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M&A-Markt Die Rückkehr der Mammut-Deals

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Trend setzt sich 2015 fort

Der im vergangenen Jahr extrem ausgefallene Anstieg von Megadeals im Volumen von mehr als 10 Milliarden Dollar wird nach Ansicht der Accenture-Experten auch 2015 als Trend anhalten. Gründe seien das weltweit vergleichsweise positive Wirtschaftsklima und bessere Finanzierungsbedingungen angesichts derer die Firmen ihre jahrelange Zurückhaltung bei strategischen Zukäufen aufgeben.

Das Niveau liegt laut Accenture aber immer noch deutlich unter dem Level der Mega-Deals aus den Vorkrisenjahren 2006 und 2007, in denen ein Überschwang am M&A-Markt herrschte.

Das sind die teuersten Übernahmen des Jahres
AstraZeneca - Pfizer Quelle: REUTERS
Time Warner Cable- Comcast Quelle: AP
Allergan - Valeant Pharma Quelle: dpa
Lafarge - Holcim Quelle: dpa
SFR - Bouygues Quelle: REUTERS
Forest Laboratories - Actavis Quelle: AP
SFR - Altice Quelle: AP

Die vom ZEW-Zephyr M&A-Index des Bureau van Dijk (BvD) gemessene hohe Zahl an Marktgerüchten zu Fusionen und Übernahmen lässt eine Fortsetzung dieser Entwicklung erwarten. Nach Ansicht von BvD-Experte Tobias Spanka ist weiter viel freies Kapital für Firmenkäufe verfügbar, zugleich seien in einzelnen Märkten Strukturveränderungen nötig.

Mammuttransaktionen vom Schlage Bosch und Siemens, Bayer und Merck oder Deutsche Annington und Gagfah finden auch deshalb große Beachtung, weil sie als psychologische Eisbrecher für den gesamten Markt dienen. „Das durch diese Transaktionen gestärkte Vertrauen der Marktteilnehmer führte zu einem deutlichen Ansteigen der M&A-Aktivitäten auch im unteren und mittleren Marktsegment, und eben diese sind für einen nachhaltigen Aufschwung des M&A-Marktes unerlässlich“, sagt Allen & Overy-Partner und M&A-Experte Hartmut Krause. Auch Allen & Overy geht davon aus, dass der 2014 gestartete Boom im laufenden Jahr anhält.

Bei deutschen Unternehmen schlagen dabei vor allem ausländische Investoren als Käufer zu. „Der angelsächsische Raum bestimmt noch immer den M&A-Markt in Deutschland“, sagt Steve Roberts, Partner bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Investoren aus den USA und Großbritannien seien gemeinsam für mehr als ein Drittel aller grenzüberschreitenden Deals im Zusammenhang mit dem hiesigen Markt verantwortlich.

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Die lang erwartete Übernahmewelle durch chinesische Käufer fällt dagegen deutlich niedriger aus. Zwar steigt die Zahl der Akquisitionen mit Chinabezug deutlich. Deren Anteil an den Transaktionen von Investoren aus Schwellenländern liegt laut PwC bei über zwei Dritteln.

Da sich BRIC-Staaten aber vorwiegend auf die Übernahme kleiner und mittlerer deutscher Unternehmen fokussieren, machen die Deals mit Beteiligung Brasiliens, Russlands, Indien und Chinas nur 2,3 Prozent des Volumens aller Transaktionen aus.

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