Lufthansa-Streik Airline beendet Streit vor Gericht

Im Gerichtsstreit um das Streikrecht der Flugbegleiter hat die Lufthansa einen Rückzieher gemacht und den Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung zurückgezogen.

Hunderttausende Passagiere waren und sind vom Streik bei der Lufthansa betroffen. Quelle: AP

Die Lufthansa hat den Rechtsstreit um den Streik der Flugbegleiter am Düsseldorfer Flughafen beendet. Im Prozess vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf nahm der Vertreter der Airline am Freitag den Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung zurück.

Am Vortag hatte das Arbeitsgericht den Streik des Kabinenpersonals bei der Lufthansa am Flughafen der Landeshauptstadt erlaubt. Dagegen war das Unternehmen zunächst in Berufung gegangen. Laut Gericht ist mit der Rücknahme des Antrags durch die Lufthansa das gesamte Verfahren auf null gestellt. Zuvor hatte die 13. Kammer des Gerichts in zweieinhalbstündiger Verhandlung zu erkennen gegeben, dass sie wie die Vorinstanz entscheiden wolle.

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Unterdessen gibt es Hoffnung, dass in den Tarifkonflikt wieder Bewegung kommen könnte. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo werde dem Vorstand der Lufthansa am Freitag einen neuen Vorschlag unterbreiten, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies am Donnerstag in Düsseldorf. Zu Details wolle er sich nicht äußern, diese befänden sich noch in der Abstimmung.

Ufo hat für den Freitagmittag eine Kundgebung angekündigt. Vor Gericht hatte der Ufo-Chef zuvor gesagt, der Streik werde Freitagnacht "wahrscheinlich zu Ende gehen".

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Nach dem längsten Streik in ihrer Geschichte plant die Lufthansa für Samstag die schnelle Rückkehr zum Normalbetrieb. Alle planmäßigen Langstreckenverbindungen könnten am Samstag starten, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an. Dazu kommen noch Langstreckenflieger nach Hongkong, Singapur, Rio de Janeiro und São Paulo, die streikbedingt vom Freitagabend auf den Samstag verschoben wurden, um die Flüge nicht ganz absagen zu müssen.

Der Streik der Flugbegleiter hatte Ende vergangener Woche begonnen. Die Lufthansa musste 4700 Flüge mit rund 550.000 gebuchten Passagieren absagen.

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