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Lufthansa Zusatzgeschäft durch A380-Reparaturen

Die Deutsche Lufthansa will auch für andere Fluglinien die Flügel des Airbus A380 reparieren. Aus Industriekreisen ist zu hören, dass Emirates aus Dubai zu den ersten Auftraggebern gehören soll.

Der erste an die Lufthansa ausgelieferte Airbus A380 über Hamburg. Kaum angekommen muss die Maschine in die Werkstatt Quelle: APN

Als Anfang die australische Fluglinie Qantas im Januar eine Schwachstelle am Flügel ihrer Superjumbos A380 entdeckte, ging auch eine kleine Schockwelle durch die Planer der Deutschen Lufthansa. Die Fluglinie hatte ihre Maschinen bereits zwei Jahre später bekommen als erwartet und musste deshalb die Erneuerung ihrer First und der Business Class verschieben. 

Inzwischen sieht die Lufthansa in den nötigen Reparaturen nicht nur ein Problem, sondern auch eine Chance. Zwar leiden die Planer darunter, dass die Maschinen laut den Vorgaben von Airbus und der Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) rund 60 Tage in die Werkstatt müssen, bis die nötigen Ersatzteile im Flügel verbaut sind. "Damit reduziert sich unsere Flotte in den ersten Jahren praktisch von zwölf auf zehn verfügbare Flugzeuge", klagt Konzern-Vorstand Carsten Spohr, der bei Lufthansa das Fluggeschäft unter der Marke Lufthansa leitet.

Das sind die Verkaufsschlager von Airbus
Platz 15 - A330-200F - 24 bestellte FlugzeugeDas am wenigsten verkaufte Flugzeug von Airbus ist die Frachtversion der A330-200. Am 5. November 2009 erfolgte der Erstflug vom Flughafen Toulouse-Blagnac aus. Der neue Frachter hat eine etwas höhere Nutzlast als das bisherige A300-Frachtmodell sowie eine größere Reichweite. Bei den Passagierversionen der A330 ist der Kabinenboden beim Aufenthalt am Boden leicht abschüssig, da das Bugfahrwerk etwas kürzer als das Hauptfahrwerk ist. In der Frachtversion ist das Fahrwerk leicht versetzt, damit der Boden eben ist. Anders als in der Passagierversion wurde die Technologie der A380 verbaut. Im Juli 2010 wurde der erste Airbus A330-200F im Rahmen der Farnborough International Airshow an Etihad Crystal Cargo ausgeliefert. Stand: August 2013
Platz 11 - A350-1000 - 145 bestellte FlugzeugeMit der größten Version des A350 wollte Airbus eigentlich der Boeing 777-300ER Konkurrenz machen, doch ist mittlerweile eines der Sorgenkinder des Airbus-Konzerns. Nachdem Airbus radikale Veränderungen vorgenommen hatte, kam es zu Problemen in der Entwicklung. Im Januar zog Etihad Airways die Bestellung von sechs Airbus A350-1000 zurück. Airbus überarbeitet derzeit die Konstruktion des Modells: Neben einem breiteren Rumpfquerschnitt, aus Verbundwerkstoffen gefertigten Flügel, sollen auch stärkere Triebwerke von Rolls-Royce verbaut werden und dadurch 20 Prozent weniger verbrauchen.
Platz 14 - A318-100 - 79 bestellte FlugzeugeDie A318-100 fasst in der normalen Ausstattung rund 107 Passagiere und ist die kleinste Version des A320. Kurz nach dem Erstflug am 15. Januar 2002 sorgten Probleme mit den Triebwerken für Negativschlagzeilen, einige Bestellungen wurden storniert. Daraufhin wurde die Technik überarbeitet. Ein Airbus A318 kostet etwa 44,9 Millionen US-Dollar, die Entwicklungskosten beliefen sich auf rund 300 Millionen US-Dollar. Da leichtere Konkurrenz insbesondere von Embraer deutlich wirtschaftlicher ist, fallen die Verkaufszahlen des kleinen Airbus-Jets relativ gering aus. Der sogenannte „Baby-Bus“ wird von Air France, British Airways und LAN Airlines eingesetzt.
Platz 13 - A350-800 - 89 bestellte FlugzeugeDie A350 ist eigentlich nur eine Weiterentwicklung A330. Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough im Jahr 2006 kü ndigten der damalige Airbus-Chef Christian Streiff und Airbus-Verkaufsmanager John Leahy an, den bisherigen A350-Entwurf zu verwerfen und statt dessen ein vollständig neues Flugzeug mit der Bezeichnung A350 XWB zu entwickeln. In ihrer kleinsten Variante wird die A350 allerdings nur wenig nachgefragt. Zu den größten Nachfragern gehören Qatar Airways und US Airways.
Platz 12 - A340-500 - 131 bestellte FlugzeugeDie Ultralangstreckenversion des A340 wird unter anderem auf dem längsten Linienflug der Welt eingesetzt. Singapore Airlines fliegt die 16.668 Kilometer zwischen Singapur und New York in in 18 Stunden und 18 Minuten. Damit das Flugzeug genug Treibstoff für diese Reichweite hat, ist im Rumpf ein zusätzlicher Tank eingebaut. Bester Abnehmer der Modells ist Emirates. Der Listenpreis beträgt rund 250 Millionen Dollar.
Platz 10 - A340-200 - 246 bestellte FlugzeugeDie A340-200 rund fünf Meter kürzer als die Grundversion und wird vor allem auf Langstrecken eingesetzt. Entwickelt wurde das Modell ab 1987, im Jahr 1993 nahm die erste Maschine bei der Lufthansa ihren Dienst auf. Bis heute gehört die deutsche Airline zu den wichtigsten Nachfragern des A340-200. Durch sein leichtes Gewicht hat der Flieger eine Reichweite von durchschnittlich 14.000 Kilometern. 1994 stellte eine Maschine sogar einen Reichweitenrekord für vierstrahlige Passagiermaschinen auf und flog bei einem Testflug von Paris nach Auckland 19.000 Kilometer weit. Doch wegen der hohen Betriebskosten ist die Nachfrage gering.
Platz 8 - A380 - 262 bestellte FlugzeugeDas größte Modell der zivilen Luftfahrt machte zuletzt immer wieder mit Haarrissen in den Tragflächen negative Schlagzeilen. Auch in der Entwicklungsphase musste Airbus immer wieder Rückschläge hinnehmen. Mittlerweile verkauft sich der Riesenflieger besser. Allein die arabische Airline Emirates hat 90 Maschinen geordert. Der Listenpreis liegt derzeit bei 390 Millionen Dollar pro Maschine, allerdings können die meisten Fluggesellschaften mit deutlichen Rabatten rechnen.

Jeder Tag weniger in der Werkstatt bringt Gewinne

Dafür will die Linie von Airbus eine kräftige Entschädigung. Doch nachdem sich die Experten der Wartungstochter Lufthansa Technik mit den Einzelheiten der Reparaturen vertraut gemacht haben, gehen sie davon aus, die nötigen Veränderungen in deutlich weniger als 60 Tage hinzu bekommen. "Diese Wissen wollen wir dann auch anderen Fluglinien anbieten", sagt Spohr.

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Die Chancen stehen gut, glauben Experten. Zwar ist die Lufthansa einer der teureren Betriebe der s zu Wartungsbranche. "Doch wenn die Maschine ein paar Tage weniger aus dem Verkehr gezogen wird, kann sich das lohnen", glaubt der Hamburger Flugexperte Heinrich Großbongardt. Denn jeder Tag weniger in Werkstatt bedeutet zwei zusätzliche Flüge und bei einem Umsatz von bis zu einer Million Euro einen Gewinn von 100 000 Euro und mehr.

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