Lufthansa-Zahlen Gewinn der Kranichlinie steigt deutlich

Die Lufthansa fliegt dank niedriger Ölpreise und abgesagter Streiks deutlich mehr Gewinn ein. In seiner Prognose für das laufende Jahr sieht sich Vorstandschef Carsten Spohr bestätigt.

Billiges Kerosin und ausbleibende Streiks haben der Lufthansa von April bis Juni überraschend viel Rückenwind gebracht. Quelle: dpa

Billiges Kerosin und ausbleibende Streiks haben der Lufthansa von April bis Juni überraschend viel Rückenwind gebracht. Im gesamten ersten Halbjahr erzielte Europas größte Fluggesellschaft einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) von 468 Millionen Euro, wie sie am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Das ist mehr als zweieinhalb Mal so viel wie die 178 Millionen ein Jahr zuvor und deutlich mehr als von Analysten erwartet.

Der Umsatz wuchs getrieben vom schwachen Euro um 8,5 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis sprang vor allem wegen eines lukrativen Finanzgeschäfts vom März von minus 79 Millionen auf plus 954 Millionen Euro.

In seiner Prognose für das laufende Jahr sieht sich Vorstandschef Carsten Spohr bestätigt. Das bereinigte Ebit soll auf mehr als 1,5 Milliarden Euro steigen. Allerdings sind Belastungen durch Streiks hierin nicht berücksichtigt. Seit Jahresbeginn beliefen sich diese bereits auf 100 Millionen Euro. Finanzchefin Simone Menne rechnet zudem mit einem anhaltenden Preisdruck im Passagiergeschäft. Dafür dürften die Treibstoffkosten mit 6,0 Milliarden Euro im laufenden Jahr um 200 Millionen geringer ausfallen als bislang gedacht.

Die sechs größten Baustellen der Lufthansa

Vor wenigen Tagen stellte Lufthansa eine neue Tarifstruktur für die Economy-Class vor, das für Flüge ab Oktober gilt. Weil das neue System eine gezieltere Steuerung der Preise ermöglicht, sollen die Flüge in Zukuft besser ausgelastet werden.

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