Logistikkonzern BLG Millionenschwere Verluste im Containergeschäft

Exklusiv

Der verzögerte Start des Jade-Weser-Port Wilhelmshaven belastet das Containergeschäft des Bremer Logistikkonzerns BLG in zweistelliger Millionenhöhe.

Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven Quelle: dpa

„Eurogate, unser stärkster und ertragreichster Geschäftsbereich, hat im Geschäftsjahr 2012 auf Grund der Anlaufverluste 20 Millionen Euro weniger Ergebnis gemacht als im Vorjahr. In der BLG-Bilanz schlug sich dies mit rund 10 Millionen Euro nieder“, sagte der scheidende BLG-Chef Detthold Aden. Aktuell steht wegen der Verzögerungen in Wilhelmshaven die Forderung nach Schadenersatz im Raum. Aden: „Das befindet sich derzeit in Verhandlungen.“

Das Containergeschäft wickelt die BLG über ihre Beteiligung am Umschlagsunternehmen Eurogate ab. Auch in diesem Jahr rechnet Aden in der Sparte mit weiteren Anlaufverlusten in etwa der gleichen Größenordnung. Zum Hafenproblem in Wilhelmshaven erklärte Aden: „Aufgrund großer Baumängel gab es bekanntermaßen große Verzögerungen. Das hat dazu geführt, dass dort im Augenblick noch nicht viel läuft.“

Derzeit fährt das Unternehmen in Wilhelmshaven Kurzarbeit. 450 Mitarbeiter sind davon betroffen. „Eurogate wird frühestens Ende des Jahres in der Lage sein, erste maßgebliche Güterbewegungen in Wilhelmshaven zu realisieren“, so Aden.
Der Logistikdienstleister BLG beschäftigt weltweit 16.000 Mitarbeiter, davon 8500 an den Heimatstandorten. 2012 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 1,15 Milliarden Euro ein Vorsteuerergebnis von 49,1 Millionen Euro.

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