Konkurrenz zur Bahn Fernbusse mit deutlich mehr Fahrgästen im ersten Halbjahr

Der Markt für Fernbusse in Deutschland ist kräftig auf Touren gekommen. Die Zahl der Fahrgäste stieg im ersten Halbjahr 2013 um 12,5 Prozent auf fast 1,3 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die größten Pannen der Deutschen Bahn
Juli 2015Wegen der großen Hitze sind die Luftkühlungen mehrerer IC-Züge ausgefallen. Anders als im Sommer 2010 reagierte die Bahn diesmal schnell: Sie stellte für die besonders betroffene Linie Berlin-Amsterdam zwei Ersatzzüge bereit. Sie sollen eingesetzt werden, wenn die Luftkühlung in anderen IC auf der Strecke versagt, wie ein Sprecher mitteilte. Außerdem wurden in Osnabrück mehrere Busse stationiert. Dort mussten insgesamt mehrere Hundert Fahrgäste in nachfolgende Züge umsteigen, weil in ihren Zügen die Klimaanlage ausgefallen war. Es habe aber kein Fahrgast gesundheitliche Probleme bekommen, so der Sprecher. Bei etwa einem Dutzend älterer Intercitys auf der Linie Berlin-Amsterdam hatten die Klimaanlagen ihre Arbeit eingestellt. Quelle: dpa
Oktober 2014Ein Warnhinweis sorgt für Lacher, Spott und eine Entschuldigung der Deutschen Bahn: „Cannstatter Wasen: Es ist mit Verspätungen, überfüllten Zügen und verhaltensgestörten Personen zu rechnen“ ist am Samstag auf den Anzeigetafeln an mehreren Bahnhöfen in der Region Stuttgart zu lesen gewesen, wo das Volksfest an seinem letzten Wochenende in diesem Jahr wieder Tausende Besucher anlockte. „Wir entschuldigen uns dafür“, sagte eine Bahn-Sprecherin am Sonntag und bestätigte Online-Berichte der „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“. Ein Mitarbeiter habe den Text entgegen aller Vorgaben verfasst. Er werde Anfang der Woche zum Rapport bestellt. Dann solle auch der gesamte Vorgang aufgeklärt werden. Quelle: dpa
August 2013Ein ungewöhnlich hoher Krankenstand in der Urlaubszeit sorgte im August 2013 für ein Fahrplanchaos am Mainzer Hauptbahnhof - und für massiven Ärger bei den Fahrgästen. Die Deutsche Bahn hat für das Chaos am Mainzer Hauptbahnhof wegen massiver Personalprobleme auf Facebook um Entschuldigung gebeten. „Für die derzeitigen Einschränkungen möchte ich mich entschuldigen“, antwortete ein Mitarbeiter in dem Sozialen Netzwerk auf Beschwerden einer Nutzerin. Die Situation sei „wahrlich nicht schön“. Quelle: dpa
August 2013Um dem Problem der häufig verstopften und verdreckten Zugtoiletten Herr zu werden, setzt die Bahn ab sofort neue Reinigungskräfte, sogenannte Unterwegsreiniger, in ICE-Zügen ein. Die Reinigungskolonne, die auf der Fahrt die Toiletten putzt, wird um 50 Beschäftigte auf 250 aufgestockt, wie der Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr, Berthold Huber, ankündigte. Die Mitarbeiter sollen zugleich stärker entsprechend der Zugauslastung eingesetzt werden. Damit würden die Toiletten in besonders gefragten Bahnen mindestens zweimal und damit doppelt so oft auf der Fahrt gereinigt wie bisher. Der Fahrgastverband Pro Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) lobten die Initiative, wiesen aber zugleich auf andere Probleme hin. „Neben den kaputten oder dreckigen Toiletten gibt es tagtägliche Kundenbeschwerden vor allem über die Klimaanlagen und Verspätungen“, sagte Pro-Bahn-Bundessprecher Gerd Aschoff. Und das sind nicht die einzigen Pannen der Deutschen Bahn... Quelle: dpa
November 2011Nach der persönlichen Anmeldung im neuen elektronischen Ticketsystem „Touch & Travel“ waren für nachfolgende Nutzer die Kundendaten sichtbar. Quelle: dpa
Juli 2010Am einem Wochenende fallen in mehreren ICE-Zügen die Klimaanlagen aus. Fahrgäste kollabierten, Schüler mussten dehydriert ins Krankenhaus eingeliefert werden. Im Zuge der Panne wurde bekannt, dass die Klimaanlagen der Bahn nur bis 32 Grad funktionieren. Damals fielen in Dutzenden Zügen die Klimaanlagen aus. Quelle: dpa
April 2010 - ICE verliert TürBei voller Fahrt verliert ein ICE auf dem Weg von Amsterdam nach Basel eine Tür. Das Stahlteil schlägt in einen entgegenkommenden ICE ein. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Frankfurt und Köln werden sechs Menschen leicht verletzt. Ursache für den Unfall ist eine lose Stellmutter an der Verriegelung. Foto: dpa

Bei den aktuellen Erhebungen seien aber neu gestartete Anbieter seit dem Wegfall der gesetzlichen Schranken zu Jahresbeginn noch nicht einbezogen. Fernzüge, die überwiegend von der Deutschen Bahn betrieben werden, verzeichneten einen Rückgang von 1,2 Prozent auf 63 Millionen Reisende. Dabei wirkte sich nach Angaben der Statistiker aber auch aus, dass das Sommerhochwasser in mehreren Bundesländern zu größeren Verkehrseinschränkungen geführt hatte.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte, die Liberalisierung des Fernbusverkehrs gebe Deutschland „einen kräftigen Mobilitätsschub“. Bis Ende Juni stieg die Zahl der innerdeutschen Fernlinien auf 158, nachdem es Ende vergangenen Jahres 86 waren. Weitere 61 Anträge liegen den Behörden derzeit vor. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer rechnet mit weiteren Zuwächsen.
Der Markt für nationale Fernbuslinien ist nach jahrzehntelangen Beschränkungen zum Schutz der Bahn seit 1. Januar weitgehend freigegeben. Beantragt werden müssen Linien aber noch immer. Haltestellen müssen mindestens 50 Kilometer voneinander entfernt liegen. Das soll verhindern, dass Fernbusse Routen im öffentlich mitfinanzierten Nahverkehr ansteuern.

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Die Deutsche Post und der ADAC hatte vor einigen Wochen verkündetet, zum 1. Oktober ihren gemeinsamen Fernbusverkehr aufzunehmen. Dann rollt der ADAC-Postbus zweimal täglich von Köln über Bonn, Frankfurt am Main und Stuttgart nach München. Einen Monat später folgen vier weitere Verbindungen: Bremen - Hamburg - Berlin, Köln - Dortmund - Hannover - Berlin, Berlin - Leipzig - Dresden und Frankfurt am Main - Nürnberg - München. Das teilte ein Sprecher der Post am Montag in Bonn mit. Von Köln nach Frankfurt am Main werde die einfache Fahrt ab 11 Euro kosten, sagte der Brief-Vorstand der Post, Jürgen Gerdes, der „Bild“-Zeitung. Das Ticket von Frankfurt am Main nach München wird es ab 19 Euro, die Fahrkarte von Bonn nach Berlin ab 28 Euro geben. Bis zum kommenden Frühjahr wollen Post und ADAC die 30 größten deutschen Städte mit rund 60 Bussen verbinden. Im Mai hatten beide Unternehmen den Vertrag zur Gründung einer Betreibergesellschaft vereinbart, an der sie zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind.

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