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Neue Bahnstreiks? Überstundenberg der Bahn gefährdet Tarifverhandlungen

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Die Bahn öffnet sich Quereinsteigern

Die Bahn verweist darauf, umgesteuert zu haben. Personalvorstand Ulrich Weber: „Wir nehmen das Thema Mehrarbeit sehr ernst, haben bereits angefangen, die vor allem in den vergangenen Jahren angehäuften Überstunden abzubauen, zum Beispiel durch mehr Einstellungen.“ Rund 34.000 Mitarbeiter habe der Konzern seit 2012 in Deutschland eingestellt. Bis zu 8000 sollen es in diesem Jahr sein.

Ein Großteil davon ersetzt Mitarbeiter, die in den Ruhestand gehen. So dürfte etwa in der Netzsparte bis 2025 jeder dritte Arbeitsplatz neu besetzt werden, sagte deren Personalchefin Ute Plambeck. Die Bahn öffnet sich auch Quereinsteigern, die bereits eine abgeschlossene technische Berufsausbildung haben und dann in zehn Monaten zum Lokführer oder Fahrdienstleiter ausgebildet werden.

Das sind die Bahngewerkschaften GDL und EVG

EVG-Chef Kirchner räumt ein, dass es für die Bahn nicht einfach ist, Ingenieure oder andere Fachkräfte zu gewinnen. Vor allem im Raum München und rund um Stuttgart sei „der Arbeitsmarkt leer gefegt“. Dennoch wünscht er sich noch mehr Engagement der Bahn. Sie müsse wieder mehr eigene Ausbildungsstätten schaffen, von denen viele in den Jahren des Personalabbaus bis 2009 geschlossen worden seien.

Es sei auch ein Fehler, immer nur die Besten auslesen zu wollen. „Wir brauchen auch Hauptschüler, das sind später die treuesten und stabilsten Mitarbeiter“, sagte Kirchner.

In Arbeit
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Für ihn ist letztlich die Zahl der Einstellungen nicht die entscheidende Größe. Es komme auf das Ergebnis an, die tägliche Arbeitspraxis. „Die Kollegen wollen Planungssicherheit. Sie wollen die Sicherheit, dass sie ihren Urlaub auch wirklich nehmen können, dass sie nicht immer wieder zu Mehrarbeit gezwungen sind.“

In diesem Sinne hat der Konzernbetriebsrat Anfang 2014 mit der Bahn eine Betriebsvereinbarung geschlossen. Ihr Ziel ist es, Überstunden durch entsprechende Personalplanung von vornherein zu vermeiden. Kirchner hält dies für einen wichtigen Schritt. Doch er rechnet noch mit einem langen Weg: „Die verfehlte Personalpolitik von 20 Jahren ist nicht in zwei Jahren zu korrigieren.“

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