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Korruptionsverdacht Katar droht die WM 2022 zu verlieren

Die Stimmen gegen eine Fußball-WM in Katar werden lauter. Nun hat DFB-Präsident Zwanziger deutliche Zweifel geäußert. Neben der Höllenhitze könnten Korruptionsuntersuchungen zum Stolperstein für den Wüstenstaat werden.

Die Sportartikelriesen im Vergleich
NikeBasketballAuf dem US-Markt hat Nike mit der Schwestermarke Jordan die Nase weit vor allen anderen und kommt auf einen Marktanteil von 92 Prozent. Quelle: USA Today Sports
AdidasBasketballAdidas rüstet die US-Profiliga NBA aus, kommt bei Schuhen für die Athleten aber nur auf einen Marktanteil von 5,5 Prozent. Quelle: AP
NikeLeichtathletikMit Laufschuhen setzen die Sportartikelkonzerne weltweit nach Schätzungen 15 Milliarden Dollar um. Auf dem US-Markt kommt Nike auf einen Marktanteil von 52 Prozent. Quelle: dapd
AdidasLeichtathletikAdidas will Nike mit neuen Materialien für Laufschuhe attackieren, läuft aber hinterher. Die Franken liegen in den USA noch hinter Asics aus Japan und erreichen auf dem Nike-Heimatmarkt einen Anteil von 11 Prozent. Quelle: AP
NikeFußballErst seit 1996 mischt Nike mit im Fußballgeschäft. Nike-Manager sagten jüngst, sie seien weltweit die Nummer eins. Branchenschätzungen sahen den US-Konzern zuletzt hinter Adidas mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Quelle: dpa
AdidasFußballDas Kicker-Business ist eines der wenigen, in denen sich Adidas noch auf Rang eins sieht. Die Franken erwarten im WM-Jahr Rekordumsätze von 2 Milliarden Euro. Quelle: AP

Katar muss um die Fußball-Weltmeisterschaft in acht Jahren zittern. Zug um Zug stellen hochrangige Fußball-Funktionäre das Sportspektakel im Wüstensand in Frage. „Ich bin alles andere als sicher, ob die WM in Katar ausgetragen wird, weil zu viel gewichtige Punkte nicht geklärt sind“, sagte der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger dem Handelsblatt (Freitagausgabe).

Der Jurist ist Mitglied des obersten Führungsgremiums des Weltfußballverbands Fifa, des Exekutiv-Komitees. Eines sei ohnehin klar: „Im Sommer kann in Katar nicht gespielt werden. Das ist Beschlusslage der Fifa.“

Die Höllenhitze lässt nach Ansicht der Fußballoberen keine Spiele im Sommer zu. Eine Verlegung in den Winter ist jedoch schwierig, weil das die nationalen Ligen durcheinander bringt und mit den Olympischen Spielen kollidiert.

Doch noch etwas spricht gegen Katar: Derzeit untersucht eine Fifa-Kommission unter Leitung des ehemaligen amerikanischen Staatsanwalts Michael Garcia, ob bei der WM-Vergabe Schmiergeld floss. „Wenn der Untersuchungsbericht Bestechung nachweist, also, dass das Votum durch Zahlungen beeinflusst worden ist, dann könnte die Vergabe nichtig sein“, sagte Domenico Scala dem Handelsblatt. #

Der Schweizer leitet die neue Audit- und Compliance-Kommission der Fifa. Nach Ansicht des Managers müsste die WM daher neu vergeben werden, wenn sich Korruption nachweisen lässt.

Das sieht auch Theo Zwanziger so. „Mit Blick auf die Vergabe der WM an Katar kommt es auf den Gesamteindruck von Ermittler Garcia an, ob diese Entscheidung sauber ablief. Hegt er hieran ernste Zweifel und spricht der Fifa eine Empfehlung aus, die Entscheidung zu überdenken, so wird der Kongress nicht umhin können, die WM neu zu vergeben.“

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Im Fifa-Kongress haben alle 209 Mitglieder eine Stimme. Es wäre das erste Mal, dass die Vollversammlung der Fifa eine WM vergibt. Bislang war das Aufgabe des 24-köpfigen Exekutivkomitees.

Jüngst hatte sich bereits Fifa-Präsident Sepp Blatter sehr kritisch zur WM-Vergabe an Katar geäußert. „Natürlich war es ein Fehler. Aber wissen sie, man macht viele Fehler im Leben. Der Technische Bericht zu Katar hat eindeutig gesagt, dass die Temperaturen im Sommer zu hoch sind“, sagte Blatter in einem Interview mit dem Schweizer Sender RTS.

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