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Lufthansa A320neo hilft im Kampf gegen Billigkonkurrenz

Exklusiv

Der neue A320neo von Airbus hilft der Lufthansa beim Spritsparen. Mit dem Mittelstreckenjet "fliegen wir pro Sitz sogar fast ein Viertel günstiger als bisher", sagte Airline-Chef Spohr der WirtschaftsWoche.

Airbus A 320 Neo. Quelle: dpa

Das neue Airbus-Modell A320neo hilft der Lufthansa im Kampf gegen die Billigflieger stärker als erwartet. Grund ist die höhere Effizienz des Mittelstreckenjet, den die Lufthansa als erste Airline nutzt. „Damit fliegen wir pro Sitz sogar fast ein Viertel günstiger als bisher“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr der WirtschaftsWoche. Grund ist vor allem der niedrigere Spritverbrauch. „Nach den ersten Flügen können wir erkennen: Die Ersparnis liegt bei bis zu 17 Prozent“, berichtet  Spohr.

Als Lufthansa die Flieger im Jahr 2011 bestellte, sollten sie im Betrieb 15 Prozent günstiger als heutige Maschinen sein. Das spart pro Jahr bis 180.000 Liter Kerosin gegenüber der ursprünglichen Planung. Dazu drückt die Lufthansa den Verbrauch pro Passagiere noch durch eine neue Inneneinrichtung. Weil die Airline Toiletten und Küche an die Rückwand der Kabine gedrückt hat, ist nun Platz für zwei Sitzreihen mehr.

Der Mittelklasse-Flieger von Airbus
Mit dem Erstflug des Verkaufschlagers A320neo hat Airbus im Kampf um die Vorherrschaft bei Mittelstreckenflugzeugen ein Etappenziel erreicht. Der für bis zu 180 Passagiere konzipierte Flieger startete am Donnerstag in Toulouse zu einem für sechs Stunden konzipierten Erstflug. Quelle: dpa
Von der Weiterentwicklung der alten A320 erhofft sich der europäische Flugzeugbauer, mit besseren Verbrauchswerten den Erfolg in der am meisten verkauften Flugzeugklasse zu sichern. Durch neue Triebwerke und aerodynamische Flügelenden, Sharklets genannt, soll der Treibstoffverbrauch um 15 Prozent sinken. Quelle: REUTERS
Für das Flugzeug liegen nach Airbus-Angaben bisher knapp 2500 feste Bestellungen vor. Für die gesamte Klasse der Kurz- und Mittelstreckenmaschinen mit nur einem Mittelgang, zu der auch die A319 und die A321 gehören, sind gut 3300 Aufträge von mehr als 60 Kunden verzeichnet. Die US-amerikanische Airbus-Konkurrenz Boeing setzt in diesem Marktsegment mit der 737-MAX ebenfalls auf eine Neuauflage ihrer Mittelstreckenjets. Quelle: REUTERS
Airbus will die laut Listenpreis knapp 79 Millionen Euro teure A320neo auch am Standort Hamburg bauen. Die ersten Exemplare der 2010 angeschobenen Neuentwicklung sollen im kommenden Jahr an Qatar Airways und die deutsche Lufthansa ausgeliefert werden. Für die Testphase hat Airbus acht Flugzeuge konzipiert, sechs davon werden in Hamburg montiert. Auch die Auslieferung des ersten Exemplars an einen Kunden soll in der Hansestadt erfolgen. Quelle: dpa
Für die große Nachfrage nach der A320-Familie will Airbus die Produktion des Jets steigern. Derzeit werden monatlich 42 Maschinen in dieser Klasse gefertigt. Bis 2016 will Airbus vier Jets mehr schaffen und dann 46 Mittelstreckenflieger pro Monat bauen. Davon sind etwa 22 Flugzeuge für die Endmontage in Hamburg vorgesehen. Dort wird auch der Rumpf für alle Modelle der Familie gefertigt. Quelle: REUTERS
Der Start des A320neo sollte eigentlich im Internet per Livestream übertragen werden, unter anderem über das bekannte Online-Portal Youtube. Wegen rechtlicher Probleme mit dem Bildmaterial konnte der Stream in Deutschland aber nicht abgerufen werden. Quelle: REUTERS
Wegen starker Bewölkung – und den daraus resultierenden schlechten Aufnahmen – musste der Start um etwa eine Stunde nach hinten verschoben werden. Statt um 11 Uhr konnten die Piloten den A320neo erstmals um kurz nach 12 Uhr von der Startbahn im südfranzösischen Toulose abheben lassen. Quelle: Presse

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