WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Kochboxenversender Hellofresh mit mehr Umsatz und Sprung in Gewinnzone

Unterm Strich schaffte Hellofresh den Sprung in die Gewinnzone. Nach einem Verlust von 7,4 Millionen Euro im Vorjahr erreichte der Konzern nun ein Ergebnis von 350,9 Millionen Euro. Quelle: dpa

Kochboxenversender Hellofresh profitiert weiter von der hohen Nachfrage nach seinen Produkten. Durch den Corona-Boom hat sich der Umsatz des Berliner Unternehmens mehr als verdoppelt.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Mit vorbereiteten, bereits abgemessenen Zutaten und eigenen Rezepten beliefert der Kochboxenversender Hellofresh seine Kunden – und hat aufgrund der hohen Nachfrage in der Coronakrise ein Rekordjahr verbucht. Mit 3,75 Milliarden Euro habe sich der Umsatz im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, teilte das MDax-Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Dabei macht nach wie vor das Geschäft in den USA über die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Die anderen Märkte werden gemeinsam als internationales Segment gelistet.

Im ersten Jahr der Coronakrise verzeichnete Hellofresh weltweit rund 74,3 Millionen Bestellungen und damit fast doppelt so viele wie noch 2019. Auch unterm Strich blieb einiges übrig: Nach einem Verlust von rund sieben Millionen Euro im Vorjahr erzielte der Konzern nun einen Gewinn von gut 351 Millionen Euro.

Mahlzeiten zu Hause zuzubereiten und zu essen, habe im Jahr 2020 eine neue Bedeutung bekommen, sagte Konzernchef Dominik Richter am Dienstag. „Während die Pandemie im Laufe des Jahres hoffentlich abklingen wird, rechnen wir fest damit, dass Verbraucher auch weiterhin auf E-Commerce-Lösungen setzen werden, um Lebensmittel einzukaufen.“

Das interessiert WiWo-Leser heute besonders


 Was heute wichtig ist, lesen Sie hier


Im laufenden Jahr will Hellofresh in seinen bestehenden 14 Märkten unter anderem durch neue Marken mehr Kunden von sich überzeugen. Darüber hinaus will der Konzern zwei bis drei neue Länder erschließen. Zuletzt war Hellofresh nach Schweden und Dänemark expandiert. Experten mutmaßten, dass es nach Japan und Norwegen gehen könnte. Dort suche das Unternehmen derzeit aktiv nach neuen Mitarbeitern.

Die Investoren blieben am Dienstag indes skeptisch. Nach einem kurzen vorbörslichen Sprung nach oben ging es im frühen Handel am Dienstag bergab mit der Aktie. Zuletzt notierte das Papier mehr als eineinhalb Prozent tiefer als noch am Vortag.

Am im Vergleich zum vergangenen Jahr moderaten Ausblick auf 2021 hielt Hellofresh am Dienstag fest. Mitte Dezember hatte das Unternehmen seine Prognose für 2020 erhöht: So soll der Umsatz im laufenden Jahr währungsbereinigt um 20 bis 25 Prozent zulegen.

Mehr zum Thema: Der Kochbox-Versender Marley Spoon verdoppelte 2020 seinen Umsatz. Firmengründer Fabian Siegel darüber, was er besser macht als Börsenliebling Hellofresh.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%