlüfter und 13 Außenreinigungsanlagen mit Abtauanlagen.
  • Die Zahl der beheizten Weichen stieg um rund 700 auf jetzt knapp 48.000. Alle Weichen auf Strecken mit fahrplanmäßigem Personenverkehr haben damit eine Weichenheizung.
  • Die Antriebe von rund 1.200 Weichen an besonders sensiblen Stellen rüstete die Deutsche Bahn mit zusätzlichen Abdeckungen aus, um sie widerstandsfähiger gegen Schneeverwehungen und von Fahrzeugen herabfallende Eisbrocken zu machen.
  • Die Deutsche Bahn hat sämtliche Verträge mit Firmen für das Schneeräumen von Bahnsteigen neu abgeschlossen. Mit Winterbeginn stehen bundesweit rund 600 Mitarbeiter zusätzlich in Bereitschaft, um wetterbedingte Störungen schneller beseitigen zu können. Rund 6.000 Schneeräumkräfte sorgen in zwei Schichten dafür, dass insbesondere Weichen nach Schneefall und Eisbildung schneller wieder in Betrieb gehen.
  • Ein GPS-gestütztes Meldesystem erlaubt jederzeit eindeutige Rückmeldungen über den Räumzustand von Bahnsteigen und verbessert die Disposition der Schneeräumkräfte.

Sollte es wider Erwarten zu Störungen im Bahnbetrieb kommen, will die Deutsche Bahn die Kunden besser informieren und betreuen. Dazu hat die Deutsche Bahn mehr als 2.000 dynamische Schriftanzeiger (DSA) auf den Bahnhöfen installiert, mit denen Kunden informiert werden, falls es zu Abweichungen vom Fahrplan kommt.

Dieses Versprechen dürfte den Konzern allerdings die größten Probleme bereiten, denn verlässliche Kundeninformationen waren noch nie die Stärke des Staatskonzerns. Als Bahnreisender kann man da nur hoffen, dass sich die Verspätungen erst gar nicht ergeben. 

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