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Netflix in Grafiken Der Aufstieg des Streaming-Giganten

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Probleme und Entwicklung der Netflix-Aktie


Die Aktie

Überzeugt vom Potential des Streaming-Anbieters, schlagen Aktionäre zu. 2015 verdoppelte die Aktie ihren Wert. Die Ankündigung, bald nahezu in der ganzen Welt zu streamen, ließ den Netflix-Kurs zu Beginn des Jahres weiter steigen. Nur wenig später folgte jedoch ein überraschender Knick.  

Der Kursverlauf der Netflix-Aktie



Die Herausforderungen

Unter Analysten und Branchenbeobachtern wachsen die Befürchtungen, dass Netflix Aufstieg nicht in diesem Tempo halten kann. In den USA lässt die Wachstumsgeschwindigkeit bereits nach. Ein Grund: Neue Konkurrenz wie Amazon erschwert den Kampf um Kunden. Sie beeinflusst auch das Geschäft mit dem wichtigsten Rohstoff der Branche – den Inhalten wie TV-Serien, die Zuschauer anlocken.

Zusätzliche Anbieter machen es nicht nur schwerer, sich inhaltlich abzugrenzen. Auch die Verhandlungen um den Zuschlag für neue Serien werden härter. Netflix ist auf den Kauf globaler Rechte aus – aber die Studios sind es gewohnt, die Lizenzen in einzelne Regionen zu verkaufen und so an mehreren Stellen Geld zu machen. Netflix löst das brachial über den Preis: "Wir müssen mehr Geld bieten", sagt Hastings. "Wenn wir nur genauso viel bieten, werden sie keine Deals mit uns machen."

Netflix hat dafür ein Einkaufsbudget von fünf Milliarden Dollar in diesem Jahr und es werde weiter steigen, sagt Hastings. Die Preise gehen hoch. Um mit Netflix mitzuhalten, tun sich Sender zum Teil bereits zusammen.

Bleibt noch das Drehen eigener Produktion. Ein durchaus riskantes Spiel. Zwar muss sich Netflix nicht allzu sehr an Quoten orientieren und kann für mehr Eigenständigkeit auch mal Neues wagen. Die hohen Produktionskosten schlagen dennoch ins Kontor. Allzu viele Flops kann sich der Dienst also kaum erlauben. Umso bedachter ist der Netflix darauf, den Geschmack seines Publikums zu treffen.

Bei der Inhalte-Auswahl setzt Netflix auf eine Mischung aus Daten-Auswertung und das Bauchgefühl von Programmchef Ted Sarandos. Netflix weiß nicht nur, welche Sendungen populärer sind, sondern auch, an welcher Stelle eine Serie Zuschauer eventuell aussteigen oder gar nicht mehr aufhören können, weiterzuschauen.

Diese Einblicke trugen auch dazu bei, dass Komödien-Star Adam Sandler für mehrere Filme verpflichtet wurde. Der erste davon, die Western-Parodie "The Ridiculous 6", wurde von den Kritikern zwar zerrissen. Laut Netflix selbst ist der Film aber erfolgreicher als jeder andere zuvor.

Mit Material von dpa.

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