Kaffeehaus-Kette Starbucks will sich noch schneller ausbreiten

Starbucks schreibt Rekorde: Umsatz und Gewinn konnten massiv gesteigert werden. Der Ausbau der Filialen soll nun noch stärker beschleunigt werden.

Starbucks will nun auch den asiatischen Markt erobern

Der Vormarsch der Kaffeehaus-Kette Starbucks scheint nicht zu stoppen. Nach einem Rekordquartal beschleunigt die Firma aus Seattle den Aufbau neuer Filialen. Im gesamten Geschäftsjahr, das im September endet, sollen nun 1550 neue Standorte weltweit eröffnet werden und damit 50 mehr als bislang geplant. Im kommenden Geschäftsjahr sollen sogar 1600 Filialen hinzukommen.

Skurrile Fakten über Starbucks
Starbucks wird zur Bar: In den USA gibt es in den Filialen der Kaffeekette künftig auch Bier und Wein sowie kleine Speisen. Das Angebot gelte für die Abendstunden und solle den Umsatz ankurbeln, sagte Starbucks-Finanzchef Troy Alstead. Für Europa und Deutschland lägen momentan keine konkreten Planungen in dieser Hinsicht vor. Bereits 2010 hatte Starbucks erstmals in einer Filiale in Seattle Alkohol verkauft und das Angebot später auch in Chicago, Atlanta und Südkalifornien getestet. Quelle: dpa
1. Starbucks hat sich seit seiner Gründung 1971 zu einem „global player“ gewandelt. Allein in den vergangenen 27 Jahren hat der US-Konzern täglich im Durchschnitt zwei neue Filialen eröffnet. Quelle: businessinsider Quelle: dapd
2) Die meisten Starbucks-Läden gibt es nicht etwa in der Heimatstadt Seattle, sondern in Santa Fe Springs, in Kalifornien – unweit von Los Angeles. In der 16.000-Einwohner-Stadt tummeln sich unglaubliche 560 Filialen in einem Radius von 40 Kilometern. Quelle: Presse
3. Zwar kann man den Kaffee auch im Porzellanbecher trinken, die meisten Gäste aber bestellen ihr Heißgetränk zum Mitnehmen. Starbucks verbraucht im Jahr rund vier Milliarden Pappbecher. Quelle: REUTERS
4. Es gibt eine ganze Reihe von Stammkunden. Die loyalsten 20 Prozent der Gesamtkundschaft kauft sich wenigstens 16 Mal pro Monat einen Kaffee bei Starbucks. Quelle: REUTERS
5. Ein Kaffee „grande“ enthält 330 Milligramm Koffein, mehr als vier Mal so viel wie eine Dose des Energydrinks von Red Bull. Quelle: REUTERS
6. Trotz der großen Menge an Kaffee, die umgesetzt werden: Der Konzern gab 2013 mehr für die Krankenkassenbeiträge der Beschäftigten aus, als für den Kauf von Kaffeebohnen. Quelle: Presse

Im dritten Geschäftsquartal, das im Juni endete, habe Starbucks eine „überragende Leistung“ gezeigt, erklärte Firmenchef Howard Schultz am Sitz in Seattle. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn verbesserte sich um 23 Prozent auf unterm Strich 513 Millionen Dollar. Beides waren Rekordwerte für die Jahreszeit.

Starbucks' Erfolgsrezept ist es, in neue Segmente jenseits von Kaffee und Kuchen vorzustoßen. Die Kette kaufte einen Teehändler, eine Saftfirma und eine Großbäckerei und verkauft ihre Produkte auch in Supermärkten. Unter dem Namen Verismo vertreiben die Amerikaner Kaffeemaschinen für Kaffeekapseln. Inzwischen gibt es ab dem späten Nachmittag auch Bier und Wein in bestimmten US-Läden, zusammen mit warmen Snacks.

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Die neuen Angebote kommen gut an. In diesem Geschäftsjahr ist das Filialnetz bereits um 1100 Läden gewachsen auf annähernd 20 900 Ende Juni. Die meisten davon liegen im amerikanischen Heimatmarkt, wo es mancherorts in Sachen Kaffee und Kuchen kaum Konkurrenz gibt. Besonders rasant wuchs Starbucks indes zuletzt in Asien. Die Region Europa kam zuletzt auf rund 2100 Läden. Nach einem Durchhänger während der Eurokrise hat Starbucks hier wieder Tritt gefasst.

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