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Medienberichte WeWork umgarnt T-Mobile-US-Chef John Legere

T-Mobile-US-Chef: WeWork umgarnt John Legere Quelle: AP

John Legere füllte in den vergangenen Jahren als Chef der US-amerikanischen Telekom-Tochter T-Mobile US die Wirtschaftsnachrichten – vor allem mit Erfolgsmeldungen. Nun will WeWork den Top-Manager womöglich abwerben.

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Der Chef der Telekom-Tochter T-Mobile US, John Legere, wird Insidern zufolge als neuer Leiter des angeschlagenen US-Büroplatzvermieters WeWork gehandelt. WeWork spreche mit mehreren Kandidaten, darunter auch Legere, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Ebenfalls unter Berufung auf Insider hatte zuvor schon das „Wall Street Journal“ über die Chefsuche berichtet. Bei WeWork war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Der japanische Technologie-Investor Softbank hatte WeWork unlängst für über zehn Milliarden Dollar übernommen. Davon entfielen 1,7 Milliarden auf eine Abfindung für WeWork-Mitgründer Adam Neumann, damit dieser die Kontrolle abgibt.

Legere, der bekannt dafür ist gerne die Konzernfarbe Magenta zu tragen, ist seit September 2012 bei T-Mobile US. Unter seiner Leitung steht die Telekomtochter sehr gut da: Im dritten Quartal übertraf der drittgrößte Funknetz-Anbieter in den USA ein weiteres Mal die Erwartungen der Analysten im Neukundengeschäft mit 754.000 Kunden neu geworbenen Kunden, die mit einer Monatsrechnung einverstanden sind – diese sind für Investoren besonders interessant. Fachleute hatten mit weniger Zulauf gerechnet. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet die Telekom-Tochter mit Erträgen von 13,1 bis 13,3 Milliarden Dollar. Erneut eine Steigerung – und erneut mehr als in den Schätzungen. Legere ist in den vergangenen Jahren so zum Erfolgsgarant für die Telekom-Tochter geworden. Auch weil er immer wieder große Erfolge vermelden konnte.

Sein jüngster Coup: Die womöglich bald anstehende Fusion von T-Mobile US mit dem Mobilfunkkonzern Sprint. Erst kürzlich bestätigte Legere, es gebe Gespräche, die sowohl den Zeitplan als auch die Bedingungen des Zusammenschlusses betreffen. Das Volumen des im Frühjahr 2018 beschlossenen Deals, bei dem die Telekom den größten Anteil am fusionierten Unternehmen übernehmen will, war bislang stets mit gut 26 Milliarden Dollar (23,5 Milliarden Euro) veranschlagt worden. Legere wollte aber auch eine Nachverhandlung des Preises nicht ausschließen.

Die Mobilfunker hatten ihre Fusion eigentlich schon abschließen wollen, doch wegen kartellrechtlichen Widerstands verzögerte sich das Vorhaben und die ursprüngliche Vereinbarung lief am 1. November aus. Zwar haben die US-Branchenaufsicht FCC und das Justizministerium dem Zusammenschluss bereits zugestimmt. Eine Reihe von US-Bundesstaaten versucht jedoch, die Fusion der dritt- und viertgrößten Mobilfunker im Lande wegen befürchteter Nachteile für Wettbewerber, Verbraucher und Mitarbeiter mit einer Klage zu verhindern. Der entsprechende Prozess soll im Dezember bei einem Gericht in New York beginnen.

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