Lokführergewerkschaft GDL Schlichtung der Bahn-Tarifrunde in der Schlussphase

Die Streithähne und ihre Schlichter haben bislang dicht gehalten. Gelingt der Bahn eine Einigung mit der Lokführergewerkschaft GDL? Gibt es eine Verlängerung? Oder wird wieder gestreikt?

Die längsten Streiks Deutschlands
GDL gegen die Deutsche BahnSechs Tage streikten die Lokführer der Bahn, um ihre Forderungen durchzusetzen. Nur ein Drittel der Züge im Personenverkehr fuhr. Der Güterverkehr wurde noch einen Tag länger bestreikt. Es handelte sich um den längsten Streik in der Geschichte der Bahn - was aber bei einem ehemaligen Staatsbetrieb nicht weiter erstaunlich ist. In anderen Wirtschaftszweigen und Unternehmen haben Tarifkonflikte zu weit längeren Arbeitsniederlegungen geführt. Nachfolgend die zehn längsten Streiks in der Geschichte der Bundesrepublik. Quelle: dpa
Eine Anästhesistin überwacht während einer Operation den Patienten. Quelle: dpa
Einsatzkräfte der Polizei Quelle: dpa
An Naben für Windkraftanlagen arbeiten Monteure Quelle: dpa
In der Druckerei des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie kontrolliert ein Angestellter an einer Zwei-Farben-Bogen-Offsetdruckmaschine die gerade gedruckte Karte des Seehafens Rostock. Quelle: dpa
Mitarbeiter der Firma SH Natursteine GmbH befestigt ein Seil an einem Block Granitporphyr Quelle: ZB
Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe geht an mehreren Omnibussen entlang. Quelle: dpa

Die Schlichtung im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) geht in die entscheidende Phase. Bis zum kommenden Mittwoch (17. Juni) wollten beide Seiten zu einem Ergebnis kommen. Die Schlichtung hatte am 27. Mai begonnen und war auf eine Dauer von drei Wochen angesetzt. Damit sind bis zum 17. Juni neue Streiks ausgeschlossen.

Was die GDL erreichen will

Als Schlichter eingesetzt sind der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und der frühere brandenburgischen Regierungschef Matthias Platzeck (SPD). Für die Dauer des Verfahrens wurde Vertraulichkeit vereinbart. Deshalb hat sich bislang keine der beiden Seiten zum Stand der Verhandlungen geäußert. Für den Fall, dass bis zum 17. Juni noch keine Einigung zustande kommt, sieht die Schlichtungsvereinbarung zwischen GDL und Bahn die Möglichkeit vor, das Verfahren um eine Woche zu verlängern.

Als Kernproblem des seit einem Jahr anhaltenden Tarifkonflikts gilt die Forderung der GDL, für jede der bei ihr organisierten Berufsgruppen einen eigenen Tarifvertrag abschließen zu dürfen - wobei die Bahn widerspruchsfreie Regelungen im Vergleich zu anderen Tarifwerken anpeilt. Zu diesen Gruppen gehören außer den Lokführern die Zugbegleiter, die Bordgastronomen, die Lokrangierführer und die Disponenten/Planer. Insgesamt geht es um rund 37.000 Beschäftigte.

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