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Lufthansa Kunden drohen strengere Kontrollen beim Handgepäck

Exklusiv

Die Lufthansa wird nach Einführung der neuen Tarifstruktur bei Flügen innerhalb Deutschlands und Europas das Gewicht des Handgepäcks konsequent kontrollieren.

Handgepäck Quelle: dpa

Passagiere der Lufthansa müssen sich darauf einstellen, dass ihr Handgepäck schärfer kontrolliert werden könnte. Mit der Umstellung der Tarifstruktur werde die Lufthansa stärker auf die Einhaltung der Gewichtsgrenzen von acht Kilogramm achten, kündigte die Fluggesellschaft gegenüber der WirtschaftsWoche an. „Mit der Einführung der neuen Tarife werden wir einerseits noch besser über die Handgepäckregeln informieren, andererseits auch deren Einhaltung sicherstellen“, erklärte die Lufthansa. „Es wird bei uns nicht dazu kommen, dass künftig große Gepäckstücke mit in die Kabinen genommen werden.“

Bislang profitierten vor allem Geschäftsreisende häufig davon, dass die Lufthansa ihre eigentlich zu großen und zu schweren Trolleys mit Laptop, Geschäftsunterlagen und Wechselkleidung im Handgepäck tolerierte.

Zuletzt hatte Lufthansa ihre Tarifstruktur für Europa-Flüge angepasst und drei Preisstufen für Tickets der Economy-Klasse eingeführt. Im günstigen Light-Tarif ab 89 Euro ist nur die Mitnahme von Handgepäck bis maximal acht Kilogramm erlaubt. Wer einen größeren Koffer aufgeben will, muss den teureren Classic-Tarif für mindestens 129 Euro buchen oder Zuschläge auf den Light-Tarif zahlen.

Die sechs größten Baustellen der Lufthansa

Beim Maximalgewicht ist Lufthansa schon heute strenger als etwa Billigflieger Ryanair, der zehn Kilo erlaubt, und Easyjet, wo ganz auf eine Gewichtsbeschränkung für Handgepäck verzichtet wird.

Nur im nochmals teureren „Economy-Flex-Tarif“ ist kostenloses Umbuchen möglich und die Möglichkeit zur Erstattung des Flugpreises gegen Gebühr enthalten.

Bei Vielfliegern und Geschäftsreisenden stoßen die neuen Economy-Tarife auf Kritik. Sie befürchten Preissteigerungen und mangelnde Transparenz. „Nun muss man mehr zahlen, um Nachteile zu vermeiden“, sagte Hans-Ingo Biehl, Geschäftsführer des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR), der WirtschaftsWoche.

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