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Live-Paketverfolgung Paketzusteller geben den Zustelltermin immer genauer vor

Die Paketzusteller wollen die Live-Paketverfolgung für den wachsenden E-Commerce-Markt aufrüsten.

Ab 2014 wollen Paketdienste eine Echtzeit-Prognose für die Paketzustellung in Deutschland anbieten. Quelle: obs

Im wachsenden E-Commerce-Markt rüsten die Paketzusteller auf. „Ab Juli oder August 2014 bieten wir eine Echtzeit-Prognose für die Paketzustellung in Deutschland an“, kündigt DPD-Chef Arnold Schroven an. Am Morgen der Zustellung bekommt der Empfänger per SMS oder Mail ein Zeitfenster von einer Stunde genannt.

Empfänger können dann online die Route des Zustellfahrzeugs auf einer Landkarte nachverfolgen und erfahren den Zustelltermin bis zu 30 Minuten genau. Auch wenn sich das Paket schon im Zustellfahrzeug befindet, können kostenlos Zustelltermine geändert oder eine Zustellung an den Nachbarn veranlasst werden. In Großbritannien gibt es den Service bereits, in Deutschland ist bisher eine Änderung nur bis zum Vorabend möglich.

Die größten Logistikkonzerne der Welt
Platz 10: China Railway (China) Der Güterverkehr von China Railway macht über zwei Drittel des gesamten Verkehrsaufkommens aus. Hauptsächlich transportiert der Staatsbetrieb Kohle, Stahl, Erz und landwirtschaftliche Erzeugnisse. 2010 betrug der Logistik-Umsatz nach Angaben des Statistik-Portals Statista 14 Mrd. Euro. Daten für das Jahr 2011 sind noch nicht verfügbar.
Platz 9: CMA CGM (Frankreich) Auf Platz 9 des Rankings landet das größte französische Schifffahrtsunternehmen CMA CGM mit einem Logistik-Umsatz von 14,3 Mrd. Euro im Jahr 2010. Die Reederei wurde 1978 gegründet und ist an mehr als 650 Standorten in 150 Ländern vertreten. Auf dem Foto ist eines der größten Containerschiffe der Welt zu sehen, die CMA CGM Christoph Colomb, die bis zu 13.800 Standardcontainer transportieren kann. Quelle: dpa
Platz 8: Nippon Express (Japan) Der Konzern mit Sitz in Tokio wurde 1937 als halbstaatliches Transportunternehmen gegründet. Nippon Express verfügt über ein global gespanntes Transportnetz, dass mehr als 389 Orte in 37 Ländern miteinander verbindet. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Dienstleistungen rund um den Transport von Waren, wie etwa IT-Technik, den Luft- und Seegüterverkehr sowie auf Spezialtransporte. 2010 betrug der Umsatz 15 Mrd. Euro.
Platz 7: Kühne + Nagel (Schweiz) 2010 war ein gutes Jahr für den Logistikdienstleister Kühne & Nagel aus der Schweiz. Der Frachtspezialist steigerte seinen Logistik-Umsatz auf 16,2 Mrd. Euro. Der Konzern will weiter wachsen: Kühne + Nagel plant das Transportgeschäft auf der Schiene auszubauen.
Platz 6: NYK Line (Japan) Die japanische NYK Line ist Teil des Mitsubishi-Konzerns und zählt zu den größten Reedereien der Welt. Seit 1968 ist das Unternehmen auch im Bereich der Containerschifffahrt etabliert - die einen Großteil des Gesamtgeschäfts ausmacht. Die Reederei betreibt auch den sogenannten Atlantic Express Shuttle (AES), das Waren zwischen Hamburg, Antwerpen und New York Waren verschiebt. 2010 erwirtschaftete der Konzern einen Logistik-Umsatz von 16,5 Mrd. Euro.
Platz 5: DB Schenker (Deutschland) Die Logistikgeschäfte der Deutschen Bahn, DB Schenker Logistics und DB Schenker Rail, sind unter dem Dach DB Schenker zusammengefasst. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 91.000 Mitarbeiter an etwa 130 Standorten. 2010 erwirtschaftete die DB Schenker einen Logistikumsatz von 18,5 Mrd. Euro.
Platz 4: Maersk (Dänemark) Das Jahr 2010 hatte nicht gut begonnen für A.P. Moeller Maersk. Vor allem durch die von der Wirtschaftskrise gebeutelte Tochtergesellschaft Maersk, der größten Containerschiffsreederei der Welt, schrieb der dänische Mischkonzern erstmals in der Unternehmensgeschichte rote Zahlen. Doch dann zog die Konjunktur an und die Frachtraten für Containerschiffe legten kräftig zu. Das Ergebnis: 2010 lag der Logistik-Umsatz von Maersk bei 29, 1 Mrd. Euro - und das Unternehmen konnte einen Rekordgewinn, einen Nettoertrag von 3,8 Mrd. Euro, vermelden.

„Durch solche Services macht DPD den Empfänger zum ‚Regisseur seines Pakets‘. Unseren Marktanteil wollen wir beim Versand an private Empfänger in fünf Jahren auf 15 Prozent verdoppeln“, sagt Schroven.

Die anderen Paketzusteller wie die Deutsche Post, Hermes oder UPS bieten bereits Informationen über den Status des Pakets an, allerdings ohne Kartenverfolgung. UPS bietet in den USA einen Service an, mit dem der Empfänger über den Zustellzeitpunkt informiert wird, er das Paket umleiten oder den Termin verlegen kann und will das Angebot bald auch in Deutschland anbieten.

Für das kommende Jahr kündigt Hermes die Zustellung in Zeitfenstern mit Informationen über den Zustelltermin an und ermöglicht Termin- oder Adressänderungen. Bei der Deutschen Post lässt sich bislang der Zustelltermin einen Tag vor der Zustellung ändern. Das Unternehmen arbeitet ebenfalls an einer Live-Paket-Verfolgung und der Möglichkeit zur Adressänderung.

Flexible Zustellzeiten sind, für den wachsenden E-Commerce-Markt wichtig.

„Wenn ich im Büro sitze, interessiert es mich nicht, wo sich mein Paket gerade befindet, aber wenn ich zuhause sitze schon. Da ist es gut zu wissen, ob mein Paket zwischen 20 und 22  Uhr kommt“, sagt Markus Wotruba von der Handelsberatung BBE in München.

An einer noch komfortableren Lösung arbeitet das belgische Startup Cardrops. Das Unternehmen will Pakete in parkende Autos liefern. Es führt Buch über die täglichen Parkgewohnheiten. 4,99 Euro pro Zustellung oder 24,99 Euro pro Monat soll der Service kosten. Wird das Auto länger als 15 Minuten nicht bewegt, sendet ein vorher installiertes System die GPS-Koordinaten.

In Arbeit
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Die Zentralverriegelung kann ferngesteuert geöffnet werden, wenn der Kunde das vorher genehmigt hat. Wann die Dienste an den Start gehen werden, darüber schweigt das Unternehmen.

Technisch ist der Service kein Problem: „Die meisten Fahrzeuge in  einer bestimmter Preisklasse sind dafür automatisch vorbereitet. Die Autos haben ein Navi eingebaut und sind damit ortbar“, sagt Wotruba. Allerdings muss das Unternehmen das Vertrauen der Kunden gewinnen, schließlich händigen sie quasi ihren Autoschlüssel aus. „Die Deutschen sind bei solchen Themen etwas konservativer, aber sobald sie den Mehrwert sehen, sind sie bereit, ihre Bedenken über Bord zu werfen“, stellt Wotruba fest.

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