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Luftfahrtverband Geliebte Luftfahrt- Subventionen

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Staaten schützen ihre Airlines

Die weltbesten Fluglinien
Die First Class in einem A340 von Emirates Quelle: AP
Ein Flugzeug der Turkisch Airlines Quelle: REUTERS
Eine Frau beim Check in bei Qantas Quelle: Presse
Zwei Flugzeuge der Air New Zealand Quelle: AP
Ein Flugzeug von Etihad Airways Quelle: AP
Flugzeuge von Thai Airways Quelle: REUTERS
Ein Paar in der First Class der Cathay Pacific Airways Quelle: Presse

Zum einen beschützen alle Staaten ihre Fluglinien, indem sie großzügig deren Verluste übernehmen und bestimmte Infrastrukturdienste wie neue Flughäfen oder die Luftraumüberwachung nicht in voller Höhe in Rechnung stellen. Und selbst wenn eine Linie eine andere übernehmen will, ist das fast unmöglich. Der politische Rahmen der Branche verlangt, dass eine Fluglinie nur dann zwischen zwei Ländern fliegen darf, wenn sie aus einem der beiden Staaten stammt.
In jeder anderen Branche wären dieses Duett aus Subventionen und Wettbewerbsbeschränkung ein Fall für die Welt-Handelsorganisation WTO. Nicht jedoch bei den Airlines. Hier dürfen die Staaten nach Kräften eingreifen und trauen sich sogar – wie im Fall des EU-Emissionshandels - de facto eine Steuern über fremdem Staatsgebiet zu erheben.
Unfairer Wettbewerb auf Staatsbefehl

Damit muss Schluss sein, fordern nicht zuletzt die Anführer der Branche wie Iata-Chef Tony Tyler und die Vorstandsvorsitzenden der leidtragenden Fluglinien wie der Lufthansa oder der australische Qantas. Denn der unfaire Wettbewerb fordert ihren Unternehmen größere und schnellere Veränderungen ab als nötig. Dass am Ende der Fortschritt in Sachen fairer Wettbewerb gering ist, hat einen ganz einfachen Grund: Vom Fliegen auf Kosten anderer profitieren einfach zu viele. Die subventionierten Airlines verdanken den öffentlichen Zuwendungen ihr Überleben und damit ihre Jobs.

Fluggäste profitieren von Subventionen

Aber auch für die Konsumenten ist das staatlich subventionierte Überangebot recht angenehm, weil es die Preise drückt. Hätten sich etwa die Golfstaaten nicht dazu entschlossen, einen Teil ihres mit Öl und Gas verdientes Geld in die nationale Fluglinie zu stecken, wären Flugreisen von Europa nach Asien vermutlich wesentlich teurer. Besonders Familienurlauber und Rucksacktouristen müssten am Mittelmeer statt in Thailand Urlaub machen.

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Wie lange diese Hilfe anhält, bleibt abzuwarten. Denn angesichts der steigenden Kosten für Kerosin und Flugzeuge, werden am Ende entweder die subventionierten Angreifer oder die angegriffenen Airline aus USA, Europa und Australien den Wettbewerb nicht durchhalten können. Und dann stiegen die Preise wieder.
Aber bis dahin gilt wie bei den dem teuren Sprit zum Opfergefallenen 19 Euro-Tickets der europäischen Billigflieger: Genießen und Fliegen.

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