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Nach Gewinnplus LEG will weitere Wohnungen übernehmen

Nach dem Verlustjahr 2011 hat der Düsseldorfer Immobilienkonzern im vergangenen Jahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Nun möchte das Unternehmen weitere 10.000 Wohnungen dazukaufen.

Die Verwaltung des Immobilienunternehmens LEG in Düsseldorf. Quelle: dpa

Der Immobilienkonzern LEG geht nach einem Gewinnplus und dem Börsengang Anfang des Jahres auf Einkaufstour. "Wir wollen wachsen und sind dafür gut aufgestellt", sagte LEG-Chef Thomas Hegel am Dienstag in Düsseldorf. Die Übernahme von mehr als 2000 Wohnungen stehe kurz bevor, bis Ende 2014 wolle das Unternehmen insgesamt rund 10.000 Wohnungen erwerben. Ohne Zukäufe werde die LEG 2013 die Mieterlöse um zwei bis drei Prozent steigern, stellte er in Aussicht. Das operative Ergebnis (FFO) soll minimal zulegen. Zudem stellte die LEG den Anteilseignern steigende Dividenden in Aussicht. Damit will der Vorstand auch dem Aktienkurs auf die Sprünge helfen, der am Mittag mit 41,55 Euro erneut deutlich unter dem Eröffnungskurs von 44,50 Euro vom 1. Februar lag.

Wo der Wohnungskauf unbezahlbar wird
Platz 15: DüsseldorfWer sich in der Landeshauptstadt eine schicke Eigentumswohnung zulegen möchte, um es an den Wochenenden nicht weit für einen Spaziergang an der Rheinpromenade zu haben, der musste im Schnitt 2,821 Euro pro Quadratmeter investieren – fast 20 Cent mehr als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Damit ging es für das „Dorf“ mit der längsten Theke der Welt zwei Plätze rauf. Quelle: Grundlage sind Berechnungen des Beratungsunternehmens empirica für das vierte Quartal 2012. Das Referenzobjekt ist ein Neubau mit 60 bis 80 Quadratmetern und gehobener Ausstattung. Quelle: dpa
Platz 14: MünsterNach Münster, der Fahrradfahrerstadt, zieht es viele Studenten, deshalb ist die Wohnungsnachfrage groß und folglich die Mieten relativ hoch. Doch auch eine Eigentumswohnung ist nicht billig zu haben, wie der Preisvergleich zeigt. Ein Quadratmeter kostet hier durchschnittlich 2,862 Euro. Quelle: dpa
Platz 13: KölnDie wenigsten können sie wie Lukas Podolski zu seiner Zeit beim FC eine Wohnung in einem der Kranhäuser direkt am Rhein leisten. Wer sich in der Millionenstadt schon mal nach einer Wohnung, ob zur Miete oder zum Kauf, umgesehen hat, der weiß, wie schwierig das ist – und teuer. 2,867 Euro kostet der Quadratmeter für eine durchschnittliche Eigentumswohnung; die Preise sind in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen, allerdings nicht so stark wie in anderen Regionen. Quelle: dpa
Platz 12: IngolstadtBei Ingolstadt denkt man(n) sofort an Audi, wo der Autobauer seinen Sitz hat, und nicht an hohe Wohnungspreise. Tatsächlich kostet im beschaulichen bayerischen Städtchen der Quadratmeter 2,874 Euro – und damit mehr als in Düsseldorf, Köln oder Berlin. Erstaunlicherweise ist Ingolstadt, was die Mieten angeht, nicht viel preiswerter, dort liegt die Stadt auf Platz 14. Quelle: dpa
Platz 11: PotsdamWie viel der Quadratmeter in Sanssouci kostet, ist leider unbekannt. Stünde das Prachtschloss zum Verkauf, müsste man schon sehr, sehr tief in die Tasche greifen. Aber es muss ja nicht gleich ein Königspalast sein: In Potsdam allgemein sind es 2,877 Euro für die eigenen vier Wände – ebenfalls nicht ganz billig. Besser sieht es bei den Einfamilienhäuser aus, da sind es nur rund 2,25 Euro pro Quadratmeter. Quelle: dpa
Platz 10: UlmDas beeindruckende Ulmer Münster mit seinem 161,5 Meter hohen Kirchturm, dem höchsten der Welt, dominiert das Stadtbild und ist fast von überall zu sehen. Wer den Blick auf das Gotteshaus jeden Tag vom Balkon seiner eigenen Wohnung genießen möchte, muss dafür einiges investieren. 2,894 Euro kostet ein Quadratmeter. Im ersten Quartal 2012 waren es noch gut 15 Cent weniger. Quelle: dpa
Platz 9: LandshutEinen der größten Sprünge in der Auflistung hat Landshut gemacht, das mitten in Niederbayern liegt. Von Rang 13 ging es seit Anfang des vergangenen Jahres um vier Plätze nach oben. In dem gerade einmal 64.000 Einwohnern lebenden Städtchen müssen Wohnungsinteressenten im Schnitt 2,910 Euro pro Quadratmeter einkalkulieren. Quelle: dpa

Die LEG hatte im Februar Börsenpremiere gefeiert und will nun in den Nebenwerteindex MDax einziehen. Dies könne bereits im Juni geschehen, sagte Finanzchef Eckhard Schulz. Der von Goldman Sachs aufgelegte Immobilienfonds Whitehall und der Hedgefonds Perry Capital hatten sich von Anteilen getrennt, die Hälfte der Aktien befindet sich nun im Streubesitz.

Die teuersten Städte Deutschlands
Dresden Quelle: dpa
Platz 8Bekannt für Politklüngel und Hochdeutsch: In Hannover kostet eine Gewerbeimmobilie etwa auf der Georgstraße im Schnitt 195 Euro pro Quadratmeter. Quelle: Creative Commons-Lizenz
Platz 8: Für eine Eigentumswohnung in Ost-Berlin muss ein Käufer 1.400 Euro pro Quadratmeter aufbringen ... Quelle: AP
Platz 7: ... für eine Eigentumswohnung im Westen der Stadt noch etwas mehr. Hier kostet der Quadratmeter 1.500 Euro.
Platz 7 / 6Auch auf der Kölner Schildergasse bezahlen Händler 250 Euro für den Quadratmeter Ladenfläche. Quelle: dpa
Platz 5: "Mainhattan" dürfte auch dank der vielen Banker ein teures Pflaster sein: In Frankfurt zahlt man pro Quadratmeter 1.550 Euro für eine Eigentumswohnung. Quelle: dpa
Platz 4: Wer " Hamburg, meine Perle" als Einwohner singen will, sollte Geld mitbringen - pro Quadratmeter liegt der Preis für eine Eigentumswohnung bei 1.750 Euro. Quelle: dpa

Im vergangenen Jahr verdiente die LEG vor Steuern 114,5 (Vorjahr: 9,2) Millionen Euro, unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 112,1 Millionen Euro - nach einem Verlust von 15,1 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das operative Ergebnis (FFO) kletterte auf 136,5 (111,8) Millionen Euro. Die Anteilseigner sollen für 2012 eine Dividende von 0,41 Euro je Aktie erhalten. Im laufenden Jahr will die LEG die Ausschüttungsquote indes in die Höhe schrauben, der Konzern habe zudem einen guten Start ins Jahr verzeichnet.

2012 gehörten der LEG knapp über 90.000 Wohnungen vor allem in Nordrhein-Westfalen - die einstmals öffentliche Gesellschaft war damit einer der größten privaten Vermieter in Deutschland. Hegel sieht die LEG gut für Zukäufe gerüstet. Die Gesellschaft könne die Übernahme von gut 10.000 Wohnungen aus eigener Kraft stemmen.

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