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McDonald's In Nordamerika gibt es nur noch Eier von freilaufenden Hennen

Die Burgerkette will Schritt halten mit dem wachsenden Bewusstsein der Kunden für Tierschutz - und mit der Konkurrenz, die das Thema längst zur Marketingstrategie gemacht hat. Das wird aber eine Herausforderung.

Zehn dicke Fast-Food-Flops
Ein Omelett-Sandwich Quelle: Creative Commons
Screenshot eines YouTube-Videos, in dem die McDonald´s-Pizza beworben wird Quelle: Screenshot
McLobster Quelle: Creative Commons
Mini-Burger BK Shots Quelle: Creative Commons
Würstchen Quelle: REUTERS
Satisfries Quelle: obs
Eine Ananas Quelle: Fotolia

Die Schnellrestaurantkette McDonald's will ihren Kunden in den USA und Kanada in zehn Jahren nur noch Hühnereier aus Freilandhaltung servieren. Dies kündigte das US-Unternehmen am Mittwoch als Teil seiner Strategie an, dem wachsenden Bewusstsein von Kunden für eine artgerechte Tierhaltung Rechnung zu tragen. Der Schritt ist der jüngste von Konzernchef Steve Easterbrook, den Erfinder des Big Mac in eine moderne, fortschrittliche Burgerkette zu verwandeln.

McDonalds kämpft mit sinkenden Umsätzen. In den USA wird es zusätzlich von Konkurrenten wie der Schnellrestaurantkette Chipotle unter Druck gesetzt, die Normen für den Tierschutz zum Teil ihrer Marktstrategie gemacht hat. McDonald's Deutschland verwendet dagegen nach eigenen Angaben schon seit 1999 ausschließlich Hühnereier aus Freilandhaltung.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Easterbrook hatte im März die Konzernleitung übernommen. Seitdem kündigte McDonald's bereits an, nur noch Hühner zu verwenden, die ohne die meisten Antibiotika aufgezogen werden. Im April versprach das Unternehmen zudem, den Lohn der Mitarbeiter in den konzerneigenen Geschäften zu erhöhen. Diese machen etwa zehn Prozent aller US-Filialen der Marke aus.

So will McDonald´s aus der Krise

Das Unterfangen, in den USA und Kanada in dem kommenden Jahrzehnt auf Eier von freilaufenden Hennen umzusteigen, ist eine große Herausforderung: Nur etwa sechs Prozent aller in den USA produzierten Eier stammen von Hühnern, die nicht im Käfig gehalten werden. Doch Marion Gross, für den Einkauf in Nordamerika zuständige Vizepräsidentin, sagte, das Unternehmen werde mit den bestehenden Eierlieferanten daran arbeiten, die Ställe umzuwandeln.

Der geplante Umstieg werde „wahrlich bedeutend“ für die Kunden sein. „Sie wissen, wie groß wir sind und wie groß der Einfluss ist, den wir auf die Industrie haben“, sagte sie.

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Schon jetzt kauft McDonald's in den USA rund 13 Millionen Eier pro Jahr von Hennen, die nicht in Käfigen gehalten werden. Dies entspricht allerdings weniger als einem Prozent der rund zwei Milliarden Eier, die die Kette jährlich braucht, um Menüs wie das Frühstück Egg McMuffins anzubieten. In Deutschland hat McDonald's im vergangenen Jahr mehr als 33,6 Millionen Eier verbraten. Das waren 1844 Tonnen, wie das Unternehmen mitteilte. Auch andere US-Ketten wie Starbucks oder Subway kündigten bereits an, sich auf Eier von Hennen umzustellen, die nicht in Käfigen gehalten werden. Allerdings gaben diese keinen Zeitraum an, innerhalb dessen sie den Umstieg schaffen wollen.

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